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Volltext: Alte und Moderne Kunst XV (1970 / Heft 112)

der Rand an den beiden Seiten ist gleicher- 
ac mit Miniaturen atisgestattet. lm linken 
ift des U-Initials steht der Erzengel 
iriel, im lnncnfeld des Buchstabens die 
Maria. Gemeinsam stellen sie eine nMariae 
kündigung" dar. Im rechten Buchstaben- 
.ft kniet ein Mönch mit einem schlecht 
aren Textband in Händen. Am oberen 
d erscheint die Büste Christi zwischen 
:n des hl. Petrus und hl. Paulus, am linken 
d unten ist die Gestalt eines heiligen 
lmfs, am rechten Rand der hl. lohannes 
Täufer (S. jnhannes baptist) und darunter 
stehende Figur des Erzengels hl. Michael 
"nichael archang) 7- (Abb. 4) zu sehen. 
se reichere Figurierung ist in der Requi- 
ikammer der Avignuner Werkstatt gut 
IIIFII, wir wollen hier nur auf die drei 
:hen Büsten am oberen Rand des für das 
ster Schildesche bei Bielefeld erlassenen 
aßbriefes vom 1. Hai 133311, auf das 
lal von ähnlicher Struktur des Schreibens 
Kirche der hl. Maria in Zell am Moos 
i 14. Juni 1336 und auf die ebenfalls 
liche Anordnung der drei stehenden Hei- 
nfiguren auf den äußeren Rändern des 
zurnents der Pfarrkirche des hl. johannes 
in Wels vom 17. juni 1335 11 hinweisen. 
malerische Stil wie auch die Kompo- 
xn dieses Ablaßbriefes fügen sich organisch 
iie Art und Manier der Miniaturen der 
'kstatt von Avignon. Wenn cs infolge der 
ken Ähnlichkeiten häufig auch schwierig 
die Wlerke der Älaler des päpstlichen 
ptoriums voneinander zu unterscheiden 
erscheint diese Scparierung im Falle der 
ialten Darstellungen des Älondseer Schrei- 
s als leichter durchführbar als im Falle 
Miniaturen anderer Diplome. Die drei 
portioniertcn, schlanken Figuren des lni- 
7 der Oberkörper des Älönches ist 
zalistisch verlängert 7 umhüllen fein ge- 
hnete kuttenartige Umwürfe, während die 
idung der Randfiguren von anderer Form 
etwas oberdächlicherer Zeichnung ist. 
zin vom Anschauen der Fotografie der 
unde ergibt sich unwillkürlich die Folge- 
g, daß das textbeginnentle Initial und die 
Jren am Rande von den Händen verschie- 
er Miniatoren gemalt worden sind. Der 
er des Initials war der entschieden be- 
tendere, während sein Antipodc, der min- 
Jegabtere, mit seinen Figuren, Porträts mit 
auseinander liegenden punktartigen Augen, 
: mit den Figuren des am 3. Mai 1340 
erten Diploms von Welslß verglichen 
den kann. 
x weitaus höherer Qualität, wenn auch 
tiger reich bemalt als obige Urkunde, ist 
vom 5. November 1339 datierte Ablaß- 
f der Pfarrkirclwc der Wiener SL-Stephans- 
he (Abb. S)". Auf diesem ist nur das 
ial von großem Format und mit hell- 
gen lila, gelben, roten und grünen Farben 
ialt. Im linken Schaft des Buchstabens 
heint die sitzende Figur des hl. Paulus, 
iber steht der Name „saulus", im Mittel- 
die Darstellung der Steinigung des hl. 
xhan, darüber ein das Thema erklärender 
t „passiv beati stephani prothomartiris", 
ien Händen des Märtyrers ein Textband 
der Aufschrift „ecce in deo celos apertos", 
 
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