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Volltext: Alte und Moderne Kunst XXII (1977 / Heft 154 und 155)

iildungshaus St. Virgil, Blick in einen der Räume 
les Kindergartens 
iildun shaus St. Virgil, Gabelin von Gerti 
röhlic im Speisesaal 
lildungshaus St, Virgil, Kapelle mit Wandma- 
erei von Josef Mikl 
äildungshaus St. Vir il, Meditationsraum mit 
lem Seccogemälde: „ as Wirken des Geistes" 
an Peter Pongratz 
auch geheimnisvoll verhaltenen Sprache darzu- 
stellen und so diesen Raum zum Zentrum des gan- 
zen Hauses zu machen, der zum Schauen, zum 
Nachdenken, zum Beten zwingt. Haben Sie Dank, 
daß Sie dieses Bild gemalt haben!" 
Peter Pongratz 
Im Obergeschoß des zweiten Zylinders sollte der 
Meditationsraum untergebracht werden. Peter 
Pongratz wurde eingeladen, die halbkreisförmige 
Wand im Format von rund 170 Quadratmetern 
mit einem Bild zu versehen. Der Künstler ent- 
schied sich für ein Seccogemälde. Ihm, dem lite- 
rarisch interessierten Maler, wurde das anschau- 
liche Thema gestellt: „Das Wirken des Geistes". 
Er sollte die Schöpfung darstellen, die Ausfor- 
mung der Natur, die Bewältigung derselben 
durch den Menschen, die ganze Bewegung sollte 
sodann in Ruhe ausklingen. Auch Pongratz lie- 
ferte drei Entwürfe, in die er mehrere Elemente 
aus früheren Gemälden einflacht. Das über 
25 Meter lange Band beginnt mit einer Pflanzen- 
gruppe und setzt sich in einer „romantischen 
Gebirgslandschaft" fort, deren Untergrund phan- 
tastische Lebewesen und pseudatechnische Appa- 
rate enthält, die wiederum - am Ende des Bil- 
des - mit dem ruhigen Meer kommunizieren. 
Pongratz hat für dieses Werk, das übrigens von 
zwei Salzburger Banken finanziert wurde, seine 
von der Popkunst herrührende kräftige und kan- 
trastreiche Farbgebung beibehalten. 
Gerti Fröhlich 
Für den Speisesaal wünschte der Architekt zwei 
textile Wandbehange. Die ursprüngliche Idee, 
Gobelins in Auftrag zu geben, schied durch 
finanzielle Erwägungen aus. Deshalb lud er die 
Graphikerin Gerti Fröhlich ein, Applikationen zu 
gestaltemDer Entschluß war mutig,da die Kü 
lerin bisher nur mit kleinen, außerordentlich s 
siblen Aquarellen, Zeichnungen und Radierung 
hervorgetreten ist. Nun mußte sie zwei ül 
dimensionale Wandbilder liefern. Das Exp 
ment gelang, da die Malerin ihre Entwürfe ' 
vornherein auf die technischen Wünsche der l 
den ausführenden Haushaltsschulen in Salzb 
und Hallein abstimmte und dennoch ihrem 
treubleiben kannte. Die [eweils 5 mal 6 M: 
messenden Wandbehänge beziehen sich thei 
tisch auf die Jesus-Warte „Betrachtet die Lil 
auf dem Felde...", „Betrachtet die Vögel 
Himmels..." und sollen, als farbenfro 
Schmuck für ein Refektorium, unbesdwwert 
Forderung nach Sorglosigkeit illustrieren. 
Josef Zenzmaier 
Dieser Salzburger Bildhauer schuf für die l 
gangshalle die 2,50 Meter hohe Bronzefigur 
Hauspatrons St. Virgil, der nicht in der übe: 
ferten Art mit den Bischafsattributen verse 
ist, sondern als „voranschreitender Mann" 
progressive Haltung des Bildungshauses sym 
lisieren soll. Zenzmaier besitzt eine eigene, se 
geschaffene Gießerei und hat die Plastik 
alten Wachsschmelzverfahren hergestellt. So 
es ihm möglich, seine reiche Oberflächenges 
tung, die er seinerzeit bei Manzu gelernt h( 
auch in dieser straff komponierten Figur bi 
feinste Einzelheiten hinein zu bewahren. 
Hans Wid 
Ü Anschriften der Autoren: 
Franz Wagner 
Kustos am Salzburger Barackmuseum 
Mirabellarten 5024 Salzburg 
Dr. Hans Widrich 
Präsident des Salzburger Kunstvereins 
Hellbrunner Straße 3 5020 Salzburg
	        

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