MAK

Volltext: Alte und Moderne Kunst XVII (1972 / Heft 124 und 125)

UEUKU IJKÄLHNJZLK 
Export und Import 
von Büchern und Zeitschriften 
KÄRNTNERSTRAS S E 30 
Telefon 522424 15223 72 
1010 WIEN 
X Gemälde 
antike Waffen 
Antiquitäten 
ALLEN UNSEREN KUNDEN 
FROHE FESTTAGE 
UND EIN GLÜCKLICHES 
1973 
SALZBURG, Getreidegasse 34,Tel. 848 23.217 57 
 
A. und  TIPOLD 
Stets reiche Auswahl 
an reizvollen Antiquitäten 
SALZBURG, Giselakai 15,Tel. 06222772272 
IJILAU1IUI Vllu slull emanneti, vclälelgull 11,6 A 
8,5 cm). Die darauf befindliche Darstellung ist 
symbolischer Natur: es ist ein Polyp, der einen 
Schmetterling erwürgt. Die Brosche ist mit 
W. L. C. signiert und 1900 datiert. Ihrem Entwerter, 
dem Berliner Maler Wilhelm Lucas von Cranach, 
brachte sie auf der Pariser Weltausstellung im 
Jahre 1900 die goldene Medaille ein. Es ist eines der 
schönsten Schmuckstücke, welches die Kunst des 
Jugendstils in dem deutschsprachigen Gebiet 
hervorgebracht hat. Die Brosche erzielte auf der 
genannten Versteigerung den in Anbetracht der 
hohen Qualität gar nicht besonders überhöhten 
Preis von DM 6500- bzw. rund äS 45.500: Man 
kann annehmen, daß der Preis tür die Brosche in 
den nächsten Jahren sich noch vervielfachen wird. 
Dem industriell hergestellten Schmuck begegnet 
man im Antiquitötenhandel auch heute noch auf 
Schritt und Tritt. Dieser Schmuck ist verhältnismäßig 
billig geblieben. Ähnlich ist die Situation bei 
Keramik, Glas oder bei Möbeln des Jugendstils. 
Der Preisunterschied zwischen den von Künstlern 
selbst entworfenen und eigenhändig signierten 
Stücken und den serienmä "g hergestellten Obiekten 
ist iedenfalls sehr augenfälli. Bei der heutigen 
Bewertung van Kunstwerken des Jugendstils 
handelt es sich also zweifellos nicht um eine vom 
Handel manipulierte Modeströmung, die morgen 
vielleicht schon vergessen sein wird. Die 
differenzierte Bewertung zeigt vielmehr, daß der 
Käufer in allen Sparten des Kunsthandwerks sehr 
genau die beträchtlichen Qualitätsunterschiede 
beachtet, die bei der Kunst des Jugendstils 
vorhanden sind. Bei der außerordentlich abwechs- 
lungsreich gestalteten Kunst dieser Stilperiode 
handelt es sich um eine aus historischem Abstand 
neu vollzogene lnthronisation, die völlig zu Recht 
erfolgt ist. Gerhard P. Woeckel 
l_ 
Bildnachweis: 
(Seitenangabe in Ziffern) 
Foto Anderson, Rom, 24 - Badisches Landesmuseum, 
Karlsruhe, 33 - P. Baum, Wien, 63 - Bayerisches Na- 
tionalmuseum, München, 15-17, 22, 27, 30 - C. Bin- 
der, New York, 87 - Dr. A. Büdel, München, 20 - 
Bundesdenkmalamt, Wien, 19, 21 - Archiv E. De- 
gasperi, Wien, 67 - Archiv W. Frenken, Breitenbrunn, 
61 - Galerie Moser, Graz, 67 - Galerie an der 
Stadtmauer, Villach, 65 - Galerie Schreiner, Basel, 
67 - Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg, 27 - 
Archiv L. Heuermann, Wien, 87 - Archiv J. Heusinger 
von Waldegg, Hamburg, 42, 44-47 - F. Hewicker, 
KaltenkirchenlHolstein, 33 - H.-J. Hayden, Hamburg, 
42 - H. G. Hinter-Reiter, RichmondNd, 87 - Hatstät- 
ter-Dia, Riedllnnkreis, 1, 5 - Archiv W. Holzbauer, 
Wien, 49-51, 53, 54 - Archiv S. Kamenyeczky, Wien, 
60 - E. Kamler, Kitzingen, 30 - H.-H. Kassatz, Wien, 
34-39 - Kulturamt der Stadt Wien, 67 7 Kunsthistori- 
sches Museum, Wien, 28, 31, 33 - H. Mayr, Wien, 65 
- Mirabellgarten, Salzburg, 67 - Metrapalitan Mu- 
seum of Art, New York, 14, 16, 17 - Museum für 
Kunst und Gewerbe, Hamburg, 40-45 - Neue Resi- 
denz, Bamberg, 67 - Österreichisches Museum für 
angewandte Kunst (E. Ritter), Wien, 84, 85-87 - C. 
Pospesch, Salzburg, 19 - P. Pracher, Würzburg, 11 - 
W, Pribyl, Graz, 65 - E. Ritter, Wien, 15-17 - Archiv 
Dr. A. Rohrmoser, Salzburg, 6-9, 12 - Archiv Romani- 
scher Keller, Salzburg, 65 - Schlaß Nymphenburg, 
München, 28, 29 - Archiv H. Seling, München, 82, 83 - 
Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz, Kupfer- 
stichkabinett, Berlin, 33 - Städtische Kunstsammlun- 
gen, Augsburg, 27 - H. Steiskal, Salzburg, 2-4, 65 -- 
Sapraintendenza, Genua,26 -l.Strempel, Klasterneu- 
burg, 25 - Archiv Dr. Ch. Theuerkauff, Berlin, 2B, 30, 
31, 33 - The Wadsworth Atheneum Hartford (E. Blam- 
strann), CannJUSA II, 33 - Wallace Callectian, Lon- 
don, 23 - Walters Art Gallery, London, 27 - Winni- 
peg Art Gallery, Winnipeg, 67. 
77
	        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.