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Volltext: Alte und Moderne Kunst XVI (1971 / Heft 116)

enen Lorbeer" des Künstler- 
. Lipka, der in Innsbruck 
an wurde, studierte an den 
kademien in Wien, Florenz und 
in der Wiener Kunstgewerbe- 
und der Graphischen Lehr- 
ersuchsanstalt. Als frei- 
mder Künstler verbrachte er 
Jahre seines Lebens in 
frika (Marokko, Algier), Italien 
if Kreta. Im Bereich der 
rranen Natur erschloß sich ihm 
emotianellen Schau das 
tige Erlebnis der surrealen 
ik und Malerei. Durch eine 
iers exakte Technik 
zeichnet, erregten seine Arbeiten 
Wiener Secession berechtigtes 
19H und gaben zu einer 
(lung Anregung, die im weiteren 
iener Schule des Phantastischen 
nus führte. Prof. Charles Lipka, 
Werke sich vielfach in 
ichen und privaten Sammlungen 
eichs und des Auslandes 
en, bewährte sich auch des 
i als Maler und Architekt im 
iaffen. Auch wirkte er als 
oge an der Graphischen 
und Versuchsanstalt. 
tEFFERT UND 
iZ MALANICZ IN DER 
"LERISCHEN VOLKSHOCH- 
.E e WIENER KUNSTSCHULE 
iang des Jahres stellten die 
polnischen Künstler Jan 
rt und Janusz Malanicz in der 
Galerie der Wiener Kunstschule 
Lazarettgasse ihre Arbeiten vor. 
rt äußert sich zu seiner Malerei: 
nat zwei vorherrschende Ziele. 
lerbeste synthetische Weise das 
vorzustellen und zu über- 
mit dem gleichzeitigen 
iden Streben nach besseren und 
cheren Formen der Aussage. 
)lorit meiner Bilder entspricht 
rmlich der der polnischen 
haft eigenen vorherrschenden 
H19. 
icz über seine Malerei: 
gstes Anliegen für meine 
ei ist die Natur. Natur in ihrer 
iteten Form und nicht ein mit 
iritt und Technik zusammen- 
tdes Verhältnis sall den 
wter durch ein emationelles, 
ches, dem Menschen nahes 
is vermittelt werden. 
KNZEIGE: 
Weisgerber (1878-1915) 
gänzung des Werkverzeichnisses l 
lberger Katalog van 1962) 
xlers Albert Weisgerber 
915), dem Schüler Hackls und 
werden Privatbesitzer und 
Museen gebeten, eine kurze 
cht zu geben, falls sie im Besitz 
emälden oder Zeichnungen 
Künstlers sind. Auch der 
"eis der Adressen von solchen 
rrn, die durch diese Anfrage 
zheinlich nicht erreicht werden, 
villkommen. 
iften erbeten an. 
tr. Wilhelm Messerer und 
ohil. Saskia Franke, 
rbrücken, Universität, 
eschichtliches Institut. n 
- Kulturinstituts in Rom mit den 
l einer der wichtigsten Zeugen für die 
österreichische Literatur in ienem 
' Zeitabschnitt, der zum Thema gesetzt 
- versprochenen Weltfrieden baut und 
i eine neue Schwierigkeit zu leben. 
österreichischen Kulturinstitute 
zuständigen Zentralstelle in Wien 
deklariert worden ist, so hat es 
eigentlich dieser Akzentsetzung nicht 
bedurft. 
Dieses Symposion ist bereits das 
fünfte in der Reihe der gemeinsamen 
Veranstaltungen des Österreichischen 
italienischen Germanisten. 
Auch diesmal bewährte sich die 
Zusammenarbeit mit dem „Italieni- 
schen Institut für Germanistische 
Studien" in Rom und seinem Direktor 
Univ.-Prof. Dr. Paolo Chiarini. Unter 
den Anwesenden waren u. a. die 
Professoren für deutsche Sprache und 
Literatur Giuseppe Farese (Bari), 
Claudia Magris (Triest und Turin), 
Alaisio Rendi (Mailand) sowie alle 
österreichischen Lektoren an 
italienischen Universitäten. 
Der österreichische Autor Kurt Klinger, 
war, gab einen Bericht, in dem er, 
von der Situation der unmittelbaren 
Nachkriegszeit ausgehend, das 
Nebeneinander der verschiedenen 
Literaturströmungen charakterisierte. 
Seine eigene Generation stellt Klinger 
als eine der verhinderten Weltbürger 
dar. Das Gemeinsame sind: Daseins- 
angst, lllusionismus, der auf den 
sich gleichzeitig in die persönlichen 
Reservate zurückzieht, skeptische , 
Brüderlichkeit, Antidogmatismus und 
Entscheidend wirken sich die beiden 
Kerben: der Ausbruch des Korea- 
krieges und Österreichs innere 
Situation nach dem Abzug der 
Besatzungsmächte aus. g 
In diesem Zusammenhang ist auch der 
Exodus der „Wiener Gruppe" aus 
dem geeinten Österreich nach Berlin 
als eine „Heimkehr" in das geteilte 
Österreich zu deuten. 
Diese innere gemeinsame Linie bei 
einer Vielheit der Farmen unter- 
scheidet diese Generation von der 
neuen, bildet aber keinen ästhetischen 
Widerspruch, denn sie hatte die ' 
„neuen" Formen bereits vorweg- 
genommen und zu einer Gültigkeit 
gebracht. 
geborenen Autoren an die Versuche 
der „Wiener Gruppe" an. Es geht ihr 
um die experimentelle Reduktion der 
Grammatik auf das ungebundene 
Wort, um die Reduktion im weiteren 
Sinn des Wortes auf die Buchstaben, 
die Loslösungen des Inhalts von der 
Sprache, des Sinnes von einem Träger 
- aber nicht des Bewußtseins von 
der Sprache. Das Denken richtet sich 
auf die Sprache. Es drückt sich nicht 
mehr allein durch die Sprache aus, 
sondern wird in der Sprache evident. 
Urbach befaßte sich mit den 
verschiedenen Möglichkeiten dieser 
Themenstellung: Spiele mit her- 
gebrachten Literaturfarmen, wie 
Heimatraman, lllustriertenroman, 
Trivialerzählung, lyrische Montagen. 
Neue Ausdrucksmöglichkeiten werden 
durch die Ausnützung der Umgangs- 
sprache und des Diolekts gegeben. 
Unter ienen, die zur Diskussion 
beitrugen, widmete sich Univ.-Prof. 
Dr. Gottfried Stix der Lyrik besonders 
ausführlich. 
Mit der Aufführung des Films „Moos 
auf den Steinen" (Regie: Georg 
Lhotzky) nach dem gleichnamigen 
Roman von Gerhard Fritsch wurde 
gezeigt, wie weit die Übertragung 
eines zeitgenössischen Romans mit 
den Mitteln des Films möglich ist. 
Als weitere Beiträge des Instituts im 
Rahmen seines literarischen 
Programms schlossen FebruarMärz 
Lesungen von Thomas Bernhard in 
Bozen, Meran, Rom und Görz 
und ApriIlMai von Elias Conetti, der 
bereits im Voriahr in Rom gelesen hat, 
in Neapel, Turin, Triest, Bozen, Meran, 
Crernana und Parma an. Im Herbst 
wird eine Lesung von Ingeborg Bach- 
mann aus ihrem neuen Romanwerk 
„Malina" stattfinden.Außerdem ist eine 
Tournee mit dem Ensemble „Die 
Komödianten" mit der 
dramatischen Collage "Frieden" 
mit Texten von zeitgenössischen 
österreichischen Autoren geplant. 
Die Salzburger Sommerakademie 
in Rom 
In der Galerie des Österreichischen 
Kulturinstituts in Rom wurde 
MärzfApril eine Ausstellung über „Die 
Tätigkeit der Internationalen Sommer- 
akademie für bildende Kunst - Salz- 
Menschen aus allen Nationen und 
Ländern zu vereinigen und näher- 
zubringen imstande ist. 
Im Juli dieses Jahres wird diese 
Dokumentarausstellung auch in 
Sistiana bei Triest gezeigt, wo sich das 
Atelier des bekannten italienischen 
Bildhauers Marcello Mascherini 
befindet, der auch heuer wie im 
Voriahr den Kurs für Bildhauerei und 
Bronzeguß leitet. 
Ausstellung Herbert Stejskal 
in Triest 
Der Salzburger Maler Herbert 
Steiskal stellte vom 14. April bis 
zum "I2. Mai 1971 in der Galleria 
La Lanterna, Triest (Leitung 
Dr. H. Caminotti), seine groß- 
formatigen abstrakten Gemälde aus, 
in denen durdi die Gegenüberstellung 
kubisch organisierter oder frei 
geballter schwarzer Massen mit den 
Kräften des Lidites kosmische Bezüge 
aufklingen. Im Vorwort des Kataloges 
schreibt Wilhelm Mrazek unter dem 
Titel „minaccia del nero", wie der 
Künstler, angeregt durch seine Arbeit 
in Italien, vor allem bei seinen 
Experimenten mit farbigen 
Glasflüssen in Muran'a, eine besondere 
Leuchtkraft der Palette und das 
Bewußtsein des schwarzen 
Widerspiels als Ausdruck dauernder 
Bedrohung gewonnen hat. 
Daß der Künstler seine erste große 
Ausstellung in Italien veranstaltet hat, 
ist somit als „Omaggia", als Dank 
und Huldigung an Italien zu 
verstehen, das ihm diese 
entscheidenden Impulse gegeben hat. 
Die Resonanz, welche die leuchtende 
Farbigkeit und Monumentalität der 
Werke Herbert Steiskals in der 
interessierten Öffentlichkeit Italiens 
gefunden hat, bestätigt in hohem 
Maße die Aktualität einer derartigen 
Aussage. 
Es wäre zu wünschen, daß der Künstler 
auch der Wiener Öffentlichkeit und 
Kritik bald eine größere Gruppe 
seiner Werke vorstellen würde. 
(Abb. 29-31) 
 
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