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Volltext: Alte und Moderne Kunst XVII (1972 / Heft 121)

te und Stanzungen, die Verletzungen der 
imensianalen Oberfläche der Bilder nur 
ert. Hier wird der grundlegende Schritt, 
ontanas „concetta speziale" vollführt, die 
trung des Tafelbildes als Fläche und seine 
ührung in ein dreidimensionales Objekt 
einmal so eindeutig, wie es iede photogra- 
e Reproduktion vermag, wiedergegeben. 
'Iil( wird hier nicht mehr von den ihr 
an Bedingungen des Mediums her konzi- 
sondern als bloßes Reproduktionsverfah- 
ingesetzt, das bestimmte ikonographische 
M310 popularisieren soll. immer mehr, so 
t es, verführt der Markt den Künstler zu 
quaten Lösungen, die der Konzeption sei- 
'beit zuwiderlaufen müssen. Leichttertigkeit 
der Tagesordnung. Die Graphik als Ver- 
feld winkt. 
oben davon gesprochen, daß der Zuwachs 
raphik und Multiples einem gesteigerten 
fnis nach Kunst entspricht. Diesem Bedürf- 
lCh Kunst, wie es, was die deutsche Kunst- 
betrifft, eindeutig feststellbar ist, will der 
nun nicht mit Originalen begegnen, da 
eis seinen Besitzer selektioniert. Er will aber 
erseits den Wert des Originals (den Kunst- 
nicht drücken. Dies kann nur geschehen, 
ein Preis- und Qualitätsgefälle zwischen 
IOl und Multiple besteht. Dieses künstliche 
ütsgefälle ist ganz offensichtlich dort ge- 
, wo das Original selbst (wie im Falle der 
t oder der Kinetik) mit modernen tech- 
n Hilfsmitteln und Materialien gefertigt 
. In den Werken des abstrakten Expressio- 
; hat die Vorstellung vom Kunstwerk als 
n einmaligen, individuellen, schöpferischen 
uck, der die unverwechselbare Handlschrift) 
ünstlers erfordert", die letzte Überhöhung 
den. Damit hat sich aber auch die Ein- 
ig gegenüber der Einmaligkeit des Origi- 
leündert. Die Entpersönlichung, Entroman- 
ng, Obiektivierung des Kunstwerks ist vor- 
chritten. Die industriellen Prcduktionsver- 
I, die neuen Materialien, die ieder bei 
ender technischer Kenntnis erlernen könnte, 
den Akt der Verwirklichung im Sinne 
Vlaterialisierung und Konkretisierung zu 
zlörer Bedeutung schrumpfen lassen, ia 
ie Kunstentwicklung von Mondrian bis zur 
pt-art gezeigt hot,vist der Prozeß bis zu 
fast totalen Entmaterialisierung gelangt. 
t stärker muß hier die Diskrepanz ins Auge 
die zwischen den radikalen Konzepten 
ünstler und den händlerischen Vermark- 
nethoden besteht. 
ein anderer vor ihm hat der amerikanische 
er Andy Warhol die Vorstellung vom 
verk als etwas individuellem und Authen- 
n zerstört, ia gerade im Kontext der 
entwicklung diese Zerstörung thematisiert. 
ilfe des Tafelbildes und des Siebdruck: 
ansportmittel der Photographie auf die 
und führt er das Tatelbild zu Ende. „Mit 
al scheint der erkenntnistheoretische Weg 
las Medium des Tafelbildes ausgeschritten. 
afelbild ist umfunktioniert in einen Er- 
iiströger, in ein für Aufklärung intendier- 
edium, dessen Struktur der des Mediums 
rnterlegen ist. So bleibt für Warhol der 
mögliche Schritt der zum Medium Film 
JSWEQ aus den Grenzen des Tafelbildes 
::ne)." Durch die Reproduktion eines Pho- 
iner bereits vorhandenen Vorlage, wird 
Verk das Authentische genommen, Autori- 
d Authentizität auf die reproduzierte Bild- 
 
 
 
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Daniel Buren - Guggenheim Anniversary 1971 
(Wurde van der Museumsleitung auf Anforde- 
rung der beteiligten Künstler entfernt.) 
Gilbert G George, "to be with art..." 1971 
Christa, Portrait du B. B. empaquete 1963
	        

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