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Volltext: Alte und Moderne Kunst XXI (1976 / Heft 147)

Marian Bisanz- Prakken 
Zum Gemälde 
„Pallas Athene" von 
Gustav Klimt 
Marian Bisanz- Prakken 
Zum Gemälde 
„Pallas Athene" von 
Gustav Klimt 
1 
Gustav Klimt, Pallas Athene, 1898. ÜllLeinwand, 
75 x 75 cm. Ausführung des Rahmens Georg 
Klimt. Wien, Historisches Museum der Stadt Wien 
Sowohl in der zeitgenössischen als auch in der 
späteren Literatur über Gustav Klimt wird dessen 
Gemälde „Pallas Athene", das sich seit 1954 
im Historischen Museum der Stadt Wien befine 
det, als ein bedeutendes Werk betrachtet. In 
diesem Artikel wird versucht, diese Bedeutung, 
die sich auf die erste Zeit der Secession und 
auf die Entwicklung des Künstlers bezieht, zu 
analysieren und zusammenzufassen. Zugleich wer- 
den bisher unbekannte Vorbilder für dieses 
Gemälde Neues zu dessen Entstehungsgeschichte 
beitragen. 
Das Gemälde „Pallas Athene" (Abb. l)' wurde 
dem Wiener Publikum zum ersten Mal in der 
zweiten Ausstellung der Secession, November- 
Dezember 1898, zusammen mit anderen rezenten 
Werken von Klimt gezeigt. Es verursachte sowohl 
Entrüstung als auch Bewunderung. „Das Publikum 
ist an Pallasse gewöhnt, denen man deutlich an- 
sieht, daß sie eigentlich angestrichene Marmor- 
statuen sind", schrieb Ludwig Hevesi, der sich 
Anmerkungen 1-5 
'F. Novotny und J. Dobai, Gustav Klimt, Salzb 
Kuh-Nr. 93. 75x75 cm, der Metallrahmen wi 
Georg Klimt ausgeführt. 
Hedwig Hevesi, Acht Jahre Secessian, Wien 19( 
'Arthur Roessler, ln Memariam Gustav Klimt, w 
S. lO. 
tNovotnylDobui, op. cit. (siehe Anm. n, Kat 
Abbildung nach: A. llg, Zwickelbilder im Stie 
des K. K. Kunsthistorischen Hof-Museums zu Wi 
199a. Tafel XVI. 
tVgl. zum Beispiel auch dndere Vorbilder wie die 
Kopie nach der Athene Promachas VCln Phi 
der Akrapqlis oder die Äthene vom Westgi 
Tempels in Agina.
	        

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