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Volltext: Alte und Moderne Kunst XV (1970 / Heft 113)

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Adolf Luxus, Villa lurntt. Hocbparlerrt- V der (iilftlßlhläüfalllll 
(m1 des Vorratututs) 
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Privaträunten entsprach der letzten Forde- 
rung. 
Die Abschirmung gegen das Außen 
manifestierte schon die strenge, kompakte 
Fassade, die nur durch drei langgestreckte, 
farbige Glasfenster durchbrochen wurde. Die 
Haustüre verdeckten strenge dorisclwe Sand- 
steinsäulen. Die turmartigen Hausecken und 
die einfachen geometrischen Formen der zwei 
ineinander gesetzten Kuben betonten den 
„FestungsWCharakter des Hauses. Dieser 
EHiekt wurde auf eine bewundernswert ein- 
fache XVeise erreicht: der Zubau bildete eine 
„Ummantelungf des alten Hauses, welches als 
Hauskern erhalten geblieben ist und 
ein weiteres Stockwerk erhöht e die nied- 
rigere Llmmantelung überragte. i Die Ge- 
gebenheit des Hauskernes, der von drei Seiten 
ohne direkte Verbindung mit dem Außen- 
raum und ohne Tageslicht war, gab Loos die 
Möglichkeit, die für das intimste Privatleben 
bestimmten Räume von den übrigen bewußt 
und wirksam ZlJZUSOHÖCXH. 
Trotz der betonten Hurixontalglierlerung der 
Fassaden, die nach Einfügung in die 
Landschaft strebt, bcvrahren die durch Risalite 
und Pfeileraufbauten betonten Hauseeken den 
geschlossenen, blockartigen Charakter des 
Hauses: nicht nur in der kompakten Straßen? 
fassadc, snndern auch in den beiden Garten- 
fassaden (zum See und zu dem „Dents du 
ÄlirlFS-(ielairgc, mit der schönsten Aussicht), 
mit ihren breiten Fensterreihen. Durch einen 
eigenartigen, fast unmerklichen perspektivi- 
schen Trick erreichte Laos die XXfirkung der 
fest zusammengefaßten Fassaden: die Breite 
der großen Fensteröllintingen in den zwei 
übereinanderliegenden Geschossen sowie die 
Breite Arkaden auf dem Niveau des 
Gartens nehmen beiderseits zur Mitte ab; 
so hat man den Eindruck, als 0b der ganze 
um 
der 
Bau von den Eckrisaliten fest zusammen- 
gehalten wäre, womit der Blockcharakter 
gewahrt bleibt. - In der vierten Außenwand, 
die zwischen den weit xiorspringenden recht- 
eckigen Llmmantelungs-Flügeln zurücktritt und 
mit der Nord-Außenmaucr des alten Hauses 
identisch ist, sind Fensterötfnungen verschie- 
dener Größe ausschließlich nach dem Bedürf- 
nis der lnnenräume durchgebrochen. Eine 
umlaufende Terrasse mit hoher Brüstungs- 
mauer deckt den Zubau, ein flaches, ausladen- 
des Dach den Hauskern. Der tiefe Vorsprung 
der licktisalite an der Nordseite wird mit 
einer Säulengalerie auf Gartcnniveau und einer 
PergnlailI-rrasse im Hnchparterre gemildert, 
ebenso die Rechteckigkeit sämtlicher Bau- 
elemente durch eine markante Abrundung des 
südwestlichen Eckrisalites. 
Das 
XiCr-rhsr-ln des Rrrhtr-ckiacn und des
	        

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