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Volltext: Alte und Moderne Kunst XXIII (1978 / Heft 156)

A Künstlerprofile Georg Schmid 
 
er: 
Georg Schmid wurde im Jahre 1928 in Wien ge- 
boren. Nach der Schulzeit besuchte er die Aka- 
demie für angewandte Kunst und erhielt dort im 
Jahre 1950 das Diplom der Meisterklasse fur an- 
gewandte Malerei und Graphik. Seit dieser Zeit 
lebt er als freischaffender Maler, Graphiker und 
Bühnenbildner in Wien. 
Georg Schmid stammt aus einer Familie, deren 
sämtliche Mitglieder - Vater, Mutter und Schwe- 
ster - künstlerisch tätig sind. in einer solchen 
Umwelt wurde er selbst frühzeitig mit allem ver- 
traut, was dieser Berufszweig mit sich bringt. 
Noch während der Studienzeit machte er von sich 
reden, und die Vielseitigkeit seiner Begabung ließ 
ihn über die Grenzen eines Nur-Graphikers hin- 
ausstreben. Seine Konzepte für die Ausstellungen 
von verschiedenen kulturellen und wirtschaftli- 
chen lnstitutionen im ln- und Ausland. seine Aus- 
stellungsplakate und Kataloge für die verschiede- 
nen Wiener Museen machten ihn zu einem be- 
gehrten und vielbeschaftigten Künstler. Er über- 
nahm nicht nur die Gestaltung von Zeitungen und 
Zeitschriften, sondern war schließlich für die gra- 
phische Gesamtgestaltung der Buchproduktion 
des Europa-Verlages in Wien sowie für das Wie- 
ner Volkstheater und das Thalia-Theater in Ham- 
burg verantwortlich. Zur Eröffnung der Wiener 
Staatsoper schuf er ein bemerkenswertes Pro- 
grammheft. 
Von 1969-1972 war er padagogisch tätig, Er lei- 
tete das Institut fur experimentelle Schriftgestal- 
tung an der Akademie der bildenden Kunste in 
Wien. Sein internationaler Ruf bewirkte. daß er 
mit zahlreichen Einzelausstellungen im Ausland. 
so im Stadel-lnstitut in Frankfurt, auf den Bienna- 
len in Venedig und Sao Paulo, auf der Triennale 
in Mailand, vertreten war. Als Mitglied der promi- 
nenten Vereinigung Alliance Graphique nahm er 
an deren Ausstellungszyklen laufend teil. Er er- 
hielt zahlreiche Auszeichnungen und Anerken- 
nungen, mehrere Diplome fur die besten Plakate 
des Monats und des Jahres sowie die Kainz-Me- 
daille der Stadt Wien. 1975 erhielt Georg Schmid 
den Preis der Stadt Wien fur angewandte Kunst. 
Einen besonderen Schwerpunkt seines Schaffens 
bildeten bisher die Bühnenausstattungen für das 
Volkstheater in Wien sowie fur das Schauspiel- 
haus in Zürich und den ORF. Mit diesen mehr als 
30 Großprojekten fur das Theater - von den Klas- 
sikern bis zu modernen Autoren - erweist sich 
Georg Schmid als einer der lebendigsten und 
einfallsreichsten Bühnenausstatter der letzten 
Jahre. Mit den von ihm geschaffenen Ausstattun- 
gen war Georg Schmid nicht nur ein erfolgreicher 
Helfer für die Stückeschreiber. sondern ein 
ebenso erfolgreicher Mittler für das Publikum. 
Wilhelm Mrazek 
l Buhflertbfld zu Molnais "Liiiurr... 
Volksthealer, WfBlI 
2 Kaleridertitelblatt fur Druckerei 
Bruder Rosenhaurri, wieri. Aqua- 
rell 
3 Schutzumschlag fur "ÜOVIBUIBDGM 
-, Verlag Wien 
J Buhrienbild r-Holdeilinu, Volkthea- 
ter, Wien 
s ewig SChmid
	        

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