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Volltext: Alte und Moderne Kunst XVIII (1973 / Heft 126)

ahme nicht ganz fernliegt, Altdorfer sei 
' einem kirchlichen Auftrag nachgekommen. 
h die Wahl, diese Verabschiedungsszene hin- 
das letzte Abendmahl zu setzen, hebt dieses 
nent noch mehr hervor. 
dem Mittelteil desselben Altares ist „Christi 
iurt" dargestellt. Hier hat Altdorfer die auf- 
znde Bergform des Untersberges und links 
on iene des Hohen Göll als Hintergrund 
eine turmreiche Stadt wiedergegeben. Diese 
einer gleich hohen Felskulisse, wie sie die 
ichsbergwand für die Stadt Salzburg abgibt, 
;elagert. Die vom Geiereck des Untersber- 
sich links herabziehende Kammlinie hat Alt- 
ler, wie später ausgeführt wird, von der ent- 
angesetzten Seite, also von Süden, noch auf 
an Bildern als Hintergrund herangezogen. 
1 auf dem rechten Altarflügel (vom Be- 
lUef aus gesehen) ist ein Bergumriß zu se- 
der sehr an die unverwechselbare Form 
kleinen Nocksteins mit dem Gaisberg ge- 
nt. Auf einem weiteren Flügelbild dieses 
res sieht man die Auferstehung Christi. Auch 
steht im Hintergrund ein dem Untersberg 
ähnlicher Gebirgsstock. In diesem Zusam- 
hang sei auch erwähnt, daß das berühmte 
Altdorfers „Die Geburt Mariens" (Der En- 
eigen), das in der Alten Pinakothek in Mün- 
I hängt, 1816 im Schloß Leapoldskron bei 
burg erworben wurde. Vordem hing es in 
Residenz der Erzbischöfe von Salzburg. - 
2d Stange spricht sich zwar zu diesem Altar 
legensburg in seinem Werk „Malerei der 
auschule" folgendermaßen aus: „ln diesen 
en hat ein Gehilfe, wenn auch nicht ohne 
iahme des Meisters, den 1517 datierten Altar 
der Regensburger Minoritenkirche ausge- 
t. Der Altar hat unter einer etwas heftigen 
aurierung gelitten, zeigt aber noch immer 
feine Partien, wobei zumal in einigen Apo- 
öpfen Altdorfers Hand wohl zu vermuten 
Jedoch wiederholen die Flügelinnenbilder, 
ndmahl und Auferstehung, Kompositionen 
der Holzschnittfolge von Sündenfall und 
sung der Menschheit, was bei völlig eigen- 
iigen Arbeiten Altdorfers nie der Fall ist." - 
esichts der vielen anderen Halleiner Motive 
törkt sich aber doch die Annahme, daß für 
e Altarbilder eben doch auf frühere Kom- 
tianen und Skizzen rückgegriffen wurde. Die- 
durchaus mögliche Einzelfall schließt aber 
t Altdorfers Hand am ganzen Werke aus. 
er „Albertina" befindet sich eine kolorierte 
erung, genannt „Die große Fichte" (Abb. 4), 
bis ins kleinste einen Landschaftsausschnitt 
den hinter der Stadt Hallein aufsteigenden 
hängen wiedergibt. F. Winzinger bespricht 
es Blatt in „A. Altdorfers Graphik" und ver- 
et, daß „mit dieser reinen Landschaft ohne 
s Beiwerk eine wirkliche Örtlichkeit festge- 
zn" sei. Aber der von ihm als eine kompo- 
welle Zugabe angenommene Flechtzaun am 
th unteren Eck der Radierung hat sicher be- 
den; denn er mußte so wie jetzt den Wie- 
rund vor dem dort beginnenden steilen Ab- 
des Geländes als Schutz für Mensch und 
umzöunen. Vom dort liegenden „Egglbau- 
-Anwesen bietet sich die ganze auf dem 
dargestellte Landschaft unverändert dar. 
er Mitte dominiert der Rücken des „Bann- 
les", der sich zum Felszacken des kleinen 
isteines hinaufzieht. Den links dieses Fels- 
es in einer Mulde liegenden „Köpplbauern- 
hat er allerdings mit einem kleinen Türm- 
aufgeschönt. Von dort sieht man den be- 
eten Graben herunter den „Reckturm". Von 
am nach rechts zieht sich eine Mauer, die 
wdlich als die befestigte Toranlage „Sulzen- 
bekannt ista. Sie endet beim unverändert 

	        

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