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Volltext: Alte und Moderne Kunst XV (1970 / Heft 109)

Jgcx (II-UN 1761). "Prnm hull cmcn Km 
clnwand. 47.5 '61 (m. Hrukrntlml-Muxurn 
Teodor Ionescu 
PAUL TROGER-BILDER 
IM BRUKENTHAL-MUSEUM 
20 
In der Zeitschrift „Arte Veneta"! hatte ich 
seinerzeit (1966) dem Dalmatincr Federico 
Benkovitsch drei Bilder des Brukcnthal- 
museums zugeschrieben, von denen sich 
kürzlich zwei, die an der Venediger Aus- 
stellung „Da! Ricci a1 Tiepolo" teilgenommen 
haben, als sichere Werke Paul Trogers er- 
wiesen haben: „Petrus heilt einen Kranken" 
und „Sokrates wird zur Flucht aus dem Kerker 
bewogen"2. Beide Bilder sind in Öl auf Lein- 
wand gearbeitet, was sie als Gegenstücke 
charakterisiert (47,5[48X6Z cm). Sie stammen 
aus der Sammlung des in Hermannstadt 
tätigen Wiener Malers Frans II Neuhauser 
und galten als Werke von johann Ignaz 
Mildorfer. 
Im Vergleich zu den signierten Mildorfefschen 
Bildern im Wiener Schottenstift, auf die uns 
Dr. Hans Aurenhamrner aufmerksam machte, 
mußte uns die Urheberschaft Mildorfers, die 
auch Th. von Frimmel anerkannt hatte 3, 
zweifelhaft erscheinen. Gestützt auf das auf 
Grund von Fotografien abgegebene Urteil der 
Kunstwissenschaftler Roberto Longhi, Ro- 
dolfo Pallucchini, Wart Arslan, Grgo Gamu- 
lin und Kruno Prijatelj, schien uns die 
Schreibung an Federico Benkovitsch, die 
Dr. Pictro Zampetti annahm, die wahrsc 
lichste. 
Nachdem aber auf der Ausstellung in Vex 
die Werke „de visu" studiert werden kon 
schrieb uns Herr Grgo Gamulin, cr hege 
die feste Überzeugung, daß die BlldCI 
Troger in Anspruch genommen w: 
müßten, wobei er den „Tod des hl. Jt 
und dic „Steinigung des hl. Stephan" - 
würden noch das „Abendmahl" hinzufügt 
die alle im Katalog der Troger-Retrospe 
von 1962 abgebildet sind, zum Verg 
heranz0g5. 
In dem oben angeführten Aufsatz hatte: 
schon festgestellt (S. 270), daß der 
gebahrte Kranke aus dem l-lcrmannst 
Bild, „Petrus heilt einen Kranken", 
beinahe identisch in Trogers „Tod de 
Josef" aus dem Grazer Museum wi 
findet, was uns damals ernste Zweifel bei 
mußte, da es zumindest seltsam erscl 
daß ein Künstler vom Rangc Troger. 
solches „Plagiat" ausgeführt haben kä 
was wir aber durch Benkovitschs Ei
	        

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