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Full text: Alte und Moderne Kunst XXI (1976 / Heft 148 und 149)

g stellt, daß dieses Gebäude noch im west- 
zn Flügel und dem anschließenden Haupt- 
t des Schlosses aus dem Sammelband ent- 
en sein könnte, wird man einen ersten tief- 
fenden Umbau bereits nach den Verheerun- 
des Türkensturmes annehmen müssen, der 
it den Planungen der Schönborn-Zeit zu- 
ide liegt. Eine genaue Abgrenzung dieser 
len Bauführungen erscheint iedoch nicht mehr 
ilich. 
i aber unter Friedrich Carl gebaut oder zu- 
dest geplant wurde, zeigen die Baldachin- 
lachungen der Obergeschaßfenster, deren 
tisches Relief sich wesentlich von der flächi- 
und daher wohl älteren Wandgliederung 
ebt. Sie weisen hingegen direkt auf Hilde- 
idt, dessen Eingriff denn auch bei der kon- 
ausschwingenden Toranlage mit den gebön- 
en Pfeilern mit Nabelscheibendekor und 
schabracken unschwer zu erkennen ist. 
für eine Dotierung der Umbauarbeiten unter 
drich Carl von Schönborn auch stilistische 
altspunkte fehlen, ermöglicht einzig der Kür 
sche Reisebericht von 1737, der „das schöne 
äßlein Leuthersbrun mit der guten einfahrt 
Garten versehen" lobend erwähnt, eine zeit- 
: Eingrenzung". 
RAU 
weitere Vagelperspektive im Sammelband 
das nördlich von Göllersdorf an der Straße 
Weierburg gelegene „Grüfl. Schönbarn- 
Lusf- und Jagdschloß Porrau" (Abb, 15). 
dargestellte, von Gärten umgebene Anlage 
aus einem siebenachsigen Pavillon gebil- 
an den beiderseits achtachsige Trakte an- 
eßen. Diesen sind Flügelbauten so ange- 
, daß sie zusammen mit dem Mittelpavillon 
löngsgestreckfe Höfe ergeben, deren vierte 
ie Seite zur Straße jeweils mit Toranlagen 
eschlassen ist. Der 23achsige Haupttrakt ist 
i den schwach vorgezogenen Pavillon ge- 
alt und durch ein mächtiges Mansarddach 
den separat eingedeckten übrigen Trakten 
hoben. Die Gartenfront läfit eine durch- 
nde Nutung der Wandfläche erkennen, der 
Mittelpavillan einfache Rahmen aufgelegt 
Die Fenstergewünde haben wiederum Keil- 
e an Sturz und Sohlbank. 
leicht man die Ansicht mit dem bestehenden 
kt, so zeigt sich, daß die Ausführung in 
einerter Form erfolgt ist" (Abb. 16, 17). 
den vier abgebildeten Flügelbauten wurden 
die beiden inneren errichtet, die äußeren 
egen durch Einfassungsmauern ersetzt. Die 
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Schloß Weierburg, Ansicht von Süden 
Schloß Weierburg, Vordertrakt der Altburg 
Schloß Weierburg, Prunkkamin, Rest der Innen- 
ausstattung unter Friedrich Carl von Schönborn 
Schloß Weierburg, Eckdetail vam Stuckplafond 
des Güstezimmers 
 
Anmerkungen 36-37 
1' Küchel, Reisebericht (zit. Anm. Z6}, fol. 277. - J 
Marinanis „Neuer Atlas des Kayserl. Wildban in Ö 
reich uiiier der Ens", II, an. 9, „Mappa über 
Kayserl. Riegersdorfer Dienst", GUS der! ieiireii 17: 
(UNS, Kartensammlungl. zeigt den „Leutzersbrunner 
als sctimöleres U-förmiges Gebäude mit nur kurzen 
geln, so daß nicht zu entscheiden ist, ob der im a 
meinen verläßliche Plan bereits das umgebaute Ol 
oder noch den Vargöngerbau wiedergibt. Der Darstel 
des auch in der Beschreibung Küchels erwähnten Bai 
garteris wegen scheint iedoeti erstere Version eher z 
treffen, wobei der Sammelband dann nur den Entwui 
einem in wesentlich vereinfachter Form realisierten 
haben überliefert. 
"Pur die liebenswürdige Unterstützung der Autnal 
arbeiten ist der Verfasser Gräfin E Schanbarn-Elt: 
besonderem Dank verpflichtet.
	        

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