MAK

Volltext: Alte und Moderne Kunst XVIII (1973 / Heft 129)

Bachler 
l Kokoschka 
Notruba - 
derne Künstler malen 
atervorhänge 
dolf Eisenmenger, Orpheus und Eu dike, 
erner Vorhang in der Staatsoper ien, 
E3154 
(Uflfgen 1-7 
Bachler, Gemalte Theatervarhänge in Deutschland 
lsterreich, München 1972. 
, S. 61 ff., S. 117 ff. - Ferner: „alle und moderne 
', 13. Jg., 1968, Heft 96, S. 22 ff. 
iildet in „alte und moderne kunst", 13. 19., 1968, 
'6. - Ferner Ausstellungskatalo „Makart - Triumph 
sdiönen Epoche", Baden-Sa en 1972, s. 181 u. 
a et le theätre, Ausstallungskatalog, Toulouse 
Milhau, Chagall et le theötre, Katalog des 
- des Augustins, Paris 1967. 
Kochno, Le Ballet, Faris 1954, Abb. S. 299. 
. Abb. S. 274. 
Die Geschichte der gemalten Theatervorhänge 
läßt sich in Österreich und Deutschland mit eini- 
ger Beschwerlichkeit, aber doch bis in den An- 
fang des 17. Jahrhunderts zurückverfolgen, aber 
viel leichter mit zahlreichen Beispielen im 18. und 
19. Jahrhundert belegenh Österreich, und da 
wieder insbesondere Wien als eine der ältesten 
und berühmtesten Theaterstädte Europas, haben 
in der historischen Gesamtentwicklung eine ei- 
gene, wichtige und anregende Rolle gespielt7. 
Die stattliche Reihe der gemalten Theatervor- 
hänge in Wien reicht etwa vom Hoftheater 
Leopolds l. bis zum eisernen Vorhang der neuen 
Wiener Staatsoper, den Rudolf Eisenmenger 
1953154 für das 1955 wiedererötfnete Haus ent- 
worfen hat. Dieser Vorhang mit seinem maleri- 
schen Motiv aus der Oper „Orpheus und Eury- 
dike" steht sowohl thematisch (ein früherer Vor- 
hang von Karl Rahl für die Oper zeigte eben- 
falls ein Orpheus-Motiv) als auch historisch ge- 
sehen in der Tradition der alten gemalten Wie- 
ner Bühnenvorhänge und ist, so betrachtet, ge- 
wiß ein bemerkenswertes Erzeugnis dieser eigen- 
tümlichen Kunst. 
Zu den bedeutendsten älteren Wiener gemalten 
Theatervorhöngen zählen außer dem eben er- 
wähnten von Karl Rahl auch die von dem 
Oeser-Schüler Heinrich Füger (Burgtheater), van 
Joseph Platzer (Theater in der Leopaldstadt), 
der Fux-Vorhang des Ringtheaters, der Staats- 
opernvorhang von Ferdinand J. Laufberger und 
die verschiedenen Makart-Vorhängea. Auch ge- 
malte „Eiserne" hat es in Wien schon vor d 
Eisenmengerschen gegeben. 
Die Tradition der ständigen Bühnenvorhönge 
allegorischen Malereien und der gemalten l. 
textilen Draperien ist zu Ende gegangen. D: 
ist es eine immerhin erstaunliche Tatsache, d 
sich viele moderne Künstler, beispielsweise 
Österreich, in Deutschland und nicht zuletzt 
Frankreich (dort vornehmlich angeregt du 
die bedeutende Ballettentwicklung), immer w 
der von den gewaltigen Malflöchen der Theal 
varhdnge animiert gefühlt haben, zuweilen : 
Schaffung eines Dauervorhangs, meist ied( 
für einzelne Stücke oder Zyklen. 
Betrachten wir zunächst die ungemein lebendi 
Entwicklung in Frankreich. Andre Derain, Gi 
gio de Chirico, Salvador Dali, vor allem al 
Pablo Picasso' und Marc Chagallä hat: 
Ballette ausgestattet und für einige Aufführl 
gen Stückvorhönge entworfen. 
Für die Oper in Monte Carlo hatte Andre Deri 
ein Ballett konzipiert (Musik von Georg 
Auric), für dessen Aufführung im April 1932 
Dekorationen, Kostüme und den Vorhang" sch 
Die Choreographie zu diesem Ballett, „La C: 
currence", stammte von Georges BO1OI1C111l 
Für Boris Kochnos Ballett „Le Bal" (Monte Ca 
1929 und Paris 1929) hatte Giorgio de Chiri 
Kostüme, Dekorationen und den Stückvorha 
gemacht; auch zu diesem Werk hatte Balc 
chine die Choreographie geschaffen 7. 
In den Jahren 1917 bis 1953 hat Pablo Pica:
	        

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