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Volltext: Alte und Moderne Kunst XIV (1969 / Heft 103)

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meinsamen Aufsatz zu einer äußerst be- 
wegten Komposition verbunden. Figuren, 
Reliefs und Ornamentik steigern die Leb- 
haftigkeit dieser Komposition zur ausge- 
sprochenen Rokokotheatralik. Es ist dies 
freilich kein Rokoko, wie man ihm bei den 
volkstümlicheren Zeitgenossen Königers be- 
gegnet, denn hier wird viel mehr als bei 
anderen steirischen Bildhauern jener Zeit 
das Klassische und das Akademische betont, 
Eigenschaften, die wir auch beim formen- 
reichen Altar in Perlak feststellen können. 
Als drittes und als einzig signiertes Werk 
unter den auf uns gekommenen Arbeiten 
des Meisters sei die Heiligengruppe Vin- 
zenz, Johannes und Petrus aus Pletrowitsch 
bei Cilli (Petrovöe pri Celju) zu erwähnen. 
Die Gruppe zeigt deutlich die Stilmerkmale 
des Meisters, Wie sie in den sechziger Jahren 
zur Geltung kamen. Die Figuren scheinen 
von einem veredelten Pathos beseelt zu 
sein. Trotz der üblichen barocken Gefühls- 
schaustellung sind Ausdruck und Geste 
würdevoll gelassen, ruhig, und besonders 
die Figuren der beiden heiligen Krieger 
zeugen vom künstlerischen Können des 
durch zahlreiche und hohe Anforderungen 
stellende Aufträge gereiften Bildhauers. 
Unweit von Pletrowitsch, im Schloß Neu- 
Cilli (Novo Celie) wurde Königer eine 
umfangreiche Aufgabe anvertraut. Die 
Adelsfamilie Gaisruck erbaute das heutige 
Schloß in den Jahren 1754-1760. An seiner 
künstlerischen Ausstattung wurde noch in 
den siebziger Jahren gearbeitet. Anschei- 
nend gastierte der Grazer Meister in Neu- 
Cilli gleich zweimal. Als erstes Wäre ihm 
der Altar der Schloßkapelle zuzuschreiben. 
In den Figuren dieses Altares sind das 
Königefsche Sentiment ebenso wie die 
reiche Formensprache des Künstlers ent- 
scheidend zur Geltung gebracht. Die ge- 
neigten Köpfe, das Händespiel und der 
tänzelnde Schritt sprechen von Überliefe- 
rungen, die Königer bereits in den Wiener 
Jahren in sein Schaden einbezogen hat und 
die - obwohl sie volkstümlicher und 
inniger erscheinen 7 an die höFische Art 
Ignaz Günthers erinnern. 
Das zweite Werk Veit Königers in Neu- 
Cilli sind die Skulpturen des Treppen- 
hauses (heute im Nationalmuseurn in 
LaibachfLjubljana). Acht Figuren in reich 
drapierten Gewändern stellen Musen und 
Parzen dar. In acht Varianten wird
	        

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