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Volltext: Alte und Moderne Kunst XX (1975 / Heft 140)

Rudolf Alt, Blick aus der Grabengasse auf den 
Stack-im-Eisen-Platz, 1843. Aquarell, 37,6 x 27 cm. 
HM lnv.-Nr. 333 
Rudolf Alt, Michaelerplatz (Blick zum Alten 
Burgtheater), 1889. Aquarell, 39,8x51 cm. HM 
lnv.-Nr. 31.259. 
nerkungen 9-15 _ _ 
A lnv.-Nr. 30.537. Stephansdüm, Westseite, Bleistift- 
izle. Z5,1x13,4 cm. Sign. r. u. „R All", und HM 
n-Nr. 105.769. Stephansdorn, Südseile, Aquarell. Qläx 
,7 cm. 
zvesi, a. a. 0., Tafel 21. HM lnv.-Nr. 333. Blick aus der 
abengasse auf den Stock-im-Eisen-Platz, aquarellierte 
derzeichnung. 57,6x27 crn. Sign. u. dat. l. u. „Rudolf 
t 1843". May, a. a. 0., Tafel 76. 
A lnv.-Nr. 17.666. Freyung in Wien, Bieistiftzeichnung, 
wllenweise aquarelliert. 30,7x51 cm. Sign. u. dal. r. u. 
E Alt 849". May, a. a. O., Tafel 76. 
A lnm-Nr. 45811(Sicherslellungsbestandl. Der _Hat_vv{:ih- 
seite mit dem Riesentor und ein die Südseite 
darstellendes Aquarell, ein undatiertes Blatt, das 
iedoch vor dem Aufsetzen der Giebel entstan- 
den ist'. 
Ein bekanntes, auch aus der Literatur" bekann- 
tes Aquarell ist der „Blick aus der Grabengasse 
auf den Stock-im-Eisen-Platz". Es handelt sich 
dabei um eine Mischform aus Federzeichnung 
und Aquarell, wobei deutlich Höhungen mit 
Deckweiß feststellbar sind. Der Stephansturm - 
im oberen Teil eingerüstet - ist hier beherr- 
schend, die Stimmung ist hochsommerlich, sicht- 
bar sind abermals das Laianskysche Haus und 
die schmale Einfahrt in die Singerstraße. Nicht 
unwesentlich ist auch an diesem Blatt die Dar- 
stellung der in ieder Beziehung malerisch le- 
bendig aufgefaßten Valksszenen. 
Einige der schönsten und markantesten Wiener 
Plätze hat Rudolf von Alt in einem besonderen 
Maß charakterisiert. Die Zeichnung einer An- 
sicht der Freyung mit dem Blick gegen Heiden- 
schuß und Hof ist durch eine zarte Aquarellie- 
rung reizvoll gesteigert". Ganz links erkennt 
man die Fassade der Schottenkirche, dann das 
Schubladkastenhaus, auch Ludwig Schwanthalers 
Austriabrunnen, der wenige Jahre vorher an die- 
Stephansturm. Den Platz Am Hof zeichnete Alt, 
offenbar zu Studienzwecken, in festlichem Ge- 
wand mit Fahnen und Blumen anlößlich der 
Feier der Einführung des Dogmos der Unbe- 
fleckten Maria 1854. ln der Mitte des Platzes 
sieht man Balthasar Herolds geschmückte Säule, 
rechts erkennt man auch nach einen der beiden 
allegorischen Brunnen von Johann Martin Fi- 
scher, die dort standen, sich aber seit 1875 im 
Besitz des Historischen Museums der Stadt Wien 
befinden ". 
Für die Kenntnis der topographischen Verhält- 
nisse des alten Wien ist schließlich auch Alts 
Darstellung des Michaelerplatzes mit dem alten 
Burgtheater von großer Wichtigkeit. Dieses 
Aquarell aus dem Jahre 1889 zeigt links die 
Winterreitschule sowie in der Mitte des Blattes 
das Gebäude des alten Burgtheaters knapp vor 
seiner Abtragung, mithin also den gesamten 
Bereich des Michaelerplatzes, der sich kurz nach- 
her grundlegend verändert hat u. Hier, wie auch 
bei der Darstellung des „Neuen Marktes", be- 
völkerte der Maler die Szene mit zahlreichen 
Figuren". Originell wirkt im Mittelgrund rechts 
ein von schweren Pferden gezogener Bierwagen 
mit vielen Fässern. Im Hintergrund sieht man
	        

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