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Volltext: Alte und Moderne Kunst XXI (1976 / Heft 144)

asis - mit einem wahrscheinlich nicht haf- 
Material - gezogen war. Damit ergibt 
n gleichschenkeliges Dreieck, in das der 
der Heiligenfigur eingepaßt wurde. Nur 
(e Hälfte der Figur wurde in der Konstruk- 
irchgezeichnet, die rechte Hälfte war dann 
Jsführenden Künstler freihändig nach die- 
mmetrisch übertragen worden, was das 
ie rechte gedachte Schenkellinie des Drei- 
inausgreifen und Überquellen der Körper- 
beweist. Die in den Bogennischen thro- 
i Heiligen von St. Savin in Frankreich" zei- 
eselben Grundkonstruktionslinien wie iene 
onnberg: eine symmetrische Lotlinie sowie 
orizontale, die das Koordinatenkreuz für 
iur abgeben. Swoboda erschließt für St. 
gleichfalls ein gleichschenkliges Dreieck, 
Schenkel allerdings innerhalb der Figur 
't und nicht tangential am Umriß der Figur 
3 wie bei den Nonnberger Heiligen. Swo- 
zommt auch für St: Savin zu einer Einseitig- 
er Vorkonstruktion, die eine symmetrische 
agung gleich der am Nonnberg ergibt. 
il in den Apsisfresken von Berze-la-Ville 
dank, oder in diesem Falle bedauerlicherweise, 
des guten Erhaltungszustandes keine Vorzeich- 
nungen sichtbar sind - allein an der Figur des 
hl. Sergius ist schwach eine symmetrische Latlinie 
auszunehmen -, findet Swoboda hier über das 
Mittelbyzantinische an ihrem Stil eine vergleich- 
bare Komponente, die neben den Fresken von 
St. Savin auch auf die cluniazensische Kunst aus- 
greift und damit auch für einen westeuropäischen 
Einfluß für die Nonnberger Heiligen spricht". Die 
Forderung Swabodas, den geometrischen Figu- 
renkonstruktionen nicht nur in der byzantini- 
schen, italienischen und mitteleuropäischen, son- 
dern auch in der westeuropäischen Malerei nach- 
zugehen (und dies vor allem in Frankreichl), er- 
scheint im Zusammenhang mit den Nannberg- 
fresken einer intensiven Studie wert zu sein. Wei- 
tere Zusammenhänge Salzburgs mit der west- 
lichen Manumentalmalerei könnten sich auf 
Grund des Vorhandenseins dieser so nichtbyzan- 
tinischen Konstruktionsvorzeichnungen ergeben?! 
Neben den hier nur andeutungsweise erwähnten 
fraglichen Einflüssen aus der westeuropäischen 
Manumentalmalerei sind für Salzburg als fast 
3 
4 
Benediktinerinnenkloster Nonnberg, Salzburg. 
Inneres der Stiftskirche gegen Westen. lm Erd- 
geschoß unter der Nonnenempare die romani- 
schen Fresken 
Hl. Augustin, romanische Freskomalerei, Stifts- 
kirche Nonnberg, Salzburg 

	        

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