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Volltext: Alte und Moderne Kunst XVII (1972 / Heft 122)

wesentliche Vorbildung, gelegentlich auch 
Talent. Wir finden iunge Intellektuelle, d 
wußt modernsten Gesellschaftsideologier 
digen, ebenso wie Fünfzigiührige, die va 
Teilnahme eine neue Dimension in einen 
gefügten Lebensweg erwarten. Die mc 
Nonne Basilea, die seit Kokaschkas Zeite 
Sommerakademie besucht, hat lokale Bei 
heit erlangt. 
Echte Selbstbescheidung wird viele Eintrs 
in die Grundklasse für bildnerisches Ge: 
leiten. Eine Reihe der Älteren oder der k 
vativ Denkenden wird in der Meisterklas 
figurative Malerei ihren Ruhepunkt f 
Schwieriger wird es, wenn wenig Begabte 
zuwenig Vorgebildete in den internatit 
Meisterklassen einen Platz beanspruchen. 
scheint uns als ungenügender, wenn auch s 
vermeidbarer Kompromiß, für solche Fäl 
nerhalb der Meisterklassen wieder eine C 
klasse einzurichten. Es ist leider kaum mi 
die Elite von der dilettierenden Masse zu 
den. In den Graphikklassen oder bei den 
schmieden ist dieses Problem weniger g 
rend. Die intensive Mühe um die Erlernur 
Arbeitstechniken hält hier den reinen Dileti 
eher fern. 
Mit der Einführung von Stipendien für 
begabte Schüler des Landes Salzburg zu: 
nahme an der Sommerakademie hat das I 
amt des Landes einen bedeutsamen Schri 
tan. Damit wird die eigene Jugend in den 
nationalen Kreis eingebunden, damit wird 
der Institution eine bedeutsame regionale I' 
funktion gegeben. 
Die Frage der Organisationsform, unsere 
Frage, ist für die Zukunft der Sommeraka 
entscheidend. lhr gegenwärtiger, ganz bes 
rer Reiz besteht in der lockeren, freien ' 
stattgemeinschaft, die ihr - an diesem I 
deren Ort in den Mauern der Hohensalzb 
den Charakter einer Künstlerkolanie verleit 
Der natürliche Wunsch mancher Expor 
des Solzburger Kulturlebens, daß aus d 
Kern später eine voll institutionalisierte 
burger Kunstakademie werde, hat Seim 
rechtigung. Durch die Gründung eines In 
für Kunsterziehung im Rahmen der Philo 
schen Fakultät der Universität hat diese 
inzwischen eine - Salzburgs Dimension en 
chende - konkrete Wendung genommen. 
verwaltungsmößige und funktionelle Einbii 
der Sommerakademie in dieses neue Un 
tätsinstitut wäre iedoch unseres Erachtens 
große Gefahr. Die internationale Sammera 
mie könnte durch die unausbleibliche Ein 
keit auf Dauer beomteter heimischer Lehr 
Schaden leiden. Die Gefahr der Provinzit 
rung droht. Wir wünschen der Sommerakat 
daher die Erhaltung ihrer bisherigen Ff! 
Um die Vielfalt der Weltkunst im steten Wi 
der Lehrenden einem internationalen Kre 
diesem Ort der Begegnung fruchtbar zu m( 
bedarf es einer freien Organisationsfort 
bedarf weiterhin des langen Zügels eine: 
waltung, die dem Management die Freihe 
Improvisation beläßt. Es bedarf einer „Sa 
gischen Lösung" in bestem Sinne. 
 
1 Fofos: Georg RuuchweHer, München
	        

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