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Volltext: Alte und Moderne Kunst XXI (1976 / Heft 148 und 149)

 
altung in deren Ausstellung mit auf. Was uns 
als augenscheinlich im Nebeneinander mit 
Kolleginnen wurde, trat nun anlößlich ihrer 
wen Schau nach stärker zutage. Die ganz 
tstöndige, aus sich selbst entwickelte 
prache Marga Perssons. Und diese ist 
ttlich nicht bilderreich. Wenn auch Titel wie 
im", „Wasser" oder „lnsel" solches fürs erste 
uten lassen. Zwar geht sie vom Realen, 
irlichen, dem Obiekt oder Ding aus, ihre 
ze aber liegt in einem künstlerischen 
iungsprozeß, der in nuanciertesten 
sparenzen und Valeurs eine Imagination neuer 
tichkeiten erreicht. Abstrakte Andeutungen 
ärken Spannungen, erhöhen die Wirkung. 
;a Persson kann in keiner Phase ihre 
dinavische Abkunft verleugnen. Ihre Kindheit 
Aeer, iene nicht von Touristenschwörmen 
völkerten Strände mit dem Wechsel der 
iiten, den hohen, lichten Harizonten. Kühles 
I, Grau, Blau oder Braun - gleichsam ihr 
tierischer Etymon - webt sie in _ 
differenzierten Skalen in ihre Bildteppiche. 
Marga Persson von Kind auf als ihre ersten 
lßten Beobachtungen und Empfindungen 
ahm, blüht und glüht, zuweilen in orangen 
en, darin auf. Sie knüpft auch weiterhin die 
-n zu ihrer alten Heimat, wohlwissend, 
(ünstlerschaft aus den gelegentlichen Fahrten, 
Aufspüren vertrauter Orte ihre Kreativität 
x hält, sie immer wieder neu belebt. Mit einem 
letzten Aufträge für ein schwedisches 
kraftwerk ist sie mitten in die so diffuse 
lematik der tödlich-bedrohenden Atomenergie 
ten. Energienotstand und künstlerische 
tivitöt, emotionelle Ängste um eine unsichere, 
sicherte Zukunft, ein entfesseltes Kreuzfeuer 
Kritik, kann da der Künstler ohne Engagement, 
ran Einflüssen bleiben? Marga Persson hat 
an ehrenden Auftrag ihrer alten Heimat in der 
emößen Art verwirklicht. Bestimmt von ihrer 
'en Diktion, ihrem geradlinigen Konzept in 
xen und Verwirklichen. Damit ist auch 
teit über das Fersonenbild der Künstlerin 
ben. Die schlichte und wie sich selbst 
bende Präsentation der Bildteppiche im 
aergersaal war durch einige Kartons und 
ürfe ergänzt. ln den letzteren konnte man 
ideelle Formulierungen erkennen, deren 
-Schwarz-Massierungen neue Ausgangspunkte 
ieren. Mit Recht kann Marga Perssan als 
ilcl charakterisiert werden, in ihrer lauteren 
ttlerschatt einiges vorgeben. Ihre kontinuierliche 
ritüt entlädt sich am Webstuhl und besticht 
h ihre Ergebnisse (Abb. 6-8). 
leopald netapil 
alnrich Kühn, Edeltrude Kühn, ca. l9lO 
omöldruck, sigm, 23,5 x 29,5 cm 
ainrich Kühn, „Auf einer Wiese in Birgitl", a. J. 
omöldruzk, 33 x 45 cm 
zinrich Kühn, Dame im Gegenlicht, ca. 1912 
m re-Autochrameplatte, Farbrasterplatte, 2B x "I4 cm 
einrich Kühn, „Knabe in der Wiese", o. J. 
omöldruck, 22,6 x 29,8 cm 
Elflfltlt Kühn, Garten in der Richard-Wagner-Straße in 
nillfntk, ca. 1900 
ummidruck, 32,5 x 44 cm 
arga Persson, „lnsel", 1973174 
alle, Gold und Seide, 135 x 190 cm 
arga Persson, „Phase l" (Ausschnitt), W75 
alle, urig. 150 X110 cm 
arga Persson 
83
	        

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