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Volltext: Alte und Moderne Kunst XXIII (1978 / Heft 160 und 161)

wert Fux 
-i Seidengewebe aus der 
nmlung Bock im 
erreichischen Museum 
angewandte Kunst 
ii Seidengewebe aus der 
nmlung Bock im 
erreichischen Museum 
angewandte Kunst 
lenbrokat, China, 14. Jahrh., L 23 cm, B 8 cm, Oster- 
wisches Museum, lnv. Nr. 4141, Te. 864 
kungen 1-9 
'netarn 12 s 1564, seit 1947 OsterrelchischesMuseum furan- 
andte Kunst. 
lerfasser darf ihrer heutigen Leiterin. Frau Dr. Angela Volker, 
reundliche Unlerstutzurig und iur Einige Literaturhinweise 
llchst danken. 
teil , s 19-24 A Bock, Katalog, s. lll-V - Dreger, s 51. 
ierl , s. 21. 
ida 
in v. Falke war der Vater von Otto v Falke, dem durch Seine 
istgeschlchte der Seidenwehereir- bekannten Direktor des 
stgewerbemuseums in Berlin 
age der k.k.WlerrerZeltung, Nr. 31, um r: Mlllheil . s. 19-24; 
Dreger, s 51 
4, Katalog. s. 22, 2a, 24. 
 
Noch im Eröffnungsjahr 1864 des Osterreichischen 
Museums für Kunst und lndustrie' bot sich der neu- 
geschaffenen Textilabteilungz die willkommene Ge- 
legenheit, einen einmaligen Fundus an nwebereien 
und Stickereien des Mittelalters und der Renaissan- 
ce" zu erwerben? Daß dies gelang. war Dr. Franz 
Bock, Stiftsherr am Münster in Aachen, zu verdan- 
ken, dem das Verdienst zukommt. als erster Stoff- 
beispiele dieses Zeitraumes gesammelt und sich 
wissenschaftlich damit auseinandergesetzt zu ha- 
ben. Während vieler Jahre hatte er in Deutschland. 
Holland, Frankreich und Italien eine sehr umfang- 
reiche und berühmte Kollektion, zumeist von Frag- 
menten, zusammengetragen, von der er 1863 die 
Hälfte dem South-Kensington-Museum in London 
überließ, das finanziell nicht in der Lage war, den 
gesamten Bestand anzukaufenf 
e-Um die zweite, völlig gleiche Halfte bewarben sich 
mehrere Staaten oder Museen und boten den glei- 
chen Preis. allein der Besitzer. . ß bevorzugte Wien. 
dem er günstigere Bedingungen einräumte. r-so 
dass die Sammlung mit einem sorgfältig und aus- 
führlich gearbeiteten Katalog sofort in das Eigen- 
thum des österreichischen Museums übergehen 
konnte , . ß. 
Dies schriebJakob von Falke, der 1. Kustos und spa- 
tere Direktor des Hausesö, der dem Geschehen ei- 
 
.. eviäsaie 
nen Artikel in der Oesterr. Wochenschrift für Wis- 
senschaft, Kunst und offentl. Leben7 widmete, in 
dem er u.a. auch daraufverwies, daß die Sammlung 
in Wirklichkeit mehr als 400 Katalognummern aus- 
mache, da zuweilen mehrere Belege unter einer 
Nummer zusammengefaßt worden wären. 
Sicherlich sind viele der Zuweisungen Bocks von 
der modernen Textilforschung überholts, anderer- 
seits aber bewies er einen bewundernswerten Weit- 
blick, dem, mag er auch in etlichen Belangen von 
den heutigen Meinungen abweichen. noch immerin 
einigen Punkten Gültigkeit beizumessen ist. Das be- 
trifft bis zu einem gewissen Grad etwa drei Seiden- 
brokate aus der Mongolenzeit, die im Katalog von 
Bock unter den Nummern 141, 150 und 180 zu finden 
sind? Er betrachtete sie auf Grund der technischen 
Beschaffenheit als zusammengehörig und bezeich- 
nete sie als orientalisch. Zwei davon sind chinesi- 
scher Provenienz, während der dritte Stoff, der frü- 
her ebenfalls als chinesisch angesprochen wurde. 
aller Wahrscheinlichkeit nach aus Turkestan 
stammt. 
Das erste Beispiel, Kat. Nr. 141 (lnv. Nr. 4141, 
Te. B64), ein roter Atlas (Abb. 1) mit goldgelber We- 
bekante. vergoldeten Lederriemchen und wenigen 
weißen Broschierschüssen zeigt eine asymmetri- 
sche Musterung aus parallel aufsteigenden Wellen- 
21
	        

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