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Volltext: Alte und Moderne Kunst XVII (1972 / Heft 124 und 125)

4 Vertreibung von _Adam und Eva. Dominikus 
Slainhart zugeschrieben. Um 1690. Bayerisches 
Natianalmuseum, München 
4a HI. Sebastian. Daminikus Stainhart zugeschrie- 
ben. Um 1690 Ü). Bayerisches Natianalmuseum, 
München 
5 Hittharn. Entdeckung der Schande der Callisto 
und Tierszenen. Dominikus Stainhart zugeschrie- 
ben; Um 1690 ß). Württ. Landesmuseum, Stutt- 
gar 
5a Hiftharn, Detail. Dominikus Stainhart zuge- 
schrieben 
6 HI. Sebastian. Dominikus Stainhart zugeschrie- 
ben. Vor 1682 (t). Aufbewahrungsort unbekannt 
6a Hl. Sebastian. Pierre Puget. l668 vollendet. 
Marmor. S. Maria Assunta di Carignano, Genua 
7 HI. Sebastian. Daminikus Slainhart zugeschrie- 
ben. Um 1700 (Z). The Walters Art Gallery, 
Baltimore 
, den repoussoirartig angeordneten Büschen 
rs, was alles dennoch den Figuren selber 
g klare räumliche Erscheinung verleiht, 
auch die ebenfalls Zumeist auf graphi- 
1 Vorlagen basierenden, Franz I. Stain- 
zugewiesenen oval- und querrechteckigen 
enreliefs der unteren zwei Reihen am Prunk- 
ll'tl( in Rom ähnlich (links unten außen; 
gin von Saba in der zweiten Reihe von 
n, ebenfalls links außen; vergl. Anm. 18). 
iches gilt für die mit allem Vorbehalt Franz I. 
' seiner direkten Werkstattnachfolge zuge- 
enen Münchener Reliefs alttestamentari- 
n Themas von vor oder bald nach 1695, 
. die Darstellung des „Auszugs aus der Ar- 
nach Raffaels Erfindung in den Loggien des 
(ans (Abb. 9)". Eine gewisse Schwere im 
rlichen, in der Bewegung eine gewisse Un- 
ilfenheit, die feinströhnige Haor- und Fell- 
indlung, der eher trocken wiederholende 
tnstil sind kennzeichnend. 
1 Reliefauffassung, verwendeten Typen und 
elmotiven (und ihrer Veränderung gegen- 
der Vorlage) sowie nach der Technik der 
tbeinbearbeitung schließen hieran zahlrei- 
Arbeiten im Bayerischen Nationalmuseum 
in der Schatzkammer der Residenz Mün- 
an, u. a. zwei Anbetungsszenen und die 
irweckung des Jünglings zu Nain" sowie 
Szenen aus der Passion Christi", die weitge- 
hend aus stilistischen wie chronologischen Grün- 
den kaum mit Franz l. selber in Verbindung ge- 
bracht werden können, iedoch die große Wir- 
kung des durch die Brüder Stainhart nach Mün- 
chen und Weilheim gebrachten, besonders an 
Vorbildern der italienischen Hochrenaissonce 
orientierten Stiles zeigen". Als Beispiele seien 
hier nur dem Relief der Anbetung der Könige 
(Abb. 10, ohne den silberbeschlagenen Rahmen) 
in der Schatzkammer München", nach 1700 im 
Stile des Franz I. Stainhart geschnitten, die Tafel- 
chen der Kreuztragung und des Falles Christi 
unter der Kreuzeslast (Abb. 11)", Dominikus 
nahestehend, sowie eine qualitative mindere 
Variante dieser Stilrichtung, das Geißelungs- 
relief (Abb. 12) 7', alle im Kunsthistorischen 
Museum Wien, Sammlung für Plastik und Kunst- 
gewerbe, gegenübergestellt. Ein Vergleich mit 
für Dominikus bzw. Franz l. als gesichert gel- 
tenden Reliefs, wie z. B. dem der Diana mit 
Nymphen (Abb. 2) bzw. mit der Arche Noah 
(Abb. 9) von 1690-1700 bzw. vor 1695, verdeut- 
licht die Tendenzen, an denen sich auch die z. T. 
ebenfalls aus Weilheim stammenden Münchener 
Bildhauer und Elfenbeinschnitzer, wie Andreas 
Faistenberger (1647-1736), der mit Dominikus 
S. verschwägerte Matthias Lath (1675-1738, seit 
1705 in München), Andreas Faßbinder (1697 
Meister, 1713 gestorben in München) und andere 
Anmerkungen 20 z. H. (s. Text S. 25J-26, (27, 28 s.. S. 28) 
Andreas Thelots um 1684 zu datierenden Entwurf „Athena 
als Beschützerin von Kunst und Wissensdiaft" sowie 
Hans F. Scharers Entwürfe für einen Deckelpokal (in 
Elfenbeinl) und Reliauienschrein von vor 1640 (Au sburger 
Barock, Ausstellungskatalag, 15. VI. bis 13.  1968, 
Augsburg 1968, S. 179, KaL-Nr. 206, 218, Abb. 201, 154, 
S. 268 ff., KaL-Nr. 380, Abb. 209 und S. 252 ff., Kot.-Nr. 
349 f., 353, Abb. 146 f., 145). 
71 W. Klein, Johann Michael und Christoph Maucher . . ., 
Schwübisch-Gmünd 1920, S. 10 ff., mit Abb. - Zu B. G. 
The Register of the Museum of Art, Lawrence, Kansas, 
lll, 516, 1966, S. 2 ff., Abb. p, Kot.-Nr. 15, 36, 37, S. 22 f. 
7' Berliner, Elfenbein, 1926, S. B9 ft., KaL-Nr. 406-409, Taf. 
204 f., die Feuchtma r, 1937, als Spätwerke des Dominikus 
um 1715 ansetzt. heuerkauff, Stainhart, 1971, S. 41, 
Abb. 33, Anm. . 
"Berliner, Elfenbein, 1926, S. 90 f., Kat.-Nr. 410-413, Tot. 
204-207 (als Werke des Dominikus 5., S. 152, dem 
Dominikus abgeschrieben, während Feuchtmayr, 1937, die 
KaL-Nr. 410-413 nur als von Dominikus S. beeinflußt 
ansieht). Vergl. Anm. 5. 
"Berliner, Elfenbein, 1926, S. 147 f., Kot-Nr. B77 f., Taf. 
324 f. - Schatzkammer München, 1964, S. 89 f, 164 f 
So gehören m. E. - wie es schon Feuchtmayr 1. T. 
erkannte - folgende Reliefs eher in den Kreis um Do- 
minikus S. Berliner, KaL-Nr. 486-491, Taf. 224-226, 
Kat.-Nr. 8791880, Tat. 310, und vor allem - von dem 
Stil vor 1700 ausgehend - Kot-Nr. 876, Taf. 323, die 
Steinigung des hl. Stephanus (Katalog Schatzkammer, 
1964, S. 90, Nr. 166), während die Werkstatt oder 
Nachfolge des Franz für KaL-Nr. 3831884, Taf. 236 f., 
in Frage kommt. - Zahlreiche Arbeiten entstanden in 
der Nachfolge, so Kot-Nr. 481-485 oder 531 sowie die 
Halbfigurenreliefs des Wiener Diözesan-Museums, Chri- 
stus mit Häschern, Maria und hl. Johannes, etwa 14x9 
cm (vergl. Berliner, 1926, Nr. 889, 647, Taf. 330, 278, und 
Katalog Sdtatzkammer, 1966, S. 91 f., Nr. 172]. 
"Berliner, Elfenbein, 1926, S. 147 f., KaL-Nr. 881 f., Taf. 
324 f. (vergl. zur Vertausdibarkeit und Kompilatarik der 
Motive KaL-Nr. 410 f., Taf. 206 f.) - Schatzkammer der 
Residenz. Katalog von H. Thema, H. Brunner, München 
1964, Nr. 162 f., S. 89, wohl nach Raffaels Anbetung der 
Könige in den Loggien des Vatikans bzw. nach Domenica 
Campagnala. Das Anbetungsrelief bei Sotheby 8. Co., 
London, 27. IV. 1972, S. 31, Nr. 104, Abb. eher an Spät- 
werke des Managrammislen „VH" anschließend. 
 
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