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Volltext: Alte und Moderne Kunst XIII (1968 / Heft 101)

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Fichlelgebirge 1949 zugewanderte Firmo, mit 
feinen. ausschließlich mundgeblosenen Arbeiten; 
die Firma D. Swurovski 8 Co. aus Woltens in 
Tirol mit Glosschmuck (Goblonzer) und die 
Firma Lobmeyr, Wien. als Verarbeitungsslütte 
mil gravierten und geötzten Gläsern und Bei- 
spielen der Luster für die Metropoliton Operu 
New York. 
DAS GLAS IM WALDVIERTEL HEUTE 
Das letzte Zimmer ist der einzigen Glushütte jenes 
großen. eingangs geschilderten Raumes zwischen 
Koutzen und Neuhütte gewidmet. die noch heute 
in Betrieb ist: der Hütte Alt-Nogelberg. Firma 
,.Stölzle Glclsindustrie AGP. Mit ihr schließt sich 
der Bogen vom ersten Raum. wo die Produktion 
und die Produktionsweise der ältesten Hütlen 
gezeigt wurde. zur Produklionsweise von heule. 
Neben Dokumenten in Form von Geschäftsbriefen, 
Pochtverträgen, einem alten „Preis-Corrclnt" und 
anderen Fotokopien werden die Grundstoffe der 
Glcisherstellung vorgeführt, ebenso der Werde- 
gung eines Stielgloses in 14 Arbeitsphusen de- 
monstrierl. Großfotos geben Einblick in den Werk- 
stdttenbetrieb unserer Zeit. Neben der Munde 
bldserei mit Hilfe der Glusmocherpfeife. einem 
um die Zeit um Christi Geburt erfundenen Gerät. 
ist eine moderne automatische Anlage in Betrieb. 
Eine Auswahl von Erzeugnissen der Firma aus 
dem 19. und 20. Jahrhundert wird präsentiert. 
Zu erwähnen wäre noch, daß auch das Gewerbe 
der Glasschleifer. meist Familienbetriebe, sich Über 
hunderte Jahre in den Waldviertler Orten ver- 
erbte. Noch heute arbeiten drei Schleifer in den 
Gebieten der ehemaligen Herrschaft Groß- 
Pertholz und Weitra. Es sind das Emmerich Weber 
in Angelbach, August Weber in Fischbach und 
Leopold Weber in Hirschwies. In den von ihnen 
angekauften Rohstücken werden die verschie- 
densten Bleikristallschliffe gefertigt. Auch diese in 
glitzernden Facetten funkelnden Stücke sind mit 
einigen Beispielen vertreten. Eine kleine Rund- 
vitrine ist den zarten Glasschliffen von Karl Bieder- 
mann 1881 bis 1934 aus Nagelberg und der er- 
wähnten Wiederaufnahme der alten Mildner- 
schen Technik der Doppel-Medaillon-Gläser (frei- 
lich in einem anderen Verfahren) durch Roland 
Zalto aus Nagelberg und dessen geschliffenen 
Gläsern vorbehalten. 
Mit der Aufstellung dieses Museums ist also nicht 
nur ein Rückblick auf die Historie. sondern auch 
ein Hinweis auf ein zu Unrecht heute selten ge- 
wordenes oder nicht beachtetes Gewerbe. be- 
ziehungsweise Kunstgewerbe gegeben. 
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