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Volltext: Alte und Moderne Kunst XIX (1974 / Heft 132)

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
In Klammer vermerkle Karalognummern beziehen sich uvf 
den Kulolog der Ausstellung „Wellkulluren und Muderne 
Kunsl", München, 1972. 
1 Ellegillürkei, Mille 16. Jh. (lznildj, Besilzer 5., (Kot.- 
r. 
2 Emile Decoeur, Teller, um 1575 (Kot-Nr. 9B) 
3 Theodore Deck, Teller, 1865 (Kuh-Nr. 92) 
A Theodore Deck, Teller, um 1860 (KuL-Nr. 88) 
5-8 Theodore Deck, Ornnmenl-Emwürfe, zwischen 1860 
und 1868, Paris, Prlvulbesllz 
9 Wlllium de Morgen, lüslrlerle Fliese, um 1892, 
Trondheim 
nbmeyr mit dieser Technik ein neues Verhäiiriis lur 
lrmung und zur Oberfiädienveredelung lieiorie. Zwar 
xi er mit der Gummiwuize und erlangr damit die von 
ziorderie Verbreiiung; er enieli Siimmungswerie, die 
durchscheinenden Material in der Späigründerzeii 
rnisdieidende Wirkung auf das Publikum sicherten. 
Bedeuiun liegi, wie bei allen Künstlern, die am 
idien Vor ild lernlen, in der ledinisdlevi Perfektion. 
iesdiidlie dieses technologischen Lernvorgungs durdi 
rieni ist bisher nodl nicht geschrieben worden. 
im de Morgun und die Lüsierkercmik islclmi- 
Vorbiides (Abb. 9, 19-22] - (S. 15, 17) 
m Frend de Morgen wurde 1932 in London geboren 
sierb deselbsl 1911. Er war Sdiüler der loyal 
m und sbdier Begründer und lnheber einer dern 
.- reis neheslehenden keramischen werlrsieir. sehen 
iiig hniie er einen Blick für die isldrnlsehe und 
rlidre Formeriweli. 1072 beginnt de Morgen in 
KG rnii seiner ersien Keramikprndukiion. sie wurde 
durch seine Beziehungen zunr Morris-Rosseiii-Kreis geför- 
deri, und die Ndeiiirege nedi isieniisdren Kacheln und 
Fliesen wer hir ihn die Änregung zu srdndigen Versuchen 
auf diesern Gebiei. Er srelli eiwn 400 Fliesenrnusier her, die 
er nddi syrischen vdrbildern eniweri. lrn Leighion Hause 
enrwidrelre er iiir lbrd Loighlon 1977 ein Kacheldesign im 
erdbisdren snei von haehsier Perfekiion, wobei er da- 
maslenische Eniwürfe des 16. und 17. lehrhunderis bevor- 
zugie. wesenilidr wurde vor ihn die Liislernielerei, die er 
nedi ieiirnidisdrer Lüsierkerumik und Lüslerfclyenzen des 
irans (Bugnurd) des I2. Jahrhunderts entwarf. Bei dieser 
Tedinik hdndeli es sich um eine Arl rneinllisdier Glasur, bei 
der auch die persischen Vorbilder Kdshdn, Ruyy und 
Gurgun Peie siehen (Abb. 91, De Morgun versuehi 
europäische Tedrniiren, vor eilen Dingen der irelienisdren 
Muiolikan, hinzuzuiogen, ein guies Beispiel h-ir einen viel- 
ialii en Kernbineiienssiil, der iybisdi für die cranderzeir 
im Sberenne zurn Jugendstil isi. Aus den Eridliruneen und 
den eigenen wissenseheiiliehen Kennlnissen eniwickeli er 
ein umfangreiches iieberieire en lzedniriiensrniireln ior den 
Kuiminuiionspunkt beim Brandprozeß. Er erhalr dddurdi 
iieie und wernre Erneilidne, die er rnii lrunspnrenlen 
Glesuren nedinidls Überzug. Audi er bennizie spüier ge- 
nuuso wie Theedere Deck Anregungen aus dem lznik-Bereich 
des 16. lehrhunderis. Die islamische Keramik der Spunisüid 
mclurischen Eirifluefebieie wdren ihm gleichermaßen Vor- 
bild, wenn auch ie Prägnanz der islamischen verbilder 
ofimuis zu (ehlen seheinl. Zumal zwisdien Form und Mur 
sierung keine Einheil enlslehl, gilt de Mergen dls der 
große Anreeer und Mililer zwischen erienidlisdien und 
eurepaisdien Produkiiorievi. 1892 wird er von der ägypti- 
sdnen Regierung neeh Kairo geruien, um ddri eine 
Kererniirindusirie ins Leben zu rufen. Die hier in den 
Abbildungen (Abb. 9, 19-21) gezeigien Beispiels können 
dui Grund der Sdiwurzweißwiedergabe nidii die Lrisier- 
eiielrie wieder eben, die wohl els bedeuiender Beiirug 
osl-wasilidier gegegnung zu versichern sind. ober seinen 
Miinrbeiier cherles Passenger (Abb. 22) hineus eniwidrelie 
er eine individuelle und rypisshe Dekoraiionsfcirm, die 
dnreheus auch ungaregi sein kann durch Thbodore Deck, 
der die iedrnisehen uniersuehun en des erienidlisehen 
verbildes gieidiermaßen vnrangeirie en heile. 
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