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Volltext: Alte und Moderne Kunst XIV (1969 / Heft 105)

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Die örtliche Zuweisung früher Möbel kann 
in der Jetztzeit nur noch durch Indizien 
erfolgen. Letzte Beweise können dadurch 
nicht beigebracht werden. Erbteilungen und 
die sprunghaften Wege des Handels haben 
zu einer totalen Dispersion der Stücke ge- 
führt, die fiüher im Umkreis ihres Ent- 
stehungsortes verteilt Waren. Somit kann 
der Versuch, bestimmte Typen der goti- 
schen Truhe Salzburg und seinem Aus! 
strahlungsbereich zuzuweisen, nur eine 
Vermutung bleiben, die auf dem örtlichen 
Vorkommen in mehreren Stücken fußt. 
2 Die beiden mittleren Türfelder mit ilienmaßwerk. Ein- 
fzssungen mit zum m1 perspektivischer Blockinuma 
In der Stadt Salzburg haben sich drei fast 
gleiche gotische Truhen von auffallender 
Eigenart erhalten (Abb. 1-4). Gerade ihr 
Standort und die Geschichte ihres Erwerbes 
durch das Salzburger Museum Carolino 
Augusteum ist Gexx-"ähr, daß es sich nicht 
um auswärts erworbene Stücke handelt. 
Alle drei sind nicht in der geläufigen Tiroler 
Flachschnittixianier beschnitzt, sondern mit 
tief herausgeholtem Maßvaerk. Das Wesent- 
liche an ihnen ist die in den zwei Mittel- 
feldern herrschende heraldische Lilie. Die- 
selben Lilien finden sich auch noch auf 
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einer etwa 60 Jahre jüngeren Truhe (Abb. 4), 
die schon ganz dem Renaissancestil ange- 
hört. Auch dieses Möbel ist durch das auf 
ihm in Einlegearbeit angebrachte Kuen- 
burgwappen für Salzburg gesichert und 
zeigt die in dieser Stadt lange wirkende 
Vorliebe, auf Truhen heraldische Lilien an- 
zubringen. Geschichtlich ist dafür keine 
Ursache beizubringen. In der Entstehungs- 
zeit dieser mit Maßwerk und Lilien ge- 
zierten Einrichtungsstiicke regiert Leon- 
hard von Keutschach (von 1495 bis 1519). 
In seine Regierungszeit fällt die Aus- 
 
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