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Volltext: Alte und Moderne Kunst XXII (1977 / Heft 154 und 155)

P. P. Rubens, Ehrendume der lnfuntin lsubellcl. 
Schwarze Kreide Röäel, weiß ehöhl, 352x282 
mm. lnv. am - Km. Alberiina 1 77, Nr. 3a 
B P. P, Rubens, Eslher vor Ahcsver, Modelle, 
Eichenholz, 49x56,6 cm, Gemäldegalerie der 
Qälaudemie der bildenden Künsle, Wien, lnv.-Nr. 
ungefähr ein Jahr hatten er und seine Werkstatt 
für den riesigen Auftrag gebraucht - in einem 
Brief an den politischen Agenten des englischen 
Königs aus: „ie contesse d'estre par un instinct 
naturel plus propre d faire des auvrages bien 
grandes que des petites curiasitez. Chacun a 
sa grace; mon talent est tel que iamais entre- 
prise encore quelle fust desmesuree en quantite 
et diversite de suggets a sumonte mon coura- 
ge"". 
Rubens hat im letzten Jahrzehnt seines Le- 
bens, 1630-1632, mit dem lldefonsoaltar noch ein- 
mal auf eine Altarfarm, das Triptychon, zurückge- 
griffen, die er unmittelbar nach seiner Rückkehr 
aus Italien nach Antwerpen häufig für Altäre 
von Bruderschaften oder Bildepitaphien ge- 
braucht hatte, die altertümliche Triptychonfarm, 
die „nicht zuletzt durch sein Wirken so gut 
wie verschwunden war"". Es mag jedoch hier 
der Zweck des Auftrages der lnfantin, nämlich 
das Andenken ihres 162i verstorbenen Gemahls 
Albrecht zu ehren und gleichzeitig der von ihm 
gegründeten Bruderschaft des hl. lldefons einen 
Altar einzurichten, für die Wahl des Altartypus 
eine Rolle gespielt haben. Dieses ganz eigen- 
händige Meisterwerk, „einer der erstaunlichsten 
Anblicke der neueren Kunst, zugleich ein un- 
vergleichliches Vativbild feierlicher Fürstenan- 
dacht"", sollte der letzte „malerische" Dienst 
sein, den Rubens seiner verehrten Herrin ge- 
leistet hat (Abb. 9). 
Beeindrucken in den mächtigen Altarbildern für
	        

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