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Volltext: Alte und Moderne Kunst XV (1970 / Heft 113)

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enkmal in Leipzig illustriert wohl am besten, 
1 welche Richtung seine Ambitionen gingen. 
Es ist jedenfalls etwas an Nietzsche und 
Lichard Wagner Erinnerndes in der Art und 
Weise, wie diese vier Gestalten 7 Verkörpe- 
ungcn menschlichen Stolzes  7 unterhalb 
er Bekrönung des Gesamtentwurfes stehen. 
)ie Bekrönung selbst besteht aus einer Metall- 
uppel, die von Blumen gebildet wird 7 
ielleicht in Reminiszenz an die Kuppel der 
Uiener Secession. Blumen 7 seit undenklicher 
Zeit als Schmuck und Symbol der Hingabe 
 
 
lll. 
Der sorgfältig auf Steigerung der Wirkung 
hin gestaltete Zugang von außen hat seine 
genaue Parallele und Fortführung im Inneren. 
Sobald man die zweiHügelige Außentür hinter 
sich hat, kommt man durch eine weiße aber 
völlig fensterlose schmale Zone zu einer 
zweiten Doppeltür 7 eine Anordnung, die 
den liindruck erweckt, man sei durch etwas 
Tiefes und Massives hindurchgedrungen, ehe 
man das Vestibül, den ersten bedcutenderen 
Innenraum der Anlage, betreten konnte (Abb. 
SQGC, gßflflbl XYlC UHS UCgIIJULCUUC flUlll Ll 
der Deckenwölbung an die rahmenden Pn 
von den Fassaden erinnern kann. In 
Nischen stehen vergoldete Vasen, die 
oben beleuchtet werden. Zusammen mit 
dünnen Guldstreifen an der Decke und i 
Mosaik von Leopold Forstncr geben sie i 
Ganzen eine Atmosphäre festlicher Wü 
lm Fußboden aus weißlich geädertem Mar 
sind die beiden Hauptachsen des Rau 
schwarz eingelegt, wodurch der Eindi 
erhöht wird, sobald dieser Raum einmal 
treten wird, bleibe nichts dem Zufall ü 
lassen: die Älöbel, die Plastiken, welche 
Türen auf eingebauten Sockeln i-lankieren, 
die Bilder in ihren GoIdrahmenV nehmen 
der gleichen Unabwendbarkeit ihre präd 
nierten Positionen ein, mit der ein Besu 
dem Pfad folgen muß, der für ihn vc 
zeichnet ist. 
An beiden Enden der Querachse des Vesti 
öflnen sich verglaste Doppeltürcn. Die e 
führen in die große Mittelhalle, die and 
in einen Garderoberaum (Abb. 19, 20), 
dem aus man die Toiletten oder einen Kort 
zur Ncbenstiege und zu den KlUirtsch 
räumen erreichen kann, Die Garderobe 
angrenzenden Räume sind, im Kontrast 
Vestibül, ganz in Weiß gehalten, und im M 
liar herrschen einfachste rechteckige For 
VOIÜ. 
Wenn man aus dem Vestibül in die g 
Mittelhalle (Abb. 21) kommt, ist der Kon 
überwältigend, sowohl was Größe und R; 
höhe betrifft als auch in bezug auf L 
führung, Farbigkeit und räumliche Gestalt 
Der Raum der großen Mittelhalle mit i 
mannigfaltigen Ausweitungen und Ei 
hungen, mit ihrer Galerie und den eingeba 
Vitrinen ist schwer faßbar, aber nicht 
wirrend. Dafür, daß ein Gefühl der Ordi 
nicht verlorengeht, sorgen unter anderen 
strenge Axialität in allen Hauptblickrichtu 
und die Art und Weise, in der jede Nr 
einanderstellung von zwei Waterialien di 

	        

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