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Volltext: Alte und Moderne Kunst XV (1970 / Heft 113)

 
. Form als Symbol. Architektur als Teichen 
011 Hood s- um Xh in Chicago, 192:). Auf- 
g der Form Zugunsten In. r scher tat-m; Unfähigkeit 
nzelncn, eine Form ZU sclu n-n 
 
  
z Erziehung beruht auf der klassischen 
g. 
rchitekt ist ein Maurer, der Latein ge- 
Hi. 
odernen Architekten scheinen aber mehr 
intisten zu sein." 
os' unermüdlichem Streben nach Voll- 
enheit lagen weitere Bedenken gegen 
Ilißbrauch des Ornaments begründet. 
gen den häufig vertretenen Meinungen, 
IS Praktische die Schönheit ausschließe, 
hönheit jedoch eine applizierbare Mehr- 
g im Sinne von Verschönerung sei, 
Loos: „Unter Schönheit verstehen wir 
zhste Vollkommenheit. Vollständig aus- 
geschlossen ist daher, daß etwas Unprak- 
tisches schön sein kann. Die Grundbedingung 
für einen Gegenstand, der auf das Prädikat 
,schön' Anspruch erheben will, ist, daß er 
gegen die Zweckmäßigkeit nicht verstößt." 
Der Lo0s'schen These fehlt also die unbedingte 
Eindeutigkeit von Sullivans „from follnws 
functi0n",und während sich der liunktionalis- 
mus mit der zweckmäßigen Form begnügt, 
ging Loos sogar über die Portierung nach 
ästhetischer Schönheit hinaus und präzisierte 
seine Forderung nach Vollkommenheit mit 
dem bekannten Zitat Leon Battista Albertis: 
„Ein Gegenstand, der so vollkommen ist, daß 
man ihm, ohne ihn zu benachteiligen, weder 
 
(1 Adolf Lons, Kaiser-Franz-losepli-Forurn mit Ministerien 
Kuiwrdetiklnal auf den Wicntr (Jartenbaugruxiden. Enn 
(nicht ausgeführt). 1'J1(il17. Verwaltung und Repräsenta 
des Staates: Form als Resultat tmbewußter (icsnmtnrlveit 
Menschen eine Kulturkreises 
etwas wegnehmen noch zugeben darf, 
schön. Dann eignet ihm die vollkommen: 
die abgeschlossenste Harmonie." 
Für Loos galt also wie für Gottfried Scm] 
und für Otto Wagner der Schönheitsheg 
des Sokrates. 
„Ich möchte zu bedenken geben, daß sich 
alten Griechen doch auch ein wenig .' 
Schönheit verstanden. Und die arbeiteten a 
nur praktisch, ohne im geringsten an Schön} 
zu denken, ohne einem ästhetischen Bcdü 
nisse nachkommen zu wollen. Wenn i 
Gegenstand so praktisch war, daß er nii 
mehr praktischer gemacht werden knnr 
nannten sie ihn schön." 
7 Adolf Lotvs, Das Haus um Mirhaelerplatz in Wien (VYL1 
HLHIS"). m10. Wictle ufnnhtne einer verlorenen llnugc 
nung Einfügung in tut- (ictnrirlstliaft 

	        

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