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Volltext: Alte und Moderne Kunst XXI (1976 / Heft 144)

en nicht mehr besichtigt werden. Einer 
an Anekdote zufolge untersagte die Bau- 
de von Brno dem Bauherrn die Errichtung 
Iach-Terrassenvilla, die ia in der Tat sehr 
' über der viergeschossigen Wohnzeile auf- 
twäre. 
as Haus" sind wir erst in Brno von einem 
tSWOlIHET hingewiesen worden. Ein Satz 
"' (Grundrisse des Miethauses, der Villa; 
t; Ansichten; lsometrie) sowie einige Fa- 
Iam gegenwärtigen Zustand des Mietwohn- 
s standen für die Beschreibung und Ana- 
es Proiektes zur Verfügung. 
md Raumanalyse des Hauses H. Jordan: 
errassenhaus ist über dem 3. Obergeschoß 
iner Grundfläche von ca. 14x11 Meter 
nt worden. Die große Geböudetiefe von 
etern, eine tragende Mittelmauer sowie 
Stützenreihe - die die Gebäudetiefe in 
nspannweiten zu 6,1 + 3,3 + 4,4 Meter 
tfft - erlauben eine Terrassierung der drei- 
assigen Dachvilla. 
Sockelgeschoß" dieser Dachvilla nimmt die 
tte Flüche ein und wird durch Wirtschafts- 
'ersonalröume genutzt (Küche, Spüle, Ab- 
ium, Speisekammer, Waschküche, Trocken- 
I, Mädchenzimmer mit Loggia, die eigent- 
ur eine Verbindung zwischen Waschküche 
rockenboden abgibt). Das „Socke1geschoß" 
über die Haustreppe und den Aufzug er- 
sen. Ein breiter Flur im Sockelgeschoß mit 
zrobe führt zu einer dreiarmigen geraden 
e mit zwei Viertelpodesten (14 Stufen), die 
esucher ins Wohngeschoß - aus dem Dun- 
ts Helle - hinaufsteigen lößt. 
tlohngeschoß ist gartenseitig um ca. 6,0 Me- 
Jf die Mittelmauer zurückgenommen und 
lamit einer Terrasse Raum. Das Wohnge- 
stellt sich dar als differenzierter Großraum 
innähernd 90 Quadratmetern; die Wohn- 
weist etwa in der Mittelachse quer zum 
fsteigenden, etwa 1,5 Meter vom Austritt 
eppe entfernt, eine 0,75 Meter hohe Raum- 
auf, die von pfeilerartigen Verkleidungen 
mt wird. Fünf weitere Stufen führen auf 
I höherliegenden Wohnbereich mit dem 
tz. 
teren Bereich der Wohnhalle ist eine Ka- 
tCltE im seitlich vorn Treppenaustritt zu- 
zgenden Raum abgegrenzt: Zwischen dem 
Pfeiler aus der Stützenstellung und einer 
rartigen Verkleidung an der straßenseiti- 
Vand. Die Kaminnische ist durch ein Fen- 
ur Straße hin belichtet; sonst öffnet sich 
(ohnhalle auf beiden Niveaus nur auf die 
Terrasse (75 qm) hinaus, und zwar im 
E11 Bereich durch zwei Fenstertüren mit 
darüber querliegenden Oberlicht, im obe- 
ereich durch eine sehr breite Fenstertür 
en gleichfalls erhöhten Teil der Terrasse 
i - dem Niveausprung des Wohnbereiches 
icht ein gleicher auf der Terrasse. Unterer 
xberer Terrassenbereich sind durch eine 
gerade Treppe mit fünf Stufen verbunden 
urch einen Pflanzentrog getrennt. Elf Per- 
feiler - dazwischen Stabgelönder - be- 
an die Terrasse nach außen. 
' Niveausprung, diese Raumstufe im Wohn- 
aß wird durch unterschiedliche Geschoß- 
(2,5 m bzw. 3,3 rn) des Sockelgeschosses 
achvilla ermöglicht: Der dem Treppenhaus 
e Bereich (Küche und Mädchenzimmer) 
3,3 Meter, der fernere Bereich (mit Ab- 
imd Trockenroum) nur 2,5 Meter Geschoß- 
aus; dadurch wird im Eingangsbereich 
durch die niedrigere Decke Spannung 
gt, die durch die Treppenführung (dem An- 
enden entgegen) und durch das von oben 
einfallende Tageslicht erhöht wird. Ein 
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praktisches Ziel wird dabei mit erreicht: Der 
Treppenlauf wird durch die verringerte Geschoß- 
höhe verkürzt, um eben die fünf Stufen zur 
oberen Wohnebene. 
Das Schlafgeschoß wird durch eine dreiarmige 
gerade Treppe (mit zwei Viertelpodesten und 
19 Stufen) von der oberen Ebene an der Brand- 
mauer empor erschlossen, vom Austritt der 
Treppe erreicht man einen Flur, an dem ein- 
bündig zur Gartenterrasse hin drei Schlafzimmer 
angeordnet sind, am Ende des Flures erreicht 
man das BadlWC. Vor den Schlafzimmern kragt 
ein 1,2 Meter breiter Balkon mit Stabgelönder 
über die ganze Breite durchgehend aus. Ein 
Flachdach deckt die Dachvilla. 
Villa Dr. Winternitz, Praha-Smichov, 
Na Cihlafce 10 (1932) 
Proiekfgeschichte, Erhaltungszustand, Nutzung, 
Quellen und Dokumente: 
Nach Auskunft der Bauherrin, Frau Winternitz, 
hat Laos selbst noch bei seinen Aufenthalten in 
Prag 1931 die Villa entworfen und hat die Ent- 
wurfskizzen mit dem Ehepaar Winternitz durch- 
gesprochen. Die Pläne haben sich bis vor eini- 
ger Zeit im Besitz von Frau W. befunden. Das 
Haus ist dann unter Leitung von Prof. K. Lhota, 
 
 
 
Amwabou 1.005 
ymis, rexsiz 14:1 ' 
Prag, errichtet worden, der auch schon am Bau 
der Villa Dr. Müller beteiligt war. 
Das bisher „unbekannte" Haus" ist gut erhol- 
ten, vor allem im Innern. Es wird seit Jahren als 
Kindergarten benutzt, die große Wohnhalle 
dient als Gruppenraum, die vorgelagerte Ter- 
rasse wird als Zugang zum Garten und die 
Schlafräume im Obergeschoß werden als Ruhe- 
räume verwendet. Die Küche wird für die Zu- 
bereitung kleiner Mahlzeiten für die Kinder ge- 
nutzt, die Bibliothek dient der Verwaltung durch 
die Direktorin. 
Neben Skizzen von einer eingehenden Besich- 
tigung und eigenen Fotos Anfang Juni 1973 steht 
eine Veröffentlichung" über das Haus zur Ver- 
fügung, die neben Fotos drei Grundrisse zeigt. 
Ansichten, Schnitte und Grundriß des 2. Ober- 
geschosses sind von mir rekonstruiert. 
Bau- und Raumanalyse der Villa Winternitz; 
Der Baukörper der Villa Winternitz erscheint 
als kompliziertes Gebilde von sich durchdringen- 
den Körpern und eingeschnittenen Luftrüumen - 
Charakteristika, die sich als gewisse Zuspitzung 
von volumetrischen Tendenzen im Werk Loos' 
erklären lassen: Die oberste der drei Terrassen 
wird von Rahmenformen überspannt, die sich 
sowohl von Laos' Neigung für Pergolen auf 
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