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Volltext: Alte und Moderne Kunst XIV (1969 / Heft 105)

er Richard Oberhuber stellt in 
i aus 
diesjährige „Prager Frühling" ist 
: nur ein Fest der Musik, sondern 
nden in dieser Zeit auch inter- 
inale Ausstellungen statt. So 
zntiert Prag neben englischer, 
scher, italienischer Kunst (und 
r einer mexikanischen Bild- 
rin) das Werk von nicht weniger 
lrei Osterreichern. Es sind dies 
Wotruba, Carl Unger (über 
1 Ausstellungen noch gesondert 
Jerichten sein wird) und der 
er Peter Richard Oberhuber (Abb. 
25). 
es in Prag an Ausstellungslokalen 
von den staatlichen Museen 
sehen, gehört dem tschecho- 
akischen Künstlerverband. In den 
er adaptierten Räumen der Ga- 
U Recickych, die in einem 
chen kleinen Barockhaus unter- 
acht ist, sind 41 Olbilder und 
Graphiken und Aquarelle von 
r Richard Oberhuber zu sehen: 
ben und Landschaften, Darstel- 
an aus der Welt der Artisten, 
Clowns, des Faschings, des 
erspielzeugs, des Sports, auch 
ie, die dem Leben der Fischer 
dmet sind und eine, welche 
Gedenken an die Katastrophe 
Hiroshima gilt. Das Ensemble 
cht vor allem durch seine starke. 
ieradezu festliche Farbigkeit. 
huber, der 1945-1960 Leiter der 
er Kunstgewerbeschule war, hat 
 
lmerabende 
larockmuseum 
neue Möglichkeit hat die Öster- 
ische Galerie geschaffen, das 
ckmuseum im Unteren Belvedere 
am Abend in stimmungsvoller 
e den Kunstfreunden zu öffnen. 
Besucher erwartet ein wohlabge- 
nter Rahmen großer Kunstwerke 
ron MaulbertscnTroger, Kremser- 
nidt, Brandt, Donner, Giuliani und 
loser. 
ungen - auch in fremden Spra- 
- werden eine völlig neue Art der 
antation vermitteln. 
rreichisches Barockmuseum im 
ren Belvedere in den Monaten 
und August an jedem Donners- 
tbends von 20.00 bis 22.00 Uhr. 
ang: Wien III, Rennweg 6a 
 
24 
seinerzeit selber an der Kunstgewerbe- 
schule in Wien, unter anderem bei 
Josef Hoffmann, an der Wiener 
Akademie der bildenden Künste und 
schließlich in Italien, bei Gino Severini, 
studiert. 
Nicht zu übersehen ist die Berührung 
mit franzosischer Kunst. Die Im- 
pressionisten, die Fauves und Cezanne 
haben auf diese Malerei eingewirkt. 
Das sinnliche Vergnügen an der 
Farbe geht mit einem ordnenden, 
konstruktiven Prinzip Hand in Hand. 
Der Raum wird meist nicht als 
Tiefenraum, sondern als ein Vor- und 
Hintereinander von Flächen wieder- 
gegeben. Das Architektonische des 
Bildbaues ist Ausdruck einer inneren 
Haltung und zugleich Weltbefund. 
Der Künstler abstrahiert auf eine 
Gesetzmäßigkeit hin (freilich ohne je 
wirklich vom Sinnenhaften abzu- 
lassen), weil er Ordnung, Gesetz- 
mäßigkeit nicht allein für ein Prinzip 
der Kunst, sondern der erscheinenden 
Dinge selber hält. 
Dies ist keine Malerei des Ekels. 
Bemüht um die Schönheit der Welt, 
weiß sie freilich auch um deren Ernst. 
In manchen Bildern Oberhubers ist 
Tragik, ein Gesang der Vergänglich- 
keit, eine leise Melancholie. Zu dem 
überlegten Bau von Oberhubers Ge- 
mälden steht die Unmittelbarkeit des 
ersten Eindrucks in einem reizvollen 
Kontrast, welche des Künstlers gra- 
phische Blätter kennzeichnet. 
Johann Muschik 
25 
BILDTEXTE 23-25 
23 Peter Richard 
Oberhuber, Kin- 
deilasching, 
1969. Ol, 61K 
75 cm 
24 Peter Richard 
Oberhuber, Ge- 
fäße, 1969. Ol, 
75x61 cm 
25 Peter Richard 
Oberhuber. 
Meeresfruchte, 
1966. Ol, 54x 
73 cm (Abb. 23 
bis Z5 aus der 
Ausstellung des 
Künstlers im 
Rahmen des 
.Prager Fruh- 
Ilng", Prag) 
Österreichisches Museum für an- 
gewandte Kunst 
l AUSSTELLUNG „DER BILDHAUER 
ANTON HANAK 1875-1934" 
Derzeit wird im Säulenhof des Mu- 
seums die im Rahmen der „Wochen 
der Bildhauer - Sommer '69" lau- 
fende Ausstellung ,.Der Bildhauer 
Anton Hanak 1875-1934" noch bis 
zum 31. August 1969 gezeigt. Diese 
Ausstellung ist nach dem Tode Anton 
Hanaks im Jahre 1934 die erste, die 
in einem staatlichen lnstitut statt- 
findet. 37 Plastiken in Marmor, Gips, 
Ton und Metall sowie 70 Hand- 
Zeichnungen, meist Studienblätter zu . 
plastischen Arbeiten werden gezeigt. 
Die Ausstellung ist täglich, auch Sonn- 
und Feiertag, von 10-18 Uhr ge- 
. öffnet. Führungen unter Tel. 72 56 96 
Nach der Dreimannausstellung 
„FRUHTRUNK - GIRKE - PFAHLER" 
veranstaltete die Kestner-Gesellschaft 
Hannover eine große Kollektivschau 
mit Malerei und Graphik RENE 
MAGRITTES. 
Bis 21. Juni zeigte die Galerie O. 
Stangl, München, neueste Arbeiten 
von NlKl DE SAINT PHALLE: Plasti- 
ken, Zeichnungen und Graphik. 
Skulpturen des 1923 in Pamplona 
geborenen Columbianers EDUARDO 
RAMIREZ waren bis Mitte Juli in der 
Galerie Buchholz in München, Maxi- 
milianstraße 29, zu sehen (Abb. 26). 
Der vormalige Präsident des Berufs- 
verbandes der bildenden Künstler 
Osterreichs, Akad. Bildhauer Pro- 
fessor ALFONS RIEDEL, verstarb am 
1. April dieses Jahres im Alter von 
achtundsechzig Jahren. 
Die WERNER-BERG-GALERIE der 
Stadt Bleiburg wurde am 11. Mai 
wiedereröffnet und kann täglich bis 
5. November 1969 besichtigt werden 
(Abb. 27). 
CLARENCE F. GIESE, der in Wien 
lebende amerikanische Maler, zeigte 
neue Bilder in der Galerie Mazzuchelli 
in Florenz. 
Malerei, Graphik und Plastik von 
EVA MAZZUCCO war im Haus am 
Kleistpark in Berlin zu sehen. 
Die Galerie Heide Hildebrand, Klagen- 
furt, zeigte im April neue Bilder der 
in Paris lebenden Kärntner Malerin 
MARIA LASSNIG, die zusammen mit 
einer kleinen Kollektion von Malereien 
ihres Pariser Kollegen GERARD TIS- 
SERAND zu sehen war (Abb. 23). 
1928 bis 1955 entstandene Gouachen 
und Zeichnungen von FERNAND 
LEGER stellte im Mai-Juni die Galerie 
Günther Franke in München vor. 
Ein Kunstgespräch mit Vorträgen von 
Rupert Feuchtmüller und Walter Ecken 
verunstaltete die Leitung des SYM- 
POSIONS LINDABRUNN. 
Die Maerz-Galerie, Linz, zeigte zu- 
Ietzt Ausstellungen von HEINZ 
STANGL, Wien, und dem oberöster- 
reichischen Architekten-Designer- 
Team„HAUS-RUCKER-CO", das un- 
ter dem Titel „Vanille-Zukunft" neue 
Objekte präsentierte. 
Malerei und Plastik von EDUARD 
DIEM war in der Werbeagentur 
Lintas in Wien zu sehen. 
Die Galerie Marktgasse in Salzburg 
zeigte im April Kunstharzbilder und 
Eisenradierungen von GUNTHER 
KRAUS. 
Zu einer Präsentation zweier Neu- 
erscheinungen der EDITION TUSCH 
luden Herausgeber und Verleger 
(Schroll, Wien-München) in das 
Atelier Alfred Hrdlickas im Wiener 
Prater: die als Auftakt einer neuen 
Kunstbuchreihe fungierenden Bände 
gelten dem druckgraphischen Guvre 
von Alfred Hrdlicka und Adolf Frohner. 
Verfasser der einleitenden Texte ist 
jeweils Kristian Sotriffer. 
ARS PHANTASTICA, insbesondere 
Arbeiten von Künstlern der Wiener 
Schule des phantastischen Realismus, 
präsentiert seit kurzem die Galerie am 
Haus der Kunst, München. P. B. 
Londoner Antiqu ätenmarkt - 
führend in der Welt 
Grosvenor House 11,-26, Juni 1969 
Seit den Anfangen im Jahr 1934 ist der 
Londoner Antiquitatenmarkt zum schoristen 
und bedeutendsten Anlaß dieser Art in der 
Welt geworden. Alljährlich sind dort 7c fuh- 
rende britische Antiquitatenhandler vertreten 
mit einer umfassenden Auswahl ihrer Glanz- 
stucke, Mit Ausnahme der Leihgaben steril 
jeder ausgestellte Gegenstand zum Verkaul 
bereit und muß vor 1830 hergestellt worden 
sein. 
Sammler. Kunsiexperten und Kenner aus 
allen Teilen der Welt besuchen den Londoner 
Antiquiratenmarkt. 
Das englische 
Konigshaus hat für den 
Antiquitälenmarkt immer schon und so auch 
, hSUSf sein besonderes Interesse gezeigt, und 
hervorragende Schätze aus seinen offent- 
lichari und privatun Sammlungen werden 
seit 1947 zur Ausstellung geliehen. 
Bl LDTEXTE 26-28 
26 
27 
28 
Eduardo Ramirez, Skulptur aus der Aus- 
stellung des Kunstlers in der Galerie Buch- 
holz in Munchen 
Werner Berg, Bauerinnenantlitz. Holz- 
schnitt (Pbd, l - aus der wiedereroffneten 
Werner-Berg-Galerie der Stadt Bleiburg) 
Maria LESSHIQ, Gegenüberstellung, 1967. 
73 X 92 cm 
55
	        
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