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Full text: Alte und Moderne Kunst XVIII (1973 / Heft 126)

ierade an Gegensätzen wachsende We- 
ei, „dies ist es, was sich einzugestehen den 
arn der modernen Kultur widerstrebt", wie 
hilosoph Theodor Litt bemerkte". Th. W. 
I0 sekundierte ihm auf seine Weise: „Man 
ie Not, auf welche das Programm des 
zhen reagiert, auch im Bereich des akade- 
an Studiums kennengelernt, die Verzweif- 
über das Spezialistentum, und hat ihr 
die Institution eines Studium generale ab- 
en getrachtet. Diese Bestrebungen sind 
aitert, und die Kunsterziehung sollte davon 
, anstatt mit gebanntem Blid( auf die 
ire des ganzen Menschen zu starremWas 
l heute irgend zählt, ward von Speziali- 
iervorgebrachtlo." Die dem Begriff des 
ichen" eingeschlossene Theorie von der 
aichsfunktion der Kunsterziehung wird von 
Ehmer" im selben Zusammenhang eben- 
lbgelehnt. Sie relativiere und entwerte je- 
ildungsgehalt und gehöre zur „Schreber- 
ideolagie". 
aenheiten 
so viel Tabula rasa nochmals zur ge- 
en Situation. Drei Fragestellungen, deren 
vortung sich angesichts der als bekannt 
gesetzten Verhältnisse und Praktiken er- 
erhellen die tatsächliche Uneftizienz des 
beschrittenen Wegs; 
t das in sich isolierte Fach Bildnerische 
Jng (wenn wir bei der österreichischen 
n bleiben) innerhalb der Schule eine 
ierschreitende Funktion? 
iügt der das Fach Lehrende über die Vor- 
rungen, ihm eine derartige Funktion we- 
15 theoretisch zu verleihen? 
elt das, was in diesem Fach vermittelt 
1 kann und konnte, im späteren Leben des 
ntlassenen (den zum „Musischen" inklinie- 
l einmal ausgenommen) eine auch nur 
ere Rolle? 
frage: Versteht der Schulentlassene, be- 
er, analysiert er die Welt „danach" besser? 
1ur österreichische Kunstpädagogen fürch- 
it ieden Fall berechtigt) um die ohnedies 
eingeschränkte Existenz ihres „Fachs", das 
rt Schlüsselpasition einnehmen könnte. Die 
reckteren (meist jüngeren) unter ihnen 
an einen freilich zu rücksichtsvollen Kampf 
die Hierarchie des Bundes der Kunst- und 
rzieher, dem es am liebsten zu sein 
, wenn alles wie bisher und ungestört 
iefe (besser gesagt: stehenbliebe). Könnte 
l sonst gegen die längst fällige, begin- 
Neuorganisatian der Ausbildung von 
1 gewehrt haben, die dazu angehalten 
I sollen, sich mit neuen Vorstellungen von 
iöglichkeiten einer „visuellen Erziehung" 
aunden, was nach Otto Grats Definition 
anderes heißt, als „die Intelligenz der 
zu schulen u"? 
xuptproblem aber scheint darin zu liegen, 
:h die Praktiker in ieder Hinsicht überfor- 
lhIBFI (und fühlen müssen, solange ihnen 
stzeug fehlt, um auch nur zu notwendigen 
Einsichten zu gelangen), wenn die Theo- 
davon sprechen, daß iede „ästhetische 
rng" schon „darin schul- und auch diszi- 
ergreifend" sei, daß sie beitrage „zur 
pation des Menschen und zur Humani- 
in unserer Gesellschattw, was natürlich 
sehr allgemein und diffus gehalten ist. 
ch wird man aber Jürgen Zimmer recht 
müssen, wenn er feststellt, daß „der 
sche Versuch von Anwälten ästhetischer 
ihre Kultur zur Kultur aller zu erklären, 
iektives Interesse für das obiektive Inter- 
inachteiligter Kinder zu halten", sich spä- 
Zu den Abbildungen: Die Sammlung der Bildbeispiele erfolgte unter dem Blickpunkt, Marginalien zum 
Thema: Kinder entdecken und gestalten ihre Umwelt, auszuwählen. 
 
J 
I Gebärdenhaft-expressives Erfassen der mensch- 
lichen Gestalt in ersten Versuchen der Wieder- 
gabe einer Erfahrung. (Aus: Günther Mohr, l_(in- 
deralzeichnen so. Im Selbstverlag, Frohnleiten 
196 
(Anmerkungen 1-13 s. S. 31) 
2 
2 
Peter und der Wolf. Die Situation wird mittels 
eines sehr beschränkten Farmenschatzes den- 
noch präzise wiedergegeben. (Aus: Günther 
Mohr, a. a. O.) 
Besuch im Tier arten. Erlebnisbaricht eines fünf- 
iährigen Mödc ens in kontinuierlicher Folge. 
(Aus: Ludwig Hofmann, Kinderkunst. Wien 1970) 
79
	        

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