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Volltext: Alte und Moderne Kunst XXIV (1979 / Heft 166 und 167)

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Reichsvizekanzler Schönborn, aufscheint. Dafür 
wurde er sowohl von den Fürsten Liechtenstein als 
auch von Mitgliedern der Familie Harrach durch 
Jahre hin beschäftigt. 
Als Hausarchitekt der Liechtenstein erscheint Be- 
duzzi in den zwanzigerJahren als Nachfolger Anton 
Ospels, der seinerseits 1713 Hildebrandt abgelöst 
hat". Für Dekorationsarbeiten bediente man sich al- 
lerdings auch schon bei einigen Ospelschen Bau- 
führungen der Mitwirkung des Theatralingenieurs. 
doch mit Hildebrandt gab es offenbar bei den Für- 
sten Liechtenstein keine Zusammenarbeit. 
Anders bei der Familie Harrach". Hier war Hilde- 
brandt nach eigenen Angaben schon seit etwa 1703 
fest im Sattel. Eine Verbindung zum Fideikommiß- 
herrn Alois Thomas Raimund Harrach ist erstmals 
für das Jahr 1707 beim Umbau des Schlosses in 
BrucklLeitha belegt. doch erwähnt Hildebrandt 
selbst 1733 in einem Brief an diesen, daß er seit 
nunmehr dreißig Jahren im Dienste des Hauses ste- 
he. Der beiläufigen Mitteilung kommt insofern er- 
höhte Glaubwürdigkeit zu, als die Verbindung zur 
Familie Harrach dann durch Ferdinand Bonaventu- 
ra, den Vater und Großvater der späteren Bauherren 
Hildebrandts, hergestellt wurde. Ihm, dem Oberst- 
hofmeister Leopolds l., war der neue kaiserliche Hof- 
ingenieur gewiß ein Begriff. Der stilistische Befund 
spricht außerdem dafür, daß der von Grimschitz als 
unbekanntes Lustschloß mit Nebengebäuden publi- 
zierte Grundriß aus dem Harrach-Archiv Hilde- 
brandts erste Arbeit in Harrachschen Diensten bald 
nach der Jahrhundertwende war. Die Ausmessun- 
gen deuten auf ein Projekt für das Schloß in 
BrucklLeitha hin. In der Tag trug sich Ferdinand 
Bonaventura schon lange mit Baugedanken. So 
weiß man von einer Planung Domenico Martinellis 
An 
und von einem Auftrag, der anläßlich eines F 
Aufenthaltes an Pierre Cottard ergangen wa 
diese wurde auch Hildebrandts Entwurf nicht 
lichkeit. Vielleicht hatte der Tod des Grafei 
großangelegte Bauführung vereitelt, Sein 
Alois Thomas Raimund fuhrte schließlich de 
danken in eingeschränkter Form aus, wobi 
mittelalterliche Schloß lediglich einem L 
unterzogen wurde. der unter Hildebrandts L 
stand. 
Ungefähr gleichzeitig entstanden damals im u 
schen Halbthurn ein Jagdschloß und am Ascl 
Schloß der Turmflügeltrakt mit der Kapelle 
Rissen des neuen Hausarchitekten. Von nun 
Hildebrandt nichtnur mit Baufuhrungen aufdi 
tern des Fideikommißherrn befaßt, darunter d 
tronatskirchen von Schluckenau in Nordbt 
und Parndorf im Burgenland, sondern arbeite 
für dessen Bruder Franz Anton, der seit 1709 
schof von Salzburg ist, am Umbau der Reside 
des Schlosses Mirabell. Von einem nicht bekz 
Grafen Ludwig Harrach erhält Hildebrandt 1 
Linz ein beachtliches Honorar, und als der Fe 
schall und Deutschordenskomtur Johann . 
Philipp Harrach mit namhafter Unterstützung 
Bruders Franz Anton dort die Neugründung 
Komturei betreibt, sieht man wiederum den H 
chitekten mit Kirche und Wohngebäude bescl 
Wien, Bruck, Linz und Salzburg sind die Zenti 
Hildebrandtschen Bauführungen für die Graf: 
rach während des zweiten und dritten Jahrzr 
In Wien laßt Alois Thomas Raimund sein Stad 
auf der Freyung um einen vorgelagerten P 
erweitern, in Salzburg entsteht unter Franz 
das Schloß Mirabell fast neu. Aus dieserZeits 
auch ein Auftrag für ein Gartenhaus in Klesh
	        

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