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Contents: Alte und Moderne Kunst XIX (1974 / Heft 135)

aris seine Bilder der Wolkenkratzer von New 
ork, als ob es die Türme von Nötre-Dame 
wären. Nun war er endgültig auf dem Boden ge- 
zndet, auf dem er die letzten Jahre seines Le- 
iens verbringen sollte. Hier verzehrte er lang- 
am, was ihm Paris an künstlerischem Kapital 
ingebracht hatte. Die blühende Naturhaftigkeit 
ler Aquarelle von New Jersey und Elberon ist 
in letzter Aufschwung vor der Katastrophe. Ein 
irand in Browns Warehouse vernichtete über 
Wilhelm Thöny, New York, East River, 1935136. 
Aquarell 
Wilhelm Thöny, Amerikanische Vision. Aquarell 
Wilhelm Thöny, Invasion, um 1943. Temperal 
Papier 
LJ 
Unser Autor: 
Dr. Richard Rubinig 
8010 Graz 
Morellenfeldgasse 11 
tausend Werke seiner Hand. Am 1. Mai 1949 
starb Wilhelm Thöny an einem Gehirnschlag. 
Der Künstler, der in seiner Heimat der große 
Anreger war, ist ohne unmittelbare Nachfolge 
geblieben. Er, der keinen nachahmte, war selbst 
ein Unnachahmlicher. Nun hat das Kulturamt 
der Stadt Graz unter der Leitung Dr. Otto Brei- 
chas mit 510 Exponaten die größte Ausstellung 
veranstaltet, die iemals dem Schaffen des Künst- 
lers gewidmet wurde. Viele alte und iunge Mit- 
 
bürger des Meisters in der steirischen Hauptstadt 
erlebten sie wie eine Offenbarung. Eine Schau 
solchen Umfangs wäre nicht möglich gewesen 
ohne die tätige Mithilfe Frau Thea Thönys, der 
Witwe des Künstlers, und Frau Dr. Trude Aldrians, 
die derzeit das Werk Thönys dokumentiert. Eine 
größere Auswahl der Exponate wurde vom 
9. - 31. 3. 1974 in Triest im Palazzo Castanzi den 
Kunstfreunden in Friaul und im nördlichen Veneta 
gezeigt. 
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