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Volltext: Alte und Moderne Kunst XX (1975 / Heft 142 und 143)

 
agrafiken das Material zu ergattern. Mimmlers 
atfensweise bedingt das. Er fängt sich in 
manenz unzählige Bilder und Bildelemente 
allen nur möglichen Situationen ein, von denen 
n diesen Augenblicken meist nur vage 
Stellungen hat, wie eigentlich und in welchen 
ammenhängen sie von ihm zu künstlerischer 
sage gebracht werden können. So hat er also 
einem „geheimen" Laden sein Bildvokabular 
s griffbereit. Was trieb Mimmler denn 
rhaupt in die Arme dieser seltenen Art 
stlerischer Aussage? - Das Fluidum des Metiers 
Reproduktianstechniker in seiner Heimatstadt 
ibruck? - Herangebildet zwischen Dunkel- 
lmern und Lichtkästen gebrauchsbedingten 
ewerkes, lockte es ihn eines Tages sicher zu 
erem bildnerischem Gebrauch, zu eigenem 
italten. Mit erkannten Möglichkeiten, die ihm 
r auch eine Ausbreitung und Anwendung seiner 
ntasie erlaubten. Obgleich er nicht mit dem 
t, der Feder oder dem Pinsel schafft, erreicht 
lleich starke, oft verblüffende Effekte grafischer 
iizienz. Mittels technischer Prozesse des 
dimensionierens und Umkopierens iener 
fbereiten Bildelemente, die er, seiner Phantasie 
lüß, eigenen Kompositionsprinzipien unter- 
end, in ein Bildganzes ordnet. Im klassischen 
Marzweiß schafft er Unikate. Er verwandelt 
itansichten in spannungsgeladene Impressionen, 
' symboltröchtige surreale Visionen erstehen, 
lngi in bizarr-gekonnten Porträts zu hoher 
drucksstürke. Er treibt durch das gespenstische 
schern eines Brunnens in einem verlassenen 
nischen Dorf dessen totes Dasein auf die 
hafte Spitze. Mimmler ist Globetrotter, das 
leisen seine Studien aus Japans Kabuki-Theater, 
afrikanischen, islamischen und kambadschani- 
in Wellen, denen er zuweilen sarkastische und 
ische Lichter auf- und einsetzt. In seinem völlig 
gestalteten neunteiligen Zyklus „die 
vandlung" stellt er „uns Symbole für die 
vicklungsstufen des Menschen. Die Ver- 
lndlung' vom archaischen Urwesen zur 
tig-seelischen Wiedergeburt in einer neuen 
ension", wie er selber es ausdrückt. Mimmler 
n der glücklichen Lage über Modelle, 
ischliche, aus seinem Arbeitskreis zu verfügen, 
ihn zu Akten oder Zyklen wie „Generatianen", 
ys" inspirieren und verhelfen. Das nährende 
sett seines eigentlichen Berufes wird Kurt 
lmler wohl ständige Herausforderung sein, 
eingeschlagenen Weg weiterzuschreiten und 
a manchen seiner dunklen, bergumschlossenen 
hte weiteren Bildtröumen und Visionen 
izuhängen und diese auf seine gekonnte Weise 
jjnstlerischer Aussage zu bringen. 
Leopold Netapil 
Südamerikanische Impressionen, Indios vor Lehmmauer 
Erika Steinmeyer, Rat durchbricht Grau - Aus dein 
Zyklus der neun Variationen 
Chinesisdler Gürlsehüter durch den Fluß wdiend _ 
Fröhlidie iunge Chinesinnen beim Tagwerk in schwin- 
delnder Höhe 
Kurt Mimmler, Venezia 
Kurt Mimmler, Don Quiiote 
Kurt Mimmler, Surrealistisdles Bildmotiv aus dein Zyklus 
„Die Verwandlung" 
Aus der ergänzenden Neuadaptierung des Kunstge- 
werhernuseums Schlaß Petronell. Musctlelmöbel für eine 
Gartengrotte, Mitte des 1a. Jahrhunderts, Kleferrlhalz
	        

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