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Objekt: Alte und Moderne Kunst XVII (1972 / Heft 124 und 125)

ztuelles Kunstgeschehen l Bundesländer 
lzburg 
nstverein in der Residenz 
cole Cromier 
aßformatige Olbilder und Wandteppiche. 
egungen aus seltsamen Naturgebilden, etwa 
einem sich schwarz gegen den Himmel 
lebenden Astgeflecht, werden in dichte und 
re Formelemente verwandelt. (20. 7.-20. 8. 1972). 
erner Otte 
strakte Gestaltung, deren Formensprache sich 
n lnfarmel nähert; Lieblingsgebiet Graphik, 
blingstechnik Lithographie. Doch sind auch 
chnungen mit aquarellierten Flächen und 
biger Feder zu sehen gewesen; überzeugend, 
er anderen, „Stenogramm für Schlagzeug" 
l2), ein aus tiefem Schwarz leuchtendes Signal 
8.-20. 9.). 
llerie in der Goldgasse 
isy Rittershaus 
iierstrukturen sind wichtiger Bestandteil von 
aigen Linalschnitten; in ihnen führen kontur- 
eichnete Akte und Gesichter ein subtiles 
enleben, Anregungen scheinen aus dem Kreis 
Jean Cocteau gekommen zu sein. „Unsichtbares 
tbar machen" war der Titel dieser amüsanten 
istellung (5. 7.-22. 7. 1972). 
lerie Welz 
rc Chagall 
e Ausstellung meiner Werke in Salzburg macht 
h sehr glücklich, da ich mich Mozart, meinem 
nlingsmusiker, eng verbunden fühle", schrieb 
Katalog der Gott aus den Olivenhainen von 
wt-Paul-en-Vence. Die Chassidim lehrten (a, daß 
ll die Askese, sondern die zur Verzückung und 
tase führende Freude der Weg zu Gott sei; 
allem sei die berauschende Musik der Ausdruck 
ies Teilhabens an Gott. Wieland Schmied hat 
auf hingewiesen, daß Chagall im Motiv der 
ge die Musik immer aufs neue in seine Bilder 
ßvoben hat. Wir kennen sie alle, seine verliebten 
:ikanten, seine Madonna von Sils, seine Feld- 
nensträuße, seine Flötenspieler. Doch kennen 
auch seine Illustrationen, auch seine Bühnen- 
er und Kostümentwürfe. Möglicherweise ist den 
antwortlichen der Salzburger Festspiele bekannt, 
Chagall 1967 die Ausstattung der „Zauber- 
e" an der Metropolitan Opera entwarfen hat. 
re nicht ein Auftrag an Chagall der Salzburger 
spiele würdig gewesen? Hätte ihn dieser 
trag nid1t noch glücklicher gemacht als eine 
stellung? (22. 7.-17. 9. 1972) - (Abb. 13). 
kl-Haus am Waagplatz 
1972 an die Sommerakademie für bildende 
st neuberufenen Professoren stellten sich hier 
neuen Arbeiten vor. Heinz Trökes, seit 1961 
ylied der Berliner Akademie, leitete die 
sterklasse für nonfigurative Malerei und zeigte 
ilder, Serigraphien und Aquarelle. Seine stark 
igen Chiffren haben sich von indianischer 
amentik anregen lassen, ein Zyklus „Fata 
gana" ist erst vor kurzem entstanden. Auch 
Werke des Bildhauers Ralph Brown, der an 
e seines englischen Landsmannes Kenneth 
itage nach Salzburg gekommen ist, sind zum 
m Mal hier zu sehen. Es sind eigenwillige 
afs aus Aluminium oder Bronze; charakteristisch 
tas hervorragenden Können im differenzieren- 
Behandeln des Materials und die Verwendung 
ger, aus dem weiblichen Akt modifizierter 
ien. Der Prager Goldschmied Josef Symon, der 
1968 an der Wiener „Angewandten" unter- 
et, zeigte Schmuck aus konisch übereinander 
gten Kreisformen (24. 7.-'l8. 8. 1972). 
lein, Keltenmuseum 
JS Klingler 
er Grundhaltung expressianistisch, liebt der 
e Salzburger Kunsterzieher das Landschafts- 
rrell und - in Zeichnung oder Druckgraphik - 
yesellschattskritische Karikatur. Er will der 
fahr des Akademismus" entgehen und vertraut 
nspiration, seine Farbgebung zeigt hohe 
ität (14. 7.-31.8.1972) - (Abb. 14). Franz Wagner 
Tirol Innsbruck - Galerie Taxispalais 
Aspekte der neuen Sachlichkeit 
Handzeichnungen und Aquarelle von Dlschinger, 
Dix, Dressler, Förster, Fritsch, Großberg, Grosz, 
Grundig, Hubbuch, Höch, Hirzel, Karnoldt, Klein, 
Lenk, Mammen, Mense, Nebel, Radziwill, Schad, 
Schlichter, Schmidt-Berg, Schatz, Schrimpf, Wacker, 
Wunderwald (11. 7.-17. 8. 1972). 
Kitzbühel - Spielkasino 
Erich Postenrieder, Malerei und Graphik 
Van Kompositionen mit der menschlichen Figur 
kommend, finden wir eine Konzentration auf 
spezifische Linien, die zum Träger eines mehr- 
wertigen Tiefensystems werden, eines Systems der 
immanenten Bildidee. Querschnitte durch Räume 
und Zeiten (22. 7.-5. 8. 1972) - (Abb. 15). 
Oberösterreich 
Linz - Neue Galerie 
Der Architekt Mauriz Balzarek 
Gedächtnisausstellung zum 100. Geburtstag, 
veranstaltet vom Stadtmuseum Linz. 85 Exponate 
gaben über das überaus reiche Werk des 
WagnereSchülers Auskunft. Arbeiten, die von der 
Formensprache der Wiener Secession vor dem 
ersten Weltkrieg bis zu den sachbezogenen 
Siedlungsbauten der späten dreißiger Jahre zeugten. 
Sdiau. (31. 8.-24. 9. 1972) - (Abb. 16). 
Timo Huber 
Spiegel des großen Welttheaters 
61 Collagen und Obiekte mit starkem engagiertem 
Einsatz. Der 1944 Geborene bringt „Szenenaus- 
schnitte" aus unserer Welt. Das Grauenhafte und 
Hoffnungslose herrscht vor. Von Stenvert kommend, 
bleibt hier nichts mehr von dessen positiven 
Aspekten (21. 8.-24. 9. 1972). 
Club der Begegnung 
Hanno Karlhuber, Herbert Pasiecznyk, 
Manfred Wagner 
Drei Schüler Rudolf Hausners. Sehr verschieden im 
Thematischen und auch Formellen. Pasiecznyk 
äußerst zurückhaltend, kühl, realistisch. Wagner 
ein wenig an den Amerikaner Andrew Wyeth 
erinnernd. Karlhuber noch am meisten seinem 
Lehrer verpflichtet (13. 9.-4. 10. 1972) - (Abb. 17). 
Maerz - Galerie am Taubenmarkt 
Adolf Frohner 
Der bekannte Künstler zeigte u. a. den neuen 
Zyklus „Bindungen" (20. 9.-20. 10. 1972). 
Kärnten 
Villach - Galerie an der Stadtmauer 
Valentin Oman 
Eine wichtige Schau, die die feingestuften, mit 
Brisanz gleich einem Bildstreiten ablaufenden 
Liniengefüge zeigte, mit denen Oman erzählt 
(7.-23. 6. 1972) - (Abb. 18). 
Hugo Wulz und Anton Thuswaldner 
Wulz, erfreulich heiter, nennt seine kindlich- 
phantastischen Bilder „FIugviecher 8. andere". 
Thuswaldners bemalte Holzobiekte sind dem Totem 
nahegerückt und haben etwas Magisches (7.-23. 6. 
1972). 
Roland Grasser und Herbert Unterberger 
In Grassers Malerei und Graphik finden wir immer 
wieder den Menschen sich selbst gegenübergestellt, 
montiert, kombiniert und auf eine Kürzung gebracht, 
im Licht und im Schatten. Beziehungen! Unterbergers 
Holzplastiken sind Raumgefüge in verschiedenen 
Verkappelungen (16. 8.-9. 9. 1972) - (Abb. 19). 
Steiermark Graz - Galerie 15 
Ausstellungsaustausch USA-Osterreich, für den die 
Sezession Graz und der Club der Begegnung 
verantwortlich zeichnen (9.-29. 9. 1972). 
2. Grazer Kunstmarkt 
Der heurige Kunstmarkt stand unter dem Zeichen 
der Aktion. Eine der originellsten war die Holz- 
tempeIkunstharzkugelanmalaktion des Wieners 
Franz Milan Wirth auf dem Schloßberg. Er bemalte 
dort wie bei anderen seiner Aktionen diesmal 
13 Kugeln, etwa 50 cm groß (29. und 30. 9. 1972) - 
(Abb. 20). 
Niederösterreich 
Schloß Lengenfeld bei Krems 
Johann Fruhmann 
Die gezeigten Werke beweisen, daß Fruhmann mit 
einmal Gefundenem und für sich als wesentlich 
Erkanntem nicht bricht, es aber immer weiter 
verfeinert und in neue Bereiche, etwa in die 
Dreidimensionalität, treibt. Die Entwürfe für die 
Sgrafitti auf den Wänden des Schlosses lassen den 
Betrachter eine baldige Ausführung erhoffen. 
(30. 7.- 27. B. 1972) - (Abb. 21). 
Schloß Breitenbach bei Horn 
Internationales Symposion für Maler, Bildhauer, 
Architekten und Dichter. Das Zentrum der 
Auseinandersetzung war die Planung eines 
Freizeitdarfes für Schloß Rosenau. Von den Malern 
seien besonders Arnulf Neuwirth, Uta Prantl, Inge 
Dick und Wolf Winiwarter erwähnt 
(11. 6.-3. 9. 1972) - (Abb. 22). 
Wiener Neustadt - St. Peter an der Sperr 
Der Holzschnitt in Niederösterreich 
1900-1972 
Neben einer Anzahl wesentlicher nö. Holzschneider 
der Gegenwart zeigten die Blätter von Andri, Lenz 
und Stöhr, Blauensteiner, Forstner, Zakucka die 
Altmeister dieser Technik. Die Brücke zu den Jungen 
bilden Emma Bormonn, Fronius, Matulla und 
Zülow (22. 9.-8. 10. 1972). 
Lindabrunn-Steinbruch 
Internationales Bildhauersymposion 1972 
Teilnehmende Bildhauer: Mack Beal, USA; 
Dominique Stroobant, Belgien; Fumihika Takashima, 
Japan; Roland Berger, Mathias Hietz, Gerald 
Matzner und Hannes Turba, Österreich. Interessante 
Gestaltungen; ein Zug zur „Land-art" ist 
feststellbar. Erstmals nahmen heuer auch vier 
Schriftsteller des Literaturkreises Podium, Manfred 
Chobot, Josef Maver-Limberg, Doris Mühringer 
und Peter Zumpf, an dem Symposion teil (Juli bis 
September 1972). 
Baden - Beethoven-Haus 
Peter Almassy, Rosemarie Benedikt, Gerhart Hrosek, 
Erich Postenrieder, Kurt Ulrich - Malerei, Graphik, 
Keramik. 
Der Kunstverein Baden stellte mit dieser Schau seine 
neuen Mitglieder vor. Am stärksten waren die Graphi- 
ken Pastenrieders und die Keramiken der Benedikt. 
Hrosek macht es sich mit seinen Graphiken etwas 
zu leicht. Ullrich, phantastisch, naiv, sehr farbig, 
stellt wenig Ansprüche. Am sdiwächsten Almassy 
(5.-19. 7. 1972). 
Anton Wichtl - Malerei und Graphik 
Die Graphik, oft ausholende Linien, offen, oft auch 
dicht, einem Verhau ähnlich, weist starke Spannung 
auf. Die Ulbilder, expressiv, pastos, zeigen eine 
Handschrift, die immer ausgeprägter und 
verdichtender wird (3. 9.-17. 9. 1972) - (Abb. 23). 
Kleine Galerie am Hauptplatz 
Franz Katzgraber und Siegfried Krupbauer 
Katzgrabers Plastiken verdichten sich in letzter Zeit 
immer mehr. Besonders einige kleinere Arbeiten 
zeigten eine geballte Kraft idolhaft aufgebaut. 
Krupbauers Graphiken, sehr saubere Radierungen, 
sind zwar nach wie vor streng, jedoch zu ihrem 
Vorteil etwas gelockerter geworden (9.-22. 6. 1972). 
Susanne Moser 
Die 20 Landschaftsaquarelle und Federzeichnungen 
(Reiseskizzen) beweisen, daß mit der Moser, ganz 
in der Stille, ein Talent reifte, das einer größeren 
Beachtung wert wäre. Die feine Linienführung, 
hauchdünne Gespinste, die sich genau an den 
richtigen Stellen verdichten, oft auch leicht farbige 
Tönungen geben den Blättern eine duftige 
Atmosphäre (23. 45.-13. 7. 1972 - (Abb. 24). 
Burgenland 
Eisenstadf 
Maria Plachky - Tapisserien (21. 7.-20. B. 1972). 
Stoob 
In der Keramikfachschule fand ein internationales 
Symposion für Keramik statt. Alois Vogel
	        

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