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Volltext: Alte und Moderne Kunst XXIV (1979 / Heft 162)

ann Michael Hottmayr, Merkur befreit die verzauber- 
o, 1690- 1695. Ol auf Leinwand, 80x 105 cm. Cour- 
y cf the Art Institute of Chicago. 
irkungen 1-6 
zhenke von Mr. und Mrs. JACOB S. Sherman, 1951, Die Bilder 
Ien von den Eltern des Spenders in Europa erworben, genauere 
enienzangaben waren nicht zu ermitteln. 
riten über Rottmayr: a) Hans Tielze. Johann Michael Rottmayr. 
lahrbuch der k.k. Zentralkcmmission ..., NFJ, Wien 1905. 
F168. b) Gunther Heinz. Die Salzburger Malerei des 17. Jahr- 
Jans und die Werke des Johann Michael Flottmayr. Ungedr. 
univ. Wien 1950. besonders 1a Kapitel -Johann MIChSSI 
mayrs Fruhwerka- s. izßiav. und 14. Kapitel -Die Werke 
mayrs 1591x169 , 133-147. c) -Johanri Michael Rottmayr- 
an und Werk-i. Katalog der Gedenkausstellung zum aoo. Ge- 
steig. Salzburg 1954. a) Erich Hubala. Neu aulgelundene Pas- 
   
Ein anderer wichtiger Umstand, auf Grund dessen 
die fünf Gemälde Rottmayr zugeschrieben werden 
können, ist die Farbe. Wenn auch Fiottmayr am 
Beginn seiner Laufbahn, knapp nach seiner Rück- 
kehr aus Italien, in einer stark an Loth erinnernden 
Manier malte, so betraf dies keineswegs seinen 
Gebrauch der Farbe. Loths Beispiel eines mo 
nochromen Brauns konnte nie Rottmayrs österrei- 
chischen, frohen Farbensinn verdrängen, seine 
Tönungen waren reicher und verschiedenartiger. 
Loths strenges Chiaroscuro, seine kräftig model- 
lierten Figuren und seine absichtlich beschränkte 
Farbpalette - Ergebnisse der ihm eigenen Mi- 
schung aus venezianischer und neapolitanischer 
Tradition des 17. Jahrhunderts - werden im Werk 
seines Schülers übenuunden, der gleich stark von 
Luca Giordanos farbfrohem und breit gemaltem 
Naturalismus und von der gobelinartig dekorati- 
ven Malerei des römischen Hochbarock, insbe 
sondere der Cortonas, beeinflußt wurde. 
Nach der Übersiedlung nach Wien erfuhr Flott- 
mayrs Werk einen grundlegenden Wandel, als er 
sich nämlich mit den Bildern von Rubens und von 
van Dyck vertraut machte. Dieser Wandel ist leicht 
durch Vergleich eines jeden der Gemälde des Art 
Institutes mit einem späteren feststellbar oder, 
noch besser, eines Frühwerkes wie nTarquinius 
und Lukretiau aus dem Jahr 1692 in der Österrei- 
chischen Galerie in Wien mit dem nTod der Pro 
crisn von 1706 aus dem Historischen Museum der 
Stadt Wien. Gegenüber dem dramatischen Früh- 
werk mit seiner einfachen, last grellen Farbge 
bung, seiner schematischen Formgebung und sei- 
ner horizontal aufgebauten, flachen Komposition 
erscheint 1706 in einer van Dyck ähnlichen, no 
blen Art eine weichere Formgebung, eine stärker 
integrierte und komplexere Komposition und viel 
subtilere Farben (wie das duftige Gelborange des 
Kleides der Procris). Die Bilder des Art Institute 
3 Johann Michael Roltmayr, Apollo gibt Phaeton wider- 
slrebend diejrlaubnis, den Sonnenwagen zu ziehen, 
1690- 1695. OI auf Leinwand, B0 x 105 cm. Courlesy of 
the Art lnstitule cf Chicago. 
S308! Werke Johann Michael Ronmayrs, irlI Murlchrlerdahrbuch für 
bildende Kunsl, 3. F., 5, 1954, S. 174-157. e) Edward A. MSSBL Di- 
segni inediti di Johann Michasl Roltmayr, Bsrqamo 1971. 
Franz Fuhrmunn im Katalog der Salzburger Ausstellung. wie 
Anm. 2 n, S. 11. 
Eine solche Serie wurde zum Beispiel von Ronmayrs Zeitgenossen 
Manino Allcmonle hir den kaiserlichen Gananpalasl. die Neue Fa- 
vorita Im Augarten, 1705-1709 geschaflen; drei Gemälde davon ha- 
ben Sith in den Sammlungen des Kunslhistcrischan Museums (lrlv. 
N1. 5769. 1906 und 9192) erhalten. Vgl! Hans Aursnhsmmer. Mar- 
llno Allomonle. Wien 7 Munchen was. S. 23. 
Gerhard Ewald. Jnhann Carl Lolh. Amsterdam 1965, s. 15K. und 
Ksl. m. am (Apollo und Phaeton}. 1441m der Silxburguv Ausstel- 
lung als am Werk Rotlmayrs ausgesialll) lma zls. 
Halnz wie Anm. 2 o, hier s. 15.
	        

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