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Volltext: Alte und Moderne Kunst XIV (1969 / Heft 105)

Buchbesprechungen 
Klara Garen, Meister der Weltkunst; 
Museum der bildenden Künste Buda- 
pest. Corvlna, Budapest 1967. Z2 Seiten, 
g; ganzsaitige Farbtafeln. Format 32x 
cm 
Der Bildband der Galerie des Museums der 
bildenden Künste in Budapest enthält eine 
rsprasantative Auswahl von Hauptstüsken der 
Galerie, die in einer Einleitung in ihrer kunst- 
historischen Besonderheit geschildert Werden. 
Ein Katalog bringt die notigen Angaben, vor 
allem über die Provenienz der einzelnen Werke. 
Die Autorin, Direktor der Galerie, hat in dieser 
P blikation das Hauptgewich or allem auf 
die italienische Malerei gelegt, in der Buda- 
pester Galerie sehr gut vertreten lSt (26 Tafeln). 
Die Auswahl der Werke wird beeinflußt durch 
eine kurz vorher erschienene Bildpublikation 
(Budapest-Leipzig 1960), deren Reproduk- 
tionen nicht wiederholt werden sollten. Die 
Autorin hat sich daher mit Erfolg bemüht, 
einige bedeutende, wenn auch allgemein nicht 
so bekannte Gemalde in das verdiente Licht 
der Betrachtung zu rücken, wie z. B. das in 
einer Doppeltalel reproduzierte Bild Lottos mit 
dem schlummernden Apoll, das späte Werk 
Zurbarans mit der HI. Familie oder das frühe 
Werk Cranachs mit der Verkündigung an 
Joachim. 
Der Druck der Tafeln ist zum größten Teil sehr 
gut, bei einigen schwer reproduzierbaren 
Stücken stort etwas die - übrigens meist 
unvermeidbare - Uberbetonung der Rot-Gelb- 
Platte (Luini, Rubens. Dou). Günther Heinz 
  
 
Margarethe Poclt-Kalous, Die Gemälde- 
galerie dar Akademie der bildenden 
Künita in Wien, Bearbeitung des Bild- 
te Her ort Hutter. Wien 1968. 
211 Selten mit 24 farbigen und zahlrei- 
chen schwarzwaißen. meist ganzseitigen 
Abb, Parsonenregiator Ln. (: Veröffent- 
lichungen dar Akademie der bildenden 
ltgnräg in Wien, Neue Folge Band II). 
o .- 
Dia Gemäldegalerie der Akademie, hervor- 
gegangen aus einer Sammlung von Auf- 
nahmearbeitan und Preisstücken und groß- 
artig erweitert durch zahlreiche Legate und 
Schenkungen. führt noch heute .den Charakter 
einer Privatsammlung großen Stiles von der 
Wende des 1B. zum 19. Jahrhundert klar vor 
Augen". Margarethe Foch-Kalous schildert die 
Geschichte dieses Jebendigen Lehrbehelfes" 
der 1552 gegründeten Akademie; Heribert 
Hutter hat den hervorragend klaren und den- 
noch knappen Katalogtail gearbeitet, der weit 
mehr enthelt, als der bescheidene Titel .,Bild- 
legenden" erwarten läßt. 
Poch-Kalous, die die Umstände der verschie- 
denen Schenkungen urid Legate getreulich 
schildert, beschreibt auch sehr lebendig das 
Wirken der Kustoden Ferdinand Georg Wald- 
müller und Josef Führich. Damals war das 
Kopieren von hervorragenden Werken der Var- 
gangenheit noch ain wichtiger Teil der Aka- 
demielehre, was sich auch darin zeigt, daß 
Maria Theresia 1773 den Künstlern in der 
Stallburggalerie einen besonderen Raum zum 
Kopieren einrichten ließ. Diese alte Lehr- 
auffassung wandelte sich aber schon unter 
Waldmüller, der 1830 durch die Eindrücke 
seines Pariser Aufenthaltes zur selbständigen 
Naturbeobachtung vorgestoßen war und sich 
in zwei Schriften iir die Aufhebung sämtlicher 
Akademien und sogar für die Rückgabe der 
Gemäldegalerie ausgesprochen hatte. - Nach 
Führichs Bemühungen um __die Schenkung 
Ferdinands l. wird dann die Ubersiedlung der 
Galerie in den Akademie-Neubau behandelt; 
hier wüßte man gern ein wenig mehr über die 
noch vorhandenen Aufstsllungsplane der da- 
maligen historischen Hangung mit ihrem 
dichten Uber- und Nebeneinander, die doch 
als Bildungsprogramm zu verstehen war. Die 
Autorin berichtet auch über Diebstähle und 
die Kontroversen um den 1907 erfolgten An- 
kauf von Tizians Jarouinius und Lucretia" und 
behandelt ausführlich die neueren Legale und 
Schenkungen. Nicht un ig für den älteren 
Akadomiabetrieb und sein Lehrprogramm ist 
das Kapitel über Skulpturensammlung und 
Gipsmuseum, deren Bestände durch Kriegs- 
einwirkungen leider sehr dezimiert wurden und 
haute immer noch deponiert sind. Der Gips- 
abguß war damals eines der wichtigsten Lehr- 
mittel, nicht nur in der Akademie; so wurden 
im Österreichischen Museum für Kunst und 
Industrie gegen Ende des vorigen Jahrhunderts 
Zehntausende von Gipsabgüssen für alle 
öffentlichen Schulen der Monarchie herge- 
stallt. Die Vorbildersammlung von Gipsen der 
Akademie, die 1875 als erstes Elastisches 
Museum" Wiens aufgestellt wurde, war ja 
doch auch ein wichtiger Teil des Museums- 
programmes der Ringstraße. - Alles in allam 
ist das Buch mit seinen hervorragenden Ab- 
bildungen ein echter Cicerone einer liebens- 
werten Galerie. Horst-Herbert Kossatz 
 
Michael und Renate Hartl. Laokoon Aue- 
druck das Schmerzes durch zwei Ja r- 
tausende. Verlag Karl Thiemig KG. Mun- 
chen 1983, G4 S, mit 3 farbigen und 
44 achwarlwolßon Abb" Literaturver- 
zeichnil, Ln.. DM 12,80 
Das Schicksal des wahrhaft bedeutenden 
Kunstwerke: zeigt sich nicht nur in der Uber- 
lieferung seines materialan Bestandes, son- 
dem auch in den oft sehr verschiedenen Inter- 
pretationen, die die jeweiligen Zeitgenossen 
für angemessen oder richtig hielten - was 
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nicht dasselbe sein muß. Außerdem ehort 
ru seinem Schicksal die auslösend betuch- 
tende Wirkung, die es auf andere Künstler 
hatte, eine Wirkung, die sich wiederum in 
Kunstwerken ablesen läßt. 
Nur in wenigen Kunstwerken ist ein Allge- 
meines so im Besonderen erlaßt werden, wie 
es bei der Laokoongruppe der Fall ist. Da die 
Gruppe zugleich in ihrem Bewegungsdrang 
ein Grenzfall des Staluarischen ist, wurde sie 
immer wieder als Exempel für ästhetische Uber- 
legungon verwendet. Glossierend schrieb 
Gustav Theodor Fechner im vorigen Jahr- 
hundert: _von Laokoon zu sprechen ohne 
eine Kunstanmerkung zu machen, wurde selbst 
wenig Kunstbiidung verrathen." Schon Tizian, 
der die Gruppe als Affen karikierte, hatte damit 
wahrscheinlich den Götzendienst um dieses 
Kunstwerk geißeln wollen. 
Die Autoren des vorliegenden Buches, das 
ein breites Leserpublikum anzusprechen ver- 
sucht, führen von verschiedenen Seiten in den 
Themenkreis ein, interpretieren die Gruppe 
aber vor allem als Ausdruck des Schmerzes, 
sozusagen als einen künstlerischen Arche- 
typus. Sie untersuchen die Gruppe motiv- 
geschichtlich und formalikonographisch, ver- 
zichten jedoch auf eine Diskussion der ikono- 
logischen Probleme, die dieses Kunstwerk ent- 
liall. Natürlich - jeder Antiquariatsbesucher 
weiß, daß man mit der Laokoonliteratur 
Schranke fullen kann - konnte hier nur die 
Beschränkung zu einem Ergebnis führen, Die 
Autoren, die sich durch physiognomisch- 
mimisch: Studien im medizinischen Bereich 
ausgewiesen haben, haben sich besonders von 
der physiognomischen Seite her für die Gruppe 
interessiert und stutzen sich da auf die elektro- 
bhysiologischen Untersuchungen der mim? 
schert Muskulatur durch Duchenne (1855). 
Alles in allem ist das Buch ein Lesebuch, das 
in den Themenkreis einführt und zum Nach- 
denken anregt. Horst-Herbert Kossatz 
Alfred Hrdlicka. Drei Zyklen: Winckel- 
rnann, Haarmann. Roll over Mondrian. 
Etuy und Bildtexte Johann Muschi. 
32 Faksi "Ins-Reproduktionen. davon fünf 
mehrfarbige. Verlag für Jugend und 
Volk. Wien-München. Ln.. öS 340,-, 
Luxuuusgabe mit Originalradiorung (Nr. 
1-99) ÖS 1200,- 
Kriotian Sot "ffer. Alfred Hrdlicka, Run- 
dolactil. Mit einem Warkltatalog limt- 
lichar Radierungen 1947-1968. 102 5., 
24 Bildsaiten mit dem Zyklus "Rande- 
lsctil". Oeuvraverzeichnis mit 200 Num- 
marn (alle abgebildet) "Manna tngabe 
kartoniert. öS 328 a Luxuoa lgaba 
(Nr. 217220) mit 4 signierten Original- 
radiarungen. 65 B00 Verlag Anton 
Schroll lt (30.. Wien-München (Edition 
Tuach) 
Die unlängst veröffentlichten Monographien 
zum graphischen CEuvre von Alfred Hrdlicka 
sind die wohl wesentlichsten Publikationen, die 
bisher über den Künstler erschienen. Sie sind 
ein sichtbarer Beweis für die Wertschätzung, 
die Hrdlicka genießt. Vergessen wir nicht, wie 
schwer der Weg war, den es zurückzulegen 
galt; Hrdlicka trat zu einem Zeitpunkt ins 
Kunstleban, zu dem Wien gänzlich der abstrak- 
ten Kunst in ihrer informellen Variante huldigte. 
1960, als Hrdlicka mit Martinz in einer Aus- 
stellung in der nicht mehr existenten Zadlitz- 
halle zum erstenmal vor die Öffentlichkeit trat, 
wurde er mit Mißtrauen und Ablehnung als 
krasser Außenseiter zur Kenntnis genommen. 
NAIlS und moderne Kunst" darf es sich hoch 
anrechnen, in Nr. 51 (1561) eine allererste 
Lanze für ihn gebrochen zu haben, Wie be- 
zeichnend, daß der betreffende Aufsatz den 
Titel .Die Stimme eines Unzaitgamäßen" trugl 
Seither het Hrdlicka bei zahllosen Wett- 
bewerben und Ausstellungen in aller Welt 
nicht nur Aufsehen erregt. sondern auch Preise 
und Ehrungen einheimsen können. Und haute 
kommen auch die Skeptiker nicht umhin, ihn 
zur Kenntnis zu nehmen. ob er ihnen nun 
liegt oder nicht, 
Hrdlicka: großes Anliegen ist der Mensch, so 
wie er wirklich ist; in inhaltlicher wie in 
formaler Hinsicht geht es ihm um die Über- 
windung des ,.Art pour I'Art", der ästhetischen 
Lüge. Er war. ist und bleibt ein unerbittlicher 
Vertreter einer von ihm erkannten, sehr bitteren 
Wahrheit; sia lautet ungefähr Der Mensch 
ist ein armer Hund, hin- und hergerissen von 
den Mächten des Triebes, ständig und letztlich 
erfolglos bemüht, ihn zu kompensieren. Der 
bürgerliche Mensch frönt einem Scheinbild, 
er flüchtet in bläßliche, verlogene, irreale 
Ideale, Nur allzu leicht bricht sein Traum- 
gebäude zusammen, und dann offenbart sich 
der Mensch als das, was er ist. nämlich als 
Scheusal, das vor nichts zurückschrackt, Aber 
gerade dieses sein Elend ist auch seine Größe: 
er erträgt und erleidet sein Schicksal, Ver- 
brecher, Dirne oder Irrer sein zu müssen, mit 
unbawußter Geduld und Würde, dann ihm ist 
die Kraft des Glaubens gegeben. Dia Mörderin 
Martha Beck glaubt an die Liebe, sie mordet 
und leidet um ihretwillen. Haarmann, der homo- 
sexuelle Mörder, ist der einzige glaubwürdige 
Asthet, denn er mordete kunstgerecht und 
leistet ..saubere Arbeit" um ihrer selbst willen. 
Winckelmenn, der homosexuelle Vater der 
Kunstgeschichtsschreibung, erfindet die Le- 
benslüge von der .edlan Einfalt und stillen 
Größe" und bestimmt das Denken vieler Gena- 
rationen, Selbst Mcndrian, ein perfekter N 
rnalmensch schlechthin. sieht sich bemüßigt, 
 
 
 
aus der Bunlheit und Fulle des Daseins in die 
totale lnhalts- und Bedeutungsentleerung und 
damit in ein System von Farbkasteln und 
Linearstrukturen zu fluchten, und begeht da- 
mit eine folgenschwere, aber heroische Fehl- 
Ieistung. 
Die Irren schließlich, die mit Randolectil ge- 
bändigt werden, fuhren ein Dasein unaufhor- 
Iichen Transzendentierens, ihr Leben in der 
Holle und im Fegefeuer, beherrscht von 
Doktor, Tod und Teufel, mündet in Auf- 
erstehung . , . 
Hrdlicka ist alles andere, nur kein illustrativ 
veranlagter Literat. was er gestaltet, hat er 
entweder selbst erlebt oder sich mit seinem 
Themenkreis so identifiziert und ihn dermaßen 
zum persönlichen Anliegen gemacht, daß das 
Uberlieferte, Erlernte zu blutvoller Wirklichkeit 
ersieht. 
Wir glauben, daß Muschik der Personlichkeit 
r-irdlickas gerechter wurde als Sotnffar. Der 
Ästhetizismus, den Hrdlicka bakampft, ist letzt- 
lich eine Folge mißverstandeneri und fehl- 
interpretierten Gedankengutas von Platon; 
wenn Sotrifler Hrdlickas Kunst als der Tradi- 
tion des 19. Jahrhunderts entsprungen glaubt 
und zahlreiche. sogar ins 1B. Jahrhundert 
zurückgehende Vorbilder (Hogarth, Goya, aber 
auch Gericauli) nachwelsr, irrt er im Prinzip: 
Hrdlicka ist nur dann zu begreifen, wenn man 
ihn als Künstler zur Kenntnis nimmt, der nie- 
mals bemüht war, sich Modeströmungen zu 
unterwerfen und das internationale Blabla 
nachzuplappern. Hrdlicka hat sich einen Dreck 
um das geschert, was die anderen taten und 
redeten, er hat sich keine .Masche' aufzwingen 
lassen, sondern folgte lediglich seiner eigenen 
inneren Stimme. Er ist aber auch alles andere 
als ein ßngagierter" Künstler. Er will die 
Welt nicht verbessern, er will nur zeigen, wie 
er sie und die Menschen sieht, sine ira et 
studio. Aus solcher Gesinnung heraus ist er 
selbst zum Stilbildnar geworden, zu einem der 
so ungeheuer seltenen echten Nonkonlor- 
misten und damit zu einer dem schöpferischen 
Persönlichkeit, wie sie in unserer geschwätzi- 
gen und ernsigen Kunstproduktionsgesell- 
Schaft kaum mehr anzutreffen sind. 
Beide Publikationen sind bestens ausgestattet, 
äußerst seriös und von echtem Informations- 
wert. Auch hier gebührt die Palme Prof, Johann 
Muschik, der in seinem Essay eine Unmenge 
von Quellen erster Hand zitiert und damit einen 
echten Beitrag zur Forschung lieferte. Sotrilfers 
Hauptverdienst liegt in der Korrektur und Er- 
gänzung des 1963 beiWelz und 19GB im Kata- 
log der Albrecht Dürer-Gesellschaft in Nürnberg 
erschienenen CEuvreverzeichnisses. 
Ernst Koller 
Kristian Sotriffer, Adolf Froriner - Das 
vulgäre Ballett. Mit einem Werkkatalog 
sämtlicher Radierungen 1959 bis 1968. 
70 Seiten, Z4 Bildtafeln. Oeuvrekatalog 
mit Abb.. Orig. Karton: Normalausgabe 
S 250 . Vorzugsaulgabe mit 4 signierten 
orig. Radierungen S 700. (Edition 
Tu ch im Verlag Anton Scftroll B: (30.. 
Wien und München). 
Die ..Neo-Vulgarians" sind nach Kristian 
Sotriffer. dem Autor der Monographie über 
den Wiener Radierer Adoll Frohner, Leute, die 
sich bemühen, ..zwischan den uns umgebenden 
tagl'chen Erscheinungen und der Kunst eine 
Brücke zu schlagen". Na bitteschön, wir 
Heurigen sind in dieser Hinsicht Kummer 
gewöhnt, ..Art brut" a la Dubuffet hat auf 
allen Linien, im Film wie auf der Bühne und 
in der bildenden Kunst, gesiegt und verfügt 
über eine nicht allzu große, aber zu allem 
entschlossene, Gefolgschaft, die vor nichts 
zurückschreckt. 
Frohner, Jahrgang 1934, im wesentlichen 
Autodidakt, ist dabei ein absolut ernstzu- 
nehmender Künstler, dessen Entwicklungs- 
gang durchaus logisch verlauft und dessen 
Werk über zahlreiche zeitkritisch-ethische 
Aspekte verfügt, Setrillar legt überzeugend 
dar, warum bei seinem Protagonisten alles so 
kommen mußte, wie es kam. Vor einem Jahr- 
zehnt begann Frohner als .Matarialkünstler', 
halb Bildhauer und halb Maler, der gleich 
seien Vorbildern Mühl und Brus (siehe 
Unrversitätsbesudelung vom Vorjahr) Lein- 
wände mit Farben und anderen, nichtmale- 
rischan Materialien bekleisterta, zerfetzte und 
verdreckte: Bekenntnis zum Chaos. das 
Kunstwerk als nihilistischer Akt. Dann der 
Schritt zur Graphik: das Gesudel wird um- 
gesetzt, unterwirft sich der Diktatur der Flache 
und den Drdnungswerten von Technik und 
Komposition, Unter Einfluß von Arnulf Rainer 
entstehen schattenhaft-wirre, gekritzelte Flä- 
chengebilde. aus denen allmählich wüste. 
alptraumhafte Nacht- und Nacktgebilde un- 
appetitlicher Waibslaute heraustreten. ein 
ganzes .vulgäres Ballett". wie Frohner diesen 
1967165 entstandenen Zyklus benannte. Vom 
inhaltlichen her gesehen unzweifelhaft eine 
lronisierung des Sex-Unwesen: unserer Zeit, 
vom Formalen her ein sehr entscheidender 
Schritt auf dem Wege aus dem totalen Chaos 
ans Licht des Gebiindigten. bewältigten, Auch 
das Schaurig-Scheußlicho bei Frohner wird 
erträglich durch technisches Raftinement, 
durch virtuoses Konnertum: man kann alles, 
wenn man nur über ausreichendes, sicheres 
Können verfügt. Gerade bei diesem Buch war 
die Beifügung eines CEuvteverzeichnisses 
besonders wichtig; man versteht Frohner nur 
dann. wenn man weiß. woher er kommt und 
welchen Weg er zurückgelegt hat. 
Ernst Küller 
EINGELANGTE BÜCHER 
Ursula Pfistermeister, Verborgene Kostbarkei- 
ten. Bd. 9, Rund um Frankfurt, Teil I, (Südost). 
104 Saiten. 4B Abb., Hln. Verlag Hans Carl, 
Nürnberg 1969, DM 9,80 
Helga Freifrau von Heintze, Die antiken Porträts 
in Schloß Fasanarie bei Fulda 121 Seiten. 
140 Bildtafeln, Hin-Verlag Ph p von Zabern 
- Ermisch E! Co., Mainz am Rh n,196B 
  
	        

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