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Volltext: Alte und Moderne Kunst XX (1975 / Heft 142 und 143)

B. Straub, Diana-Schlitten. München, Nym- 
ienburg, Marstallmuseum 
B. Straub, Diana-Schlitten, Detail von links 
ckwörts. München, Nymphenburg, Marstall- 
useum 
B. Straub, Diana-Schlitten, Detail. München, 
ymphenburg, Marstallmuseum 
J. B. Straub, Diana-Schlitten, zwei Details. 
ünchen, Nymahenburg, Marstallmuseum 
B. Straub, Junge Dienerin mit Wiege, Detail 
im SL-Annen-Altar (T757). Reisach am lnn, Kar- 
eliterklosterkirche 
B. Straub, Putto mit Hitthorn, Detail vom 
ana-Schlitten. München, Nymphenburg, Mar- 
allmuseum 
B. Straub, Putta, Entwurf für eine Gartenvase, 
etail. München, Staatliche Graphische Samm- 
ng, lnv.-Nr. 3050i 
B. Straub, Pan-Maskaron, Detail vom Diana- 
hlitten. München, Nymphenburg, Marstall- 
useum 
Effner, Entwurf, Ausführung Münchener Hof- 
erkstatt, um 1725 (unter Mitarbeit von J. B. 
raubt. Satyrbüsten von einer Prunkkonsole. 
hleißheim, Schloß, Paradeschlafzimmer des 
irfürsten 
"kungen 29 tf. s. Text S. 32 
irkungen 30-35 s. S. 37, 3B) 
wischrift der Gernrrte: „ROl l?) Ferd. l. 
JNGÄl. 
ittlere Qbeliskeninschrift: „AUGUSTISSIMO CAROLO 
l ROM: IMPERATORI. l FERD. ANNAE. FE  l 
IQ HAEREDI f hunc lconisrnum affert". 
if dem Snructibartd der linken Figur: EX THALAMOI 
iALAMO" (z Durch Ehebett und Schreibfeder d. h. 
a9). 
:tn dem Spruchband der rechten Figur ist entziffer- 
. „(Ietil qui nasceri  abillis l IMPERIUM 
 ANNA 
Slri  . 
lockelinschritt: „Devotissimus Servus l Thadaeus 
eriberger l Corisil. act: et Secretarius l intimus". 
Ansprüche das Wittelsbachischen Hauses auf die 
Ttteri österreichischen Erblartde leiteten sich aus der 
andtschaft mit dem Habsburgischen Haus ab. Erz- 
igiri Anna, älteste Tochter Kaiser Ferdinands I. und 
r Gemahlin Anna van Jagelloriien, Erbin von Boh- 
und Ungarn, war mit Herzog Albrecht V. von Bayern 
4579) verheiratet. Das von Kaiser Ferdinand l. am 
irii 1543 errichtete Testament, Ehevertrag und der 
erzicht (T546) seiner Tochter spielten dabei eine be- 
inde Rolle. Als der bayerische Kurprinz Karl Albrecht 
arrt 5. Oktober 1722 mit der zweiten Tochter Kaiser 
)llS l., Maria Amalia Josepha, in Wien vermählte, 
lt er die Hand der Kaisertochter nur unter der 
igurig des Erbverzichtes und der Anerkennung der 
Tiatischen Sanktion, Durch die später erhobenen An- 
tie Kurbayeriis auf Üsterreich entstand der Bayeri- 
Erbfalgekrieg ln aalitisdier und militärischer Hin- 
endete er mit einem Fiasko. 
 
stehung eines der unbestritten schönsten Grab- 
möler des süddeutschen Rokoko. Gemeint ist 
damit das von J. B. Straub errichtete Kardiotaph 
für Karl Vll. Es entspricht damit zugleich auch 
dem Typus eines Parträtepitaphsß (Abb. 21). In 
dieser beide Aspekte umfassenden Kombination 
ist das Altöttinger Epitaph iedoch zweifellos ein 
Unikum. Außer der dort angebrachten Künstler- 
signatur ist es als sichere Arbeit Straubs wieder- 
um durch J. K. von Lippert bezeugt. Er schrieb 
darüber: „Straub machte für den churbaierischen 
Hof: l] das Grabmal Kaiser Karls des Vll. nach 
Altenöttin(gen) - die Traurigkeit hält das Par- 
tröt des höchstseligen Kaisers, und die dabey 
angebrachte Urne ist mit dem Reichsadler und 
Trophäen gezieret. Dieses Werk ist von gegos- 
sener Arbeit und vergoldet." Tatsächlich handelt 
es sich hier um eine Blei-Zinn-Legierung, die, 
um das Material der Bronze anzugleichen, auf 
kaltem Wege vergoldet wurde. Dieses technische 
Verfahren ist mehrfach bei J. B. Straub und auch 
sonst für den Münchener Kunstkreis (W. de 
Grott, E. Verhelst, lgnaz Günther, R. A. Boos 
u. a.) zu belegen. Die Oberflächenwirkung eines 

	        

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