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Volltext: Alte und Moderne Kunst XXV (1980 / Heft 170)

mit 26. 3. datierte Rechnung betraf vier weiße 
ren, die offenbar als letzte angefertigt und 
igeliefert wurdenß: 
:hnung der Kaiserlich Königlichen Porzellan- 
k über 20 fl. 50 x. 
76a den 2st. Martij Jn Wienn 
o über nachstehende Porcellaine 
iiße hoche Figurn . . . . .. a t 5 - f 
ackungs Spesen . . . . . . . . ., i 
20.- 
-.50 
Sr. Kays: Königl: 
Porcellaine Fabriqueu 
dieser Rechnung der Porzellanfabrik findet 
ein mit anderer Hand geschriebener Saldie- 
svermerk: "Den 27 Marz Richtig bezahlt." 
können annehmen, daB die in der Rechnung 
26. Jänner 1768 angegebenen Porzellane 
schelnlich zum Teil im "Weißen Magazinit der 
1er Manufaktur bereits vorhanden waren - 
ionderanfertigung für Zwettl sind sicher die H9 
Desserte Bretter mit Spiegeln und Weissen 
ellaine Leisten eingefastu zu betrachten. 
che der "Crouppesu oder "einfachen figurnß 
"kleinen figürln (wie wir aufgrund des erhalte- 
Bestandes wissen, Puttengruppen, mytholo- 
he Gruppen, Jahreszeitentiguren, Kaufrute, 
iretlen usw.) waren bestimmt vorhanden und 
ten für den Aufsatz zusammengestellt. Die 
enden Stücke wurden neu ausgeformt. 
einen besonderen Wunsch des Konvents hin- 
an dürften die vier Figuren der Kardinaltugen- 
geschaffen worden sein; vielleicht können wir 
lf so weit gehen zu sagen, daß die Modelle für 
e Figuren erst 1768 entstanden. Bezeichnend 
Slaß alle vier Figuren den gleichen Bossierer- 
ipel (O : vermutlich der Bossierer Dionysius 
on) tragen. 
Die Kardinaltugenden sind mir bisher noch in kei- 
ner anderen Ausformung bekannt geworden; man- 
che der Göttergruppen bzw. der Einzelfiguren sind 
jedoch - mit mehr oder weniger abweichenden 
Details - in der Porzellansammlung des Osterrei- 
chischen Museums vorhanden. Vermutlich sind 
diese vom Typus her ähnlichen. doch keineswegs 
identischen Modelle zu einer anderen Zeit ent- 
standen als jene vom Zwettler Tafelaufsatz. Dazu 
zählt sowohl der Schlittschuhlaufer als Winter, 
dessen weiß glasierte Ausformung vom Zwettler 
Tafelaufsatz mit dem bunt staifierten Winter ei- 
nes Doppelleuchters verglichen sei, als auch die 
unbemalte Gruppe eines Gotterpaares, verglichen 
mit einer bunt staffierten Gruppe. 
Ikonographie 
Wie aus dem "Contoi- der Porzellanmanulaktur 
vom 26. Jänner 1768 hervorgeht, bestand der Auf- 
satz aus 9 nDesserte Brettern", 1 Mittelgruppe, 4 
Seitengruppen, 4 kleineren Gruppen, 18 einfachen 
Figuren, 18 kleineren Figuren, 18 Blumenvasen, 48 
Suppentellern, 72 nConfectu-Tellern, 8 Salzfässern 
und 2 Saucieren. Bis auf das Geschirr, das - so- 
weit überhaupt noch vorhanden - 1926 im Stift 
Zwettl verblieb, ist der Tafelaufsatz im Museum 
heute nahezu vollständig erhalten. Von den insge- 
samt 18 "einfachen-i Figuren ist eine schwer be- 
schädigt, eine fehlt überhaupt (und es ist auch un- 
möglich festzustellen, was sie dargestellt hatte). 
Bereits bei der Übernahme im Jahre 1926 fehlten 
der Figur eines Jägers beide Arme, weshalb die- 
ses Porzellan ins Depot wanderte und nie ausge- 
stellt wurde. Dies ist um so bedauerlicher, als der 
Jäger mit drei anderen Figuren eine Jahreszeiten- 
folge bildete. Von den 18 kleineren Figuren sind 17 
erhalten, anstatt der 1B Blumenvasen sind nur 16 
cm. - vsie..e.c...sc..es "aus-.." .... ....g.,..c......- 
Kunst, lnv. Nr. Ke 6823 
Anmerkungen 13 715 
" Illlerl nach WIerISIBECKEY Glauch. Krlllscher BErlChl(S.Ar1r11.7 
4 
um. - Valvllvlulnauuva "mm"... .... .....,V.........- 
Kunst, lnv. Nr. Ke 6823
	        

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