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Volltext: Alte und Moderne Kunst XVI (1971 / Heft 115)

1. Sie bedarf ihrer eigenen Vertiefung, um 
ipt erst einmal die Kraft zum Umschlagen zu 
in." 
tastet den benannten Bereich ab. Als Archi- 
IS allgemeiner Erfahrung, aus persönlichen 
sen, in Beobachtungen und Reflexionen. Er 
iige Stichworte, die diesen Wahrnehmungs- 
i noch verdeutlichen: So Hollein: „lch sah 
e verschiedensten Vorschläge zu neuen 
wen Konzeptionen und Wohnformen an (in- 
meiner eigenen). Bewegen, zirkulieren, ar- 
erholen. Sogenanntes Wohnen. Kaum: all 
Wo sterben? Am Korridor eines Kranken- 
Wo kommen die Leichen hin? Die Müllab- 
cheint durchdacht." 
rungen an mein Leben in Chikago: Slums mit 
Bevölkerungsdichte, dazwischen arkadische 
chen mit Tempelchen. Einige von berühmten 
zten, zum Beispiel Sullivan. Das war der 
warum ich überhaupt dorthin kam. Parks gab 
n in dieser Gegend. Man spielte auf der 
' „Die Menschenschlangen vor dem Lenin- 
zum, eum. Te deum." „U-Bahnbau, Expro- 
Aussiedlung, Demolierung. Kein Pardon. 
Hötzlich ein Awarengrab, eine r mische 
Das ist etwas anderes, das muß erhalten 
" S0 Hollein. 
kusstellung ist die eines Architekten, eines 
Lten der unter Architektur mehr begreifen 
als die Errichtung van Gebäuden. Das 
nd im weitesten Sinne letztlich immer. Dach 
ite den Architekturbegriff nicht darauf ein- 
„Alles ist Architektur", ist der Titel einer 
hearetischen Schritten u d daher auch als 
el dieser Ausstellung. Er leitet das spezielle 
ungsthema Tod ein und umschließt es. 
i Problemstellung kurz umrissen: „Der Mensch 
Gehirn. Seine Sinne sind die Grundlage zur 
rhmung der Umwelt. Medien der Definition, 
tlegung einer (ieweils gewünschten] Umwelt 
i auf der Verlängerung dieser Sinne. Dies 
e Medien der Architektur. Architektur im 
in Sinne." 
zhöalogisches Grabungsfeld: Besucher können Gra- 
19er! durchführen und Funde (Geld, Obiekte) 
chen 
ab [eines xrieeersz) 
s Fundstück wurde entsprechend seiner Bedeutung 
sgestellt 
-such der Rekonstruktion GUS gefundenen Fragmen- 
rbebett drn Korridor 
engewänder 
imenraum 
eser war mit einem Hügel frischer Blumen gefüllt, 
während der Dauer der Ausstellung langsam 
welkten. Das damit verbundene wediselnde Ge- 
hserlebnis wer ein wesentlicher Bestandteil der 
sslellung 
rzenraum 
sser ist mit vier eri jeder Stelle durchdringburen 
inden umgeben. Es gibt keinen Eingang, und 
ch kann man durch die wande schreiten 
ASPEKTE: 
Archäologische Felder. 
Scherben. Schätze. 
Bild einer Zivilisation aus dem Abfall. 
Utopischer Stadtentwurf. 
Wie werden die Taten prozessiert? 
Sterben. Am Korridor eines Krankenhauses. 
Blumen. Berge von Blumen. 
Süßer Geruch. 
Grünflächen. Weite Felder. Die Friedhöfe. 
Dazwischen dicht die Wohnungen der Menschen in 
der Stadt. 
Menschenschlangen vor dem Lenin-Mausoleum. 
Der Verkehr zu Allerheiligen. 
Zeitalter der Telekommunikation. 
Der Miniaturisierung. 
Wegwerfkultur. 
Grabungsstötten. Funde. 
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KONZEPTE: 
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Finden. 
Beim Graben sall es immer etwas zu finden gebe 
Schatzgräber. 
Falsche Rekonstruktion. Transformation. 
Irreführung, Mißdeutung. 
Verfall, Ruinen. 
Rituale unserer Zeit für das Sterb 
Wohnstötten mit Sterbem glichke . 
Grabbeigaben (Ausschreibung eines Wettbewerbe 
für Designer?l. 
Heimgrüber. Kompakte Kapseln. TV-Schreine. 
Altäre. Blumen schmücken das Heim. 
Totengewänder. 
Selbstverständlichkeit.
	        

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