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Volltext: Alte und Moderne Kunst XIV (1969 / Heft 103)

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WERKE VEIT KÖNIGI 
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Der Name des Bildhauers Veit Könige: 
(1729-1792) ist mit dem Begriff des Grazer 
Spätbarocks und Rokoko auf das engste 
verbunden. Königers Werke zählen zu den 
bedeutendsten in der Steiermark, eine be- 
merkenswerte Spur hat aber sein einfluß- 
reiches Schaffen auch in Slowenien und 
Kroatien hinterlassen. 
Königer wirkte in den genannten Ländern 
in den sechziger und siebziger Jahren, in 
einer Zeit, in der die Errungenschaften der 
Grazer Werkstätten, vor allem der Werkstatt 
Philipp Jakob Straubs, bereits breitesten 
Widerhall gefunden haben. Vor Königers 
Wirken, in den fünfziger Jahren des 
18. Jahrhunderts, machte sich in Slowenien, 
Kroatien und Ungarn der gebürtige Würt- 
temberger und spätere Marburger Bildhauer 
Josef Straub (171271756) mit qualität- 
vollen Werken nach süddeutschen und 
Grazer Mustern einen Namen. 
Drei Werke Veit Königers, zwei bestätigt 
durch Dokumente, eines mit seiner Si- 
gnatur, lassen uns die Eigenschaften seines 
frühen Stils erkennen. Im Jahre 1761 schuf 
er eine Irnmakulatastatue für die Pfarr- 
kirche St. Ägydi in den Windischen Büheln 
(Sentilj v Slovenskih Goricah). Schon E. An- 
dorfer stellte die Verwandtschaft zwischen 
dieser und anderen Immakulataüguren des 
Meisters, z. B. in St. Veit in Voran und 
Maria Grün, fest. Schlanke Gestalten mit 
zarten, verträumten Gesichtern und gra- 
ziösen Gebärden, umhüllt von knittrigen 
Gewändern und Hatternden Mänteln sind 
Merkmale des Bildhauers, die sich in un- 
zähligen Varianten wiederholen. 
Das zweite Werk Königers, der Hauptaltar 
in der Kirche in Perlak (Prelog, Kroatien) 
entstand in den Jahren 1765-1767. Be- 
merkenswert an diesem Werk ist die 
Eigenart seiner künstlerischen Verwirk- 
lichung: drei Altäre werden durch den ge- 
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