MAK

Volltext: Alte und Moderne Kunst XVII (1972 / Heft 124 und 125)

tichard Luksch, Türbekrönung der Wiener 
tVerkstätte, Relief, 1905 
igurale Reliefs, Eingang zum Sanatorium 
(Vien-Purkersdarf, 1905, Mörteltechnik mit ein- 
ielegten farbigen Steinen _ _ 
:lena Luksch-Makawsky, farbiger Halzschnltt 
n „Ver Sacrum", Heft 811903. Schwarz-weiß 
ind olivgrün, 13 x17,2 cm 
b, c Elena Luksch-Makawsky,Relief„Melpomene 
md die tragischen Chöre", Fassade des ehem. 
lürgertheaters, Wien [abgetragen und zerstört), 
906. Glasierte Keramik, drei Teile a 3 x m 
a,c Elena Luksch-Makawsky, Modellreliefs für 
tie Fassade des Wiener Bürgertheaters (s. Abb. 
8a, b, c). lrdenware (Fayence), farbige Zinn- 
Jlasuren, drei Teile a 50 x 48 cm. Museum für 
(unst und Gewerbe, Hamburg 
erkungen 28-38 (Anm. 24-27 s. S. 45) 
iuletzt Eduard F. Sekler, Das Palais Stoclet in Brüssel, 
Alte und moderne Kunst, XV, H. 113, 1970, S. 32-43. 
. A. S. levetus, A Brussels Mansiori designed by 
f. Josef Hatfmarin af Vienna, in: The Studia, 61, 1914, 
1597196, 190 (Abb) 
. z. B. die weiblidien Gestalten der „Feindlichen 
Matten" aus der Schmalwand (Wand 2) des Frieses, 
Fritz Navotny, Johannes Dabai, Gustav Klimt, Salz- 
Q m7, Kuh-Nr. 127, 
rner Hafmann, Gustav Klimt und die Wiener Jahr- 
idertwende, Salzburg 1970, Texlabb. 27. 
Il Westheim, Der Neubau der Hamburger Kunstgewerbe- 
Jle, in: Moderne Bauformen, Xlll, 1914, S. 477-498. 
.st.AKat. „Otto Wagner. Das Werk des Wiener Archi- 
en 1841-1919". Hessisches Landesmuseum in Darm- 
it, 22. November 1963 bis 2. Februar 1964, Kat.-Nr. 
(Abb.). 
Jtsche Kunst und Dekoration, XX, 1907, S. 218 (Abb) 4 
Lukschs Lehrtätigkeit in Hamburg s. H. Raspe, Die 
astellung der Hamburger Kunstiewerbeschule, Ostern 
B, in: Kunstgewerbeblatt, NF, X, 1908, S. 161 ff. - 
Staatliche Kunstgewerbeschule Hamburg, Oktober 
a (broschiert). - Gustav Hassenpflug, Geschichte der 
tstschule in Hamburg, Hamburg 1956. v 
. vor allem den weiblichen Akt „Elbin", Granit, 1913, 
g, Nationalmuseum, ausgestellt u. a. auf der Kölner 
irkbundausstellung 1914 und auf der Freien Secession 
lin 1918, KaL-Nr. 236 SDGUtSCtYS Kunst und Dekoration, 
l, 1918, S. 20121, Abbn. . 
JßSlÜtä Kunst und Dekoration, XXIX, 19l1l12, S. 129 
s . . 
tz Schumacher, Plastik im Freien, BfüUftSCttWClQ-BSÜIHA 
mburg ms, s. 20 (Abb) 
Kirche", Wien 14, Am Steinhof, von Otto Wag- 
ner (Abb. 11), ein Bau, der in der Geschichte der 
modernen Sakralarchitektur eine wichtige Stel- 
lung einnimmt. Die blackhaft gebildeten Skulptu- 
ren der beiden Turmbekrönungen passen sich 
vollkommen der kubischen Grundgestalt der 
Architektur an. 
Dagegen setzen sich die drei (heute zerstörten) 
Keramikreliefs van Luksch-Makowsky für die 
Fassade des Wiener Bürgertheaters" (1906, Abb. 
18a, b, c) durch bildhafte Eigenart und Bunt- 
tarbigkeit gegen die Architektur ab. Die Dar- 
stellung im Mittelfeld zeigt Melpomene, die 
Muse der Tragödie, in den Seitenfeldern die 
„tragischen Chöre". Sie gewinnt ihren besonde- 
ren Reiz in der rhythmischen Gliederung der 
parallel angeordneten Seitenfiguren gegenüber 
dem konzentrischen Aufbau des Mittelfeldes in 
Anlehnung an Kompositionsformen der Illustra- 
tionen Luksch-Makowskys. Deutlicher als die 
Reliefs an der Theaterfassade mit ihrer technisch 
bedingten Aufteilung in einzelne Wandkompar- 
timente vermittelt der Keramikentwurf im Mu- 
seum für Kunst und Gewerbe Hamburg (Abb. 
19a, b, c) einen Einblick in die künstlerische 
Konzeption. Die weich aus dem Grund vor- 
wölbenden und ineinandertließenden Farmen in 
hellen gelbbraunen, grünen und blauen Glasur- 
tönen verschmelzen unmittelbar mit dem kerami- 
schen Material. 
Zu Beginn des Jahres 1907 erhielt Luksch ein 
Lehramt für Bildhauerei an der Hamburger 
Kunstgewerbeschule. Gemeinsam mit dem etwa 
gleichzeitig dorthin berufenen C. O. Czeschka 
und den nachfolgenden Anton Kling und Dela- 
villa führte er den Wiener Jugendstil in t 
burg ein. Zwar blieben beide Luksch weiti 
mit den Künstlern der Wiener Werkstatt 
Berührung - 1908 entstanden u. a. Lul 
Wandpfeilerreliefs für die Wiener Handels 
demie -, doch verlagerte sich nun : 
Tätigkeit vorwiegend auf das Lehramtu um 
Bauten des Architekten Fritz Schumacher. l 
macher, der sich bereits 1899 mit einer wich 
theoretischen Schrift „lm Kampfe um die K1 
für eine Erneuerung des Kunstgewerbes e 
setzt hatte, versah Luksch und seine Schüle 
Aufträgen für Bauplastik, wie für den Neuba 
Hamburger Kunstgewerbeschule. An den R1 
und Freiplastiken, die Luksch für diesen 
arbeitete, zeigen sich bereits deutlich klassi 
sche lüge", die für sein späteres Werk be 
mend werden. Beide Luksch waren der 1 
durch ihre künstlerische Arbeit eng verbu 
- Richard Luksch starb hier am 21. April 
Elena Luksch-Makawsky am 15. August 
Etwa gleichzeitig mit den Keramiken für 
Kunstgewerbeschule gelangen Luksch mit 
Entwurf für einen „Jungfernbrunnen" (19 
in Marmor und Alabaster, angeregt durch 
Hamburger Jungfernstieg, und Luksch-Maka 
mit einer weiß glasierten Keramiktigur, gei 
„Frauenschicksal" (1810l12)", nach einmal 
bedeutende Werke, die ganz in der W 
Tradition stehen. 
1" Unser Autar: 
Dr. Joachim Heusinger von Waldegg 
Hamburger Kunsthalle 
D-2 Hamburg 1, Glackengießerwall
	        

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