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Volltext: Alte und Moderne Kunst XXIII (1978 / Heft 160 und 161)

Bildfolge 1-8 
ichern, der Jugend wertvolle Erfahrungen zu ver- 
ein. Diese mexikanische Zeit hat ohne Zweifel in 
ironiation mit einem anderen Volk, einer hochinter- 
inten Kultur, stärkste Wirkung in seinen Tapisserien 
zrlassen. Wie der Künstler selbst dazu meint, fand 
seinen Niederschlag vor allem in der Farbigkeit 
er Schöpfungen, die noch heiler, leuchtender und 
sparenter wurden. Nicht zuletzt trug sicherlich das 
dländische Ailtagskolorit, das Sicht- und Verspürba- 
er Ursprünge der mexikanischen Mythologie dazu 
  
scheint, daB das, was Fiiedis spätere Tapisserien 
inders auszeichnet, das Feierliche, Repräsentative, {Qtxlbäläyoßly 
e Wurzel in dieser mexikanischen Zeit hat. Voll ei- U65 N I 
isonnigerenir Chiomatik, die von Bereichen kündet, Ä v 
"räume von fremden Sonnen voller Exotik mit einer 
giorifizierenden Fermate in sich tragen. Eine Wer- 
ite gekonnt inspirativer Inkarnation des Repräsen- 
en. 
t von ungefähr gab Fiiedl bereits 1945 auf der Bien- 
in Venedig und 1959 auf der Kasseler documenta 
e besten Visitenkarten ab. Künstlerischer Höhe 
lt der bei der Biennale Sao Paulo1963 erstmalig 
ebene und von ihm errungene Grand Prix, 15 Jahre 
I seinen Anfangen als Tapisseriekünstier. Nun, nach 
am großen südamerikanischen "Abenteuern ist Fritz 
i Lehrender an der Linzer Hochschule. Er ist präde- 
ert dafür. die Integration des Blldteppichs noch 
1er in den Bereich der freien Künste zu vollziehen, 
er ihr profiliertester, markantester Wegbereiter in 
irreich, als ihr Bannerträger im wahrsten Sinne des 
es gelten kann. 
"räsentation selber war eine pure, um der Werke 
n angelegt. Bei den größeren Bildteppichen wurde 
ibar. wie sehr neben der schrriückenden die ausge- 
ende Funktion, neben den ästhetischen Werten 
I das wärmende, r-mauerbedeokendeu Moment eine 
entilche Fioiie spielt. Fiiedls Bildteppiche hängen 
ehmiich in Kirchen, Museen, Schiffen und Kongreß- 
1. Prominenieste Orte: UNO-Weltgesundheits- 
nisation Genf, Europarat Straßburg, Rathaus Kopen- 
in u. a. 
Riedl isi ein Mann der Tat, nicht nur als Künstler. 
iii in Österreich die Szene der Tapisseriekunst neu 
ben, ihr neue Impulse verleihen. Mit einer Schar 
:hgesinnter will er das mit allem Ernst und aller 
t vorantreiben, weil er, wie er selbst sagt, glaubt, 
die Texlilkunst erst ganz am Anfang ihrer Möglich- 
in steht. Ihre Vielschichtigkeit macht sie zu einem 
zeitgemäßen Instrument künstlerischer Gestal- 
smögiichkeitenu. 
essant ist, daß sich in Linz 7 langsam so etwas 
jie geheime heranwachsende Metropole der Moder- 
- im stärksten Maße sowohl im freien wie im ange- 
iten Bereich der Künste Kräfte konzentriert haben, 
nii ihren zukunftsweisenden Bestrebungen beispiel- 
-nd für das ganze Österreich stehen. Das sollte man 
kennen und unterstützen und in jeder Weise mit 
ertragen helfen. Fritz Riedi bringt für seinen Bereich 
Voraussetzungen mit, um in diesem breiten Feld 
veiterzubesteiien. ieopold netopil 
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:en- und Veigißmeinnichtkränze. Ftelieiplastische Collage 
Krepp, Dekor und narirrisri aus MäSälngtJleCh, 9x75 cm; 
nieri I. H. rDlE wahre Freundschaft lu erkennenJWird sich 
Eiriiracni niemals trertrleftm fKaL-Nr 237) _ iK. 794a A) 
viersiunde Nr. 101. Verleger A. Berka. l-Wenn m den Wolf 
iisriiilisu kommt er auch gerenrit - (Kai-Nr. 104i - 
l,: 3759m) 
itraier Blick in die Ausstellung hFritZ Ftledl 7 Blidtepplcheii 
z Rledl, "Grüne KOrrlp0SltlOnii,1953.Blldteßpfllti, 125135 cm 
Z Fiiedl in seiner Manufaktur lvGODEIIHOS Mexicanoslg 
adalaiaralMexiko, Professor an der Autonomen Universität 
.elbst 
u Bundesminister für Wissenschaft und Forschung Dr. Her- 
Eirnberg mit w. Hofrat Prof. Dr. Wilhelm Mrazek, Direktor 
iÜStSHStCHISCÜED Museums für angewandte Kunst, bei der 
ffnung der Ausstellung iißninesisnne Kunstsammlung 
iig Gusiav VI. Adolf von Schwederiu 
;ii In die Ausstellung "Chinesische Kunstsammlung konig 
stav VI. Adolf VOVI Schweden-i (s Text Heft 16211979) 
atstelertag leve. nTag der offenen Türen: liTl Museum. 
iarrtrhlllhg im SäutentlOf bei der Ausstellung IErttWlCK- 
gen - w. Narbutt-Lisveris 
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