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Volltext: Alte und Moderne Kunst XXIV (1979 / Heft 162)

Vincent Mayr 
Zum Einflußbereich der spät- 
gotischen Grabmalkunst 
Salzburgs 
 
Über Salzburger Sepulkralplastik des 15. Jh.s zu 
berichten hat schon immer Schwierigkeiten ge- 
macht. Die Anzahl der Originalgrabsteine. die sich 
erhalten haben, ist gering, die Verlockung zu Hyv 
pothesen ist groß, weil man nur ungern eingeste- 
hen mochte, daß man mit Datierung und Künstler- 
zuschreibung nicht recht weiterkommt. Die For- 
schung greift immer wieder auf einige Standard- 
werke zurück, deren Entstehung z.T. mehr als eine 
Generation zurückliegt. 
1913 erschien die erste zusammenfassende Veröf- 
fentlichung über dieses Thema, in der Karl Fried- 
rich Leonhard nicht nur ein reichhaltiges Material 
vorlegte, sondern sich mit ihm auch in bezug auf 
Genealogie, Heraldik und kunstgeschichtliche 
Einordnung auseinandersetztei. 
Vorausgegangen waren Einzelaufsätze von 
Lind in den Mitteilungen der K.K. Ce 
Commission? und die von ihm veröffent 
nSammlung von Abbildungen mittelalter 
Grabdenkmaleuß, die iedoch weniger au 
kunsthistoriscnen Probleme eingingen, so 
eher als Nachfahren der handschriftlichen 
steinbücher zu bezeichnen sind, von dene 
diejenigen von Franz Ecker, Bischof von Fff 
(gest. 1727)4, und Marquard Herrgotts "Mont 
ta domus Austriacae-i von 1772 genannt w- 
sollen. 
1926 gab Philipp M. Halm seine "Studien zu 
deutschen Plastiku heraus, in denen er sein 
1906 erschienenen Aufsätze über die Sept 
plastik vereinigteö. Zum ersten Mal wurde h
	        

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