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Volltext: Alte und Moderne Kunst XXI (1976 / Heft 147)

sldegg, Rittersaal, Südwand, Falkeniagd (Aus- 
Vtlll) 
sldegg, 
nson 
Rittersaal, 
Südwand, Hafnarr 
und 
 
Verglichen mit der unruhig komponierten De- 
koration der Südwand, mit ihren Fensternischen 
und Türen, dem Springen in den Realitätsebenen 
der einzelnen Darstellungen, wirkt die mit Tem- 
perabildern auf Holztateln einheitlich verkleidete 
Nordwand eindringlich und dominierend. Es 
sind jeweils durchgehende Bretter, die den Grund 
für die Bilder und die monochrom grüne Sockel- 
zone bilden, so daß feststeht, daß sich figürliche 
Darstellungen in der Sockelzone auf das je- 
weilige Bild darüber beziehen müssen. Von den 
Tafeln sind einige verlorengegangen, man muß 
für die Rekonstruktion Kürsingers Beschreibung 
heranziehen, auch entspricht die heutige Reihen- 
folge nicht ganz der ursprünglichen Aufstellung. 
Gegenüber dem früheren Eingang an der Nord- 
astecke des Saales ist das Bild mit der Anbetung 
des Jesuskindes durch die drei Weisen aus dem 
Morgenland angebracht. Kürsinger schreibt, daß 
dieses auf Holz gemalt sei, tatsächlich handelt 
es sich nur bei diesem um eine Malerei auf 
Leinwand, vermutlich vom Anfang des 17. Jahr- 
hunderts". Ob hier ursprünglich ein anderes 
Bild plaziert war und dieses entfernt oder aus- 
getauscht werden mußte, lößt sich wohl nicht 
mehr beantworten. (Das Bildfeld der Holztafel 
über der Sockelzone ist [edenfalls unbemalt.) 
Andererseits entspricht das Gemälde in seiner 
Komposition - vorne Figurengruppe und dahinter 
eine in die Tiefe reichende Landschaft, hier 
mit einer Ansicht von Dorf und Schloß Gold- 
egg - der der anderen folgenden Bildern. Die 
Anbetung ist breit als pracht- und prunkvolle 
fürstliche Repräsentation dargestellt. An dieses 
Gemälde schloß sich eines mit Pauli Bekehrung, 
21 
Goldegg, Rittersaal, Südwand, Musikant und 
Simson 

	        

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