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Volltext: Alte und Moderne Kunst XIX (1974 / Heft 136 und 137)

in: uvlllcyl lluuxwilu ululc u... ululw, luu- 
on Sinnenreiz zu Aufwall-ung, der andere 
zt hin bei der Betrachtung des eigenen 
und kokettiert „krünkelnd" mit dem Selbst- 
l. Verantwortung ist bürgerlich, schon die 
asionisten wollten sie nicht mehr tragen. 
iilOft hingegen könnte ins Auge gehen, 
acheut man die Anstrengung und will den 
n des schönen Lebens"' nicht missen. Je- 
xt seine Rolle, man muß sie spielen. Man 
das Spiel im Spiel: „. . . Was ist nicht Spiel, 
ir auf Erden treiben,...Wir wissen nichts 
ndern, nichts von uns; wir spielen immer, 
. weiß, ist klugl." 
hönomen wie das des „Stils der müde 
den Schwertlilienm lößt sich wohl kaum 
hin mit der Bezeichnung „Modeerschei- 
abtun. Seit iener nun schon historisch 
denen Ausstellung „Um 1900", die Hans 
1952 in Zürich veranstaltete, hat sich die 
ilung des Jugendstils grundlegend geän- 
aus dem Paradebeispiel des Geschmack- 
und Kitschigen war etwas Hochinteressan- 
d unerhört Modernes geworden. Man hatte 
tzlich nicht mehr mit einer „skurrilen Epi- 
5 zu tun, sondern man stand vor einer 
inung geradezu epochalen Ausmaßes; und 
nmern sich nun Kunsthistoriker und Litera- 
chichtler sehr fleißig um den sogenannten 
-n Stil", um Art nouveau, I'Art pour l'ort, 
'n Style, Ästhetizismus, Decadence, Fin de 
Neuromantik, Symbolismus, Sezessionis- 
nd welche Bezeichnungen mehr man noch 
und anführen möchtet. Neben einigen 
iativen, sachlichen und weiterführenden 
uchungen' und Erkenntnissen dorniniertdie 
ahl iener Publikationen, die eifrig dazu 
gt, den Jugendstil weiterhin in seinem 
artigen dubiosen Nebel und Ornament 
rn zu lassens. Auch durch Ausstellungen 
mmer wieder das Interesse am Jugendstil 
kt und: wachgehalten! Wobei sich wohl 
ies abnützt, vieles Neue aber in den so 
aren Begriff aufgenommen wird; und er- 
icherweise treten kaum Ermüdungserschei- 
n ein, im Gegenteil: er blüht und blüht. 
zt es in diesem Jahr sogar im Marbacher 
w-Nationalmuseumy eine umfangreiche, 
"ragend ausgewählte und dokumentierte 
ellung, für die man das Motto von Schnitz- 
utobiographie „Jugend in Wien" entlehnt 
elbstverstöndlich handelt es sich hier nicht 
ne Ausstellung, die ausschließlich Jugend- 
ionote zeigt; aber das Wien um 1900 läßt 
oen nicht ohne Sezessionen und Jugendstil 
n. 
amit ist man zu dem Zentralproblem aller 
Betrachtungen gekommen, sie sich mit der 
hl der verschiedensten Stilbemühungen um 
Jhrhundertwende beschäftigen. Es dürfte 
eine vergleichbare Zeitspanne geben, die 
inem ähnlichen Stilpluralismus aufwarten 
bzw. sich damit abplogen muß). Es handelt 
aineswegs um eine iener guten alten Zeiten, 
ien oben noch oben und unten noch unten 
n denen sich ieder einer herrlichen indivi- 
tischen Vielfalt von lebenserfreuendem 
xngebot hingeben durfte. Es handelte sich 
ne krankhafte Hektik, die zwangsläufig in 
iferno des Weltkrieges führte und die den 
tig-gewaltsamen Umbruch mit sich brachte. 
)zialen und soziologischen, die wirtschaft- 
und industriellen, die ideologischen und 
politischen Problemstellungen waren ehe- 
vom Naturalismus aktualisiert worden. Die 
iter des Impressionismus haben sie dann - 
ungewollt, aber als brave Bewahrer der 
wenden Machtverhältnisse - weitgehend in 
ssenheit geraten lassen. Und die Künstler, 
'l. il. ill 
 
 
 
 
 
 
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J .1! 
FRIEDRICH 
NIETTSCHE 
 
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