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Volltext: Alte und Moderne Kunst XV (1970 / Heft 109)

gestiftet hattel4 und mit Kameen schmücken 
ließ, von denen eine in der Überlieferung, 
als Kronstantin-Darstellung galt, eine andere 
als S EA durch Eingravierung zu Karls 
Zeit gekennzeichnet wurde und eine dritte 
von Hans Wentzel eindeutig als eine in 
Venedig hergestellte „bjczantinischß Kamee 
mit Konstantin und Helena, das Kreuz er- 
höhend, erkannt xvurdeli Später, um 1410, 
wird Karls Sohn und Nachfolger Wenzel IV. 
in eacalmliozzr runde rrzzri: mit seiner (iemahlin 
(oder wohl Mutter Anna v. Schxxeitlnitz?) 
im Brcvier des Bencs von Waldstein abge- 
bildet, die Rolle von Mann und Frau werden 
dabei bezeichnenderweise vertauscht, sie über- 
nimmt die fromme Initiative. 
Bereits Friedrich l. Barbarossa ließ sich mit 
Kaiserin Beatrix als Konstantin und lielena 
auf dem von ihm geprägten „Hohlpfennig" 
nach hyzantinischem Brauch darstellen. Um 
1350 werden, wie A. Cutler nachwies, in der 
Absicht, das Erbe des geschwächten Byzanz 
angesichts der Türkengefahr anzutreten, die 
Grundtypen hyzantinischer Münzbildcr (Ant- 
litz Christi, Kreuz, Konstantin und Helena 
mit Kreuz, Proskynese des Kaisers vor 
Christus, der ihm die konstantinischc Lon- 
ginus-Lanze übergibtyauf Münzen von Vene- 
dig und Serbien ühernommenlö. Bei Karl IV. 
hat bereits Karel Chytil auf die Proskynese 
des Kaisers vor St. Wenzel als Vertreter 
Christi, beide mit Thorax-lepidothos-Rüstung, 
auf dem Gründungssiegel der Universität hin- 
geWiescnW. Veraikon und Kreuzeskult ist 
für Karl gleichfalls belegt, und was den 
„Konstantin- und Helene-Typ" angeht, so 
sind wir eben dabei, an Hand der Karlstcincr 
 
 
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