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Full text: Alte und Moderne Kunst XXIII (1978 / Heft 159)

Filialkirche Asten (L.-Kr. Traunstein). J G. ltzlleldner. 
-iochaltartabernakel1761. ursprurrglrch auf dem Hoch- 
altar in Fridolfing. 
Ptarrkirche Zederhaus (BH Tamsweg). J.G. ltzlfeldner. 
iochaltar 1772174. 
Johann Georg lzlleldner. Michaelsaltar 1756. Filralkir- 
:he. Arnsdorfbei Oberndort (BH. Salzburg-Umgebung). 
nerkungen 15-32 
.P1eiß. aa.0.. s. 415. Urkunde Nr 45 
s. Schuster. s11115bberme5ner. nnvenranum uber d1e zum LobL. 
1 Laurenz Ko11eg1a151111 und Ptarrgotteshaus 1n Tittmoning 
iemtllch angenbngen Krreben-Paramenren. und anderen Ge- 
11n5e11a11en  1799. s 90. Trrimenrng. Ptarrarchrv. Mappe 
1 d 
1 Hartig. Tittmorilrig. Schrrell-Krrchentuhrer 1K1e1ne Ausgabe). 
r 543. Munenenrzuneh 1956. Abb. s. 7 
g1. Anmerkung 15 
lKT. BdX. s. 394. Nr 1. F1g.359. s 397. Fig. 372. - n. Preiß. 
a.O. s 321. KaL-Nr 4. s 329. Kai-Nr 14 
.Pretzell. a a 0.. Abb 51 c e R. Frerß. a a 0. s 327. Kat -Nr 12 
1.weeeke1.119751.a.a.0..Ka1.-Nr 21 Abb i38ur1d22.Kat-Nr 22. 
bb. 141 und 21 
eiß ha11e namrrdh ernen Kun511aden1m Hermathaus gem1e1e1. vg1 
azu auch Anmerkung s. 
. Pretzell. a a.0.. s. 97. Abb. 52 b 
reundlrehe Mitteilung von Kooperator Untarreltmayr. Asten. 
ur erner Fotcgrafle m11 der lnnenarisrcht der a11en Frldoltlnger 
irche kurz vor deren Abbruch kann man da5 Tabernaker au1 dem 
Ochaltar einigermaßen erkennen d1e Fb1bgra11e15r1m Frldulflrr- 
er Prarrrrbr verwahrt e vg1 dazu R Prern. a.a.o.. s. 329 Kai.- 
1 15 a und b 
11 den auegerunrren großen addrrerenden Engeln haben 51er1 zwar 
a. 10 cm hdne Tonbozzetli erhalten. Traun5ie1n. s111111ng Heimat- 
au5 Traunslein. lnv.-Nr. 742 e. 742 b sre 51an1n1en wohl von dem 
unsthandler M. Herß. Vgl Anmerkung a - Vgl. R.Pre112. a.a.0.. 
.330. Kar-Nr. 15 c 
1er eand m11 den Ken5151dna1prd1dxd11en au5 dem Jahre 1772 war 
egen wa55er5ehaden 1angere zerr bei der Restaurierung 1n wren 
nd kbrmre erst retzt e1nge5ehen werden Daher 151 der Altar 1n der 
tssertation nach talschllch 1773174 darren wurden Vgl n Prerß. 
.a.0.. s. 339. KaL-Nr 24 e 1n der den angegebenen Literatur 151 
ie5e archrvalrsche Nachricht auch nicht angerunn. 
119 cenkmaie de5 pd111 Bezrrkes Tamsweg OKT. Bd. xx11. wren 
929. s 89. Abb. 10a. Der Altar 151 au1 d1e5er schlechten Auinahrne 
1dbeh kaum auszunehmen 
r51e1m1e1h1ng. u L.F Bruderschalts-Altar 1765755. Die Kunst- 
enkmale de5 1111111 Bez Braunau OKT. Bd xxx. w1en 1947. 
25511.. Abb. 514 e sr -.1d5e15-A1rar 1755 1n Arn5dbr1 und Hochal- 
1r 1n unrereehrng 1774. OKT. Bd. x. s. 3913. Nr.5. F1g. 373 und 
431. Nr 1. Fig. 423 e sr. Koloman. 1-1bena11ar 1773. Die Denk- 
1a1e de5 pd111 Bez Harlem OKT. Bd xx. s 241. Nr. 1. Abb 241. 
a5 Urbild 151 ein von der Mauer abgelöster Freskenrest 
5.5 X 31 cm 1n der Kirche der Augustmer-Ererniten rn Genazzano 
ei Rom. Nach der Legende her 511111 da5 511d wegen der Bedro- 
ung durch die Turken von derMauerderKirche 1n der nordzlbanl- 
chen Stadt sku1ar1 ge1b51 und 151 untererner beglerrenden Hegen- 
ogenerschemurig am 25 4. 1457 1n Geriazzancr aur der rohen 
lauer der neuen Krrdne der Augustiner zutage getreten. Die ge- 
aue Legende 151 1n erner 1755 zu Augsburg gedruckten ersten 
bersetzung erne5 nwelscherw Andaenrebuehlerne erna11en ge- 
lieben. zwei frommen Marrenverehrern wurde d1e Weisung zuteil. 
a5 131111 au1 5e1ner Reise zu beg1e11en 110a nun drse sich zur bevbr- 
tehenden Reis genemer. hat sich d1e 1-1e111ge Bildnus 5e1b51 von 
er Krrchen Mauer zu Scufärl wunderbarircn 155 gemacht bderab- 
e5ehb111. und 151 a15b bald in den Wolckeri erschienen zu Nachts 
a1 sich darbey erne ieurrge. bey dem Tag aber e1n hellschemende 
Iolckensaulen sehen 1a55en. damir d1e rrbmme ne15ge1ehr1en 51- 
her nachfolgen kbnren.  DerName de5cnadenbi1de5-1Maria 
9m guten Rat" e nach dersc genannren Augustinerkirche-wurde 
151 ab dem Jahre 1597 gebrauchlich. Papst Innozenz Xl. ha1e5 
552 feierlich gekrbnr Durch die Augu511ner wurde der Ku11 seit 
753 auch 1m deu15ehen Sprachraum verbreitet und errercnie 5e1- 
en Huhapunkl in der zweiten Hallte de5 1a. Jahrhunderts Unzah- 
ge Paprerbildchen m11 der Dar51e11ung des ltahenlschen Gnaden- 
11de5 wurden damals verteilt. Das Btld gehen 1n d1e Gruppe der 
artlichen Muirergd11e5dar51e11unger1. der 511g Eleousa. und stellt 
ine haibiigunge Muttergotles m11 1e1eh1 geneigtem Haupte dar. 
urderen linken Arm da5 K1nd sitzt und 5e1nen Kbpi zartlich an d1e 
lange der Mu11er1ehn1 M11 der rechten Hand umarmt es d1e Mut- 
er. wahrend ee rmtder Linken den saum1hre5K1e1de5am Halsaus- 
chnitt erfaßt. Hinter den Nrrrrben 151 eine iragmenuene negenbd- 
enaureole zu sehen Vgl E erabner. Maria vom guren Rat. 1n: 
clkskunde. Fakten und Ana1y5en Feslgabe 1ur Leopold Schmidt 
um 50 Geburtstag Hrsg v Klaus Eiern. wren 1972. s 32711 - 
sblder. Maria vom guten Rat. 1n Rermmlchls vb1k5ka1ender. 
1n5b1uek 1975. s. er 11 Snlderdanke ich den Hinweis aurden Auf- 
atz ven Grabner- 1:11. .1 sairaberger. Salzburg. machte mich au1 
1nen Ar1ike1 au1me1k5am. der sich m11 dem Me151er de5 Freskos 
efaßt. P eerernra Sangrorgi. sebperia a Genazzano. 1n- L'Osser- 
sture IOmanO. 1974.19.Magg1e.pag.7 Bisherwurde da5 Fresko 
erschiedenen K11n511ern zugeschrieben E Grabner. a.a 0.. 
327. bezeichnet a5 a15 werk der umbneenen Malerer au5 der 
titte des 14. Jahrhunderts. De campe5. der da5 Fresko 1957-51 
Ort ubermalungen frerlegte. schreibt e5 brrne Beweis Gentile da 
abnand 111. P Geremia sangrbrgi entdeckte berm Jesusknaben 
m Rand de5 Kleidcherrs Fragmente erner srgnaiur. 1-A.VIVA .-. 
... lTe und 11151 5ie a1511A. vrvaarnuleerrr-au1.An1bnid v1vann1 
endn der Schule von Murand an Er 151 um 1410 1n Murenu gebo- 
en und kame a15 Maler de5 Freskcs 1n Frage. da sku1er15e11143s 
n1er dem Schutz der Republik Venedig stand Es Konnte 511511 nur 
m e1n1ri1he5 Jugeridwerk handeln. Der Aulbr datiert da5 Fresko 
m 1437e1444.e 
5 ware denkbar. daß ur5prung11en nur e1n vbr5a1zb11d m11 e1nen1 
lahmen vdn ltzlfeldner geplant war und der Entwurfgar nicht au5- 
etuhrtwurde. Aureinem Seltenaltarvon Johann 19111111. nageneuer 
us dem Janre 1755 1n der Müllrrerklrche zu seizburg nimmt da5 
1nadenb11d von Genazzano d1e Mitte de5 A11ere5 ein. E5 erschelnt 
n Strahtenkrsriz vor emern 0be115ken. Vor der wdlkenbank 
chweben drei Putten Der mimere halt den unteren Rahmen de5 
111de5.d1e beiden seitlichen stemmen die wdlken- bzw Flammen- 
auie uber rhrem Kdbi ndeh. Vielleicht 11er1 51:11 lfzlfeldnervun dre- 
em werk 5e1ne5 Schulers 1111 den Flahmenentwurf anregen Nur 
etzte er da5 k1a551115115ene vbrb11d1n5 Rdkbkb um. Vgl. Die kirch- 
chen Denkmale der Stadt Satzburg. OKT. Bd 1x. wren 1912. 
1. 209. Nr.5. Fig 244 und A KONQ. Salzburg-Mlilln. Christliche 
unststatten Üsterrerchs. Nr 90. Salzburg 196d. S 17. Abb s 15 
)KT. Bd. x. s. 334 Nr 1. Fig 359 - R Frerß. a.a.0.. s. 322. 
at -Nr. 5. 
Xnschrift der Autorin. 
Jr. Roswitha Preiß 
(aserngasse 511 
Ä-SOZO SalzburglRiedenburg 
 
wird. Die Muschelkämme und C-Schleifen am Rah- 
men und das Postamentsind auf beiden Blatthälften 
verschieden geschwungen. Auf dem seitlich abste- 
henden Rocailleschnörkel des linken Rahmens sitzt 
ein nackter Putto und hält mit beiden Händen eine 
Wolkensäule links über seinem Kopf hoch. Auf dem 
Seitenschnörkel des rechten Rahmens ist ein Che- 
rubskopf angebracht. von dem Flammen hoch em- 
porzüngeln. In der Mitte des oberen Bildrahmens 
links das Monogramm Mariens im Strahlenkranz. 
rechts eine Krone auf Kissen und seitlich auf dem 
geschwungenen Gebälkstück ein Cherubskopf. Die 
grau lavierte linke Variante ist versilbert zu denken. 
die rechte. gelb getönte. vergoldet. Schraffuren sor- 
gen für Plastizität. Mit Hilfe der aufgezählten Sym- 
bole kann man das Thema des nicht eingezeichne- 
ten Bildes bestimmen. Es kann sich nur um eine Ko- 
pie des Gnadenbildes der "Maria vom guten Rate 
gehandelt haben". Ein nach dem Riß ausgeführter 
Rahmen konnte noch nicht aufgefunden werden". 
Auf dem Hochaltargemälde in Zederhaus ist das 
Gnadenbild von Engeln in Wolken getragen gemalt 
und unten stehen vor heimischer Landschaft die 
beiden Kirchenpatronedohannes d.T. und Johannes 
d. Ev. 
An den Schluß sei ein Tabernakelriß (Abb. 7) ge- 
9 
stellt. der überhaupt nicht beschriftet ist. da der un- 
tere Teil des Blattes fehlt. Dort waren vermutlich der 
Grundriß. die Signatur und die Ortsbezeichnung 
angegeben. Die Autorschaft ltzlfeldners ist neben 
dem Stil durch die Aktenn0tizv0n1933 gesichert. Es 
ist nur der Aufriß der linken Hälfte gezeichnet. in der 
Aussetzungsnische steht ein Kreuz auf geschwun- 
genem Postament. Die linke Seite der Nische wird 
durch eine geraffte Draperie gerahmLAufdem Volu- 
tensockel ein kniender adorierender Kinderengel, 
die Linke ehrfürchtig auf die Brust gelegt. in der 
Rechten ein schräg aufgerichtetes Kreuz haltend. 
Langgezogener Akanthus schmückt die vertieften 
Felder der Pilaster. Die Zeichnung wirkt etwas ver- 
schwcmmen. da die Konturen nicht so scharf gezo- 
gen sind wie auf den Blättern der sechziger und 
siebziger Jahre. Auch ist das Ornament etwas 
plump.Alle diese Merkmale rücken dieZeichnungin 
zeitliche Nähe zu dem AltarriB in Michaelbeuern (um 
1755). auf dem wir auch die ganz ähnlich gebildeten 
Seitenschnörkel finden. Am Hochaltartabernakel 
ltzlfeldners in Arnsdorf aus dem Jahre 1753" sind 
die Volutensockel. auf denen die allerdings viel grö- 
ßeren Engel knien. sehr ähnlich gestaltet wie auf 
dem Riß. Ansonsten ergeben sich keine Überein- 
stimmungen. 
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