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Volltext: Alte und Moderne Kunst XIX (1974 / Heft 136 und 137)

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53-2 
die durch die Phase des Jugendstils gingen, 
machten auch nur in einigen Fällen den Ver- 
such, das soziale Problem zu lösen. Die Mehr- 
zahl von ihnen huldigte ziemlich unverhohlen 
prä- und kryptofaschistischem Gedankengut". 
Einige traten freilich auch den Weg zum „ex- 
pressionistischen Schrei" an, zum Aktivismus und 
zu der Utopie, daß nach der reinigenden Kriegs- 
katastrophe der „neue Mensch" in neuer Umwelt 
den idealen Staat aufbauen werde. (Die meisten 
dieser Idealisten mußten schon zu Beginn des 
„Reinigungsprozesses" ihr Leben lassen.) 
Innerhalb der englischen Jugenstilbewegung 
war William Morris (1834-1896) wohl der ein- 
flußreichste Vorkämpfer für die neuen Ideen. Als 
Sohn sehr reicher Eltern verbrachte er eine sorg- 
lose Jugend, um sich dann plötzlich mit allern 
Nachdruck für seine Vorstellungen einzusetzen. 
Er sah in der englischen lndustriewirtschaft, die 
sich auf die schlechten Grundlagen des Kapita- 
lismus stützte, als überzeugter Sozialist die Wur- 
zel allen Übels. Den allgemeinen Verfall der 
Menschenwürde und der Formen suchte er durch 
das gediegene Kunsthandwerk zu bremsen. Den 
Arbeiter wollte er aius dem Elend ziehen und ihm 
eine neue und schöne Umwelt sichern. Morris 
strebte eine „Einheit von Kunst und Leben" an. 
Ihm schwebte dabei das von ihm idealisierte 
mittelalterliche Zunftwesen vor. So sah er in der 
gotischen Kathedrale das „Symbol für die Zu- 
sammenarbeit aller Künstler als Handwerks- 
leute"". Seiner Vorstellung nach muß Kunst 
„vom Volk gemacht sein, für das Volk, als eine 
Beglückung für den Hersteller und den Nutz- 
nießerlz". 
Morris selbst stellte das überzeugendste Beispiel 
für diese Gesamtheit der Künste dar: er war 
Schriftsteller und Dichter, Maler und Designer, 
bildete einen festen Mittelpunkt für Schüler und 
54 
Trabanten, schuf Holzschnitte, Zierleisten, Initia- 
len, Illustrationen und Bucheinbände für seine 
Bücher und verkaufte auch eigenhändig alle 
Stücke, die in seinen Werkstätten hergestellt 
worden waren (Möbel, Gebrauchstextilien, Tape- 
ten und Bildteppiche). Die Gestaltung der Wohn- 
räume war sein höchstes Anliegen. Sie sollten 
„eine Gemeinschaft von Menschen beherbergen 
können, ohne daß der Sinn ihres Zusammenseins 
von Äußerlichkeiten gestört wird I3". 
Es ist nicht verwunderlich, daß Morris mit diesem 
Idealismus - der weniger tragisch als kurzsichtig 
zu nennen ist - Schiffbruch erlitt. Die Vielzahl 
seiner künstlerischen Anregungen und Ideen 
wirkte zwar ausgesprochen befruchtend, seine 
sozial-utopischen Gedanken hingegen blieben 
restlos unverwirklicht. Eine derartig teure Her- 
stellung der verschiedensten Kostbarkeiten - al- 
les von Fachleuten und Künstlern handgefertigt 
- mußte zu astronomischen Verkaufspreisen füh- 
ren. Es handelte sich fast ausnahmslos um Einzel- 
stücke, Einmaligkeiten, „Modelle". Der „schlichte" 
Gebrauchsgegenstand war für den Arbeiter un- 
erschwinglich. Nur die ganz wenigen Superrei- 
chen und Snobs konnten diese exquisiten Pretia- 
sen bezahlen. Kostbarste Exklusivität und erle- 
senster Luxus blieben notwendigerweise dem 
Volk unzugänglich und damit auch suspekt. 
Aber die Industrie - und damit war Morris' Idee 
pervertiert - sah die Lücke. Man stellte einfache 
und billige Formen, Verzierungen und Gegen- 
stände massenhaft her, die dem lenkbaren Durch- 
schnittsgeschmack den Schein der Vornehmheit 
vorgaukelten und auch im tristesten Hinterhaus- 
zimmer als geschmacklose Kitschraritöten der Fa- 
milie blühten. Kurzfristig konnten sich die dritte 
und vierte Künstlergarnitur vor Aufträgen kaum 
retten. Dann regierte ausnahmslos das Fließ- 
band; der Kitsch feierte Hochkoniunktur. Das 
8 Arthur H. Mackmurdo, Titelseite zu: W 
City Churches, 1883 
9 Edward Burne - Jones, „The well at the W( 
end". Buchgestaltung W. Morris, Illustration 
E. BurnchJones. 1896 
11 Aubrey Beardsley, Doppelseite aus; Thc 
Malary, Le Morte D'Arthur. 1893194 
12 Aubrey Beardsley, The Climax. Aus 
Wilde „Salome". 1894 
13 Aubrey Beardsley, The Stomach Dance. 
Oscar Wilde „Salome". 1894 
Anmerkungen 10-13 
"I Vgl. hierzu: HamannlHermand, Stilkunst, a. a. o. 
"  1l'7lafstütter, Gesch. d. eurap. Jugendstilmalerei, a. t 
cßuzn. SUNNYSIDE ganemvrou . xswr. 

	        

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