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Volltext: Alte und Moderne Kunst XVI (1971 / Heft 115)

e Arbeiten von damals den musikalischen 
sein Herkommen aus dem Wiener Raum, 
'en zeigen. Was er in seiner Kunst seitdem 
hat, ist ihm von allem Anfang an schon 
wwebt: eine bessere Lesbarkeit seiner Bil- 
e Lesbarkeit, die nicht mehr durch sein far- 
ies, heftiges Temperament beeinträchtigt 
'ie ieder echte Künstler, erreichte auch er nur 
ichwerlichem Weg sein Ziel. Synthese von 
ng und Farbe, das bedeutet für ihn, daß ende 
Stärke der erlebten Erfahrungen und die 
es Ausdrucks über den künstlerischen Wert 
lerkes entscheiden, daß endlich auch erre- 
Xktualität naht- und bruchlos ins Bildgesche- 
gefügt werden kann. 
eise, das heißt bei Holzer „im gemessenen 
tritt", nähert er sich nun seinem Thema. 
2 großen Zeichner, studiert er die Umwelt 
i Stift, tastet sich mit dem Pinsel skizzierend 
bevor er sich mit ganzer Kraft über die 
ge Fassung wagt. Daß diese dann nicht in 
iild allein Platz hat, daß ihr - wie schon in 
Siebdrucken e meist mehrere Bilder folgen, 
Vorliebe des Künstlers für Zyklen zuzu- 
Eh. Holzer bringt für ein Erlebnis, das er in 
d umsetzen möchte, so viel Begeisterung 
pfindet zugleich so viel lronie und Protest, 
let politische und gefühlsmäßige neben 
:hen Werten, doß das alles - seiner Mei- 
ach - nach Abfolgen schreit. Und diesen 
in" eines Orkans, einer Sonne über Döne- 
eines kleinen Prinzen, eines Panoptikums 
nes Don Quiiote, folgt Adi Holzer gerne. 
mt er auf seine Art dem Suchen des Men- 
iach einer Antwort auf die vielen Fragen, 
1 von der Sonderstellung seines Daseins 
Nieder gestellt werden, entgegen. Um aber 
warten „nach allen Regeln der Kunst" geben 
wen, um Platz zu schaffen für den großen 
der Spannungen seiner für ihn gewaltigen 
, legt er ihre Fassungen, seinem Empfinden 
:hend, auch breit genug an. 
ilzer stammt aus Stockerau bei Wien und 
d arbeitet nun in „Aladdins Hule", einem 
i Hareskov, am Rand von Kopenhagen. Es 
I Anschein - sobald man eine Runde durch 
Haus und Atelier gemacht hat - als wäre 
professioneller Spaßmacher. Man hat fürs 
as Gefühl, der Hausherr kommt von Grot- 
l und Praterclown nicht los. Hier gibt es eine 
e Gartenmauer, Mobiles an Bäumen, im 
esige, bunt-plastische Figuren, „obiets trau- 
ziner modernen Jugend neben Bildern aus 
oder befreundeter Werkstatt. Fürs zweite 
gs, wenn man von der Welt Holzers ge- 
tenommen wird, lichtet sich der „Traum des 
's", und der Besucher ist überzeugt davon, 
is alles nur Utensilien, Rüstzeug und Vehikel 
iit denen der Künstler in die Wirklichkeit 
it r die, noch Rolf Hochhuth, erst Transpa- 
nd Feuer bekommt, wenn sie durch eine 
enülzt wird - um dann mit ihrer neuen, 
i Farm wiederzukehren. 
aphiker wie der Maler in Holzer sucht stets 
isentliche seiner Technik. Und dabei gewinnt 
'om andern. Die reichen Erfahrungen mit 
ieb und Pinsel verhelfen ihm zu unmittel- 
lni-iuirlvlir-kiinn eninnr Lünetlnrierl-mn Akcirkt 
 
Adl Holzer, „Der AUSfUfBf", aus dem Zyklus „l 
and Puppet wiegte", Tusche laviert, 57 x 75 Cm, 19 
Adl Holzer, „Don Quiiote", Tusche laviert 
Gauache, 10 x 55 cm, 1970
	        

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