MAK

Volltext: Alte und Moderne Kunst XXV (1980 / Heft 170)

raumgestaltung 1918- 193841, die von Chri- 
,n Witt-Dörring und Angela Völker erarbeitet 
1 gemeinsam mit den Architekten Eva und Karl 
rg gestaltet wurde, die Bedeutung und die Viel- 
dieser Jahre im Hinblick auf das Mobiliar und 
re Verwendung bei der Einrichtung der klein 
rordenen modernen Innenräume deutlich ge- 
zht. In einer Zeit, wo noch zahlreiche und pro- 
ente Architekten aus der Vcrkriegszeit darauf 
iluß nehmen konnten, wird eine Wiener Ge- 
mackskultur erkennbar, die auch in veränder- 
Nachkriegszeit noch vorwiegend humane Ei- 
schaften aufweisen konnte. Wird diese Aus- 
lung in der Halle des Neuen Hauses in der 
skirchnerstraße zu sehen sein, so ist dem Ei- 
ergersaal im Alten Hause auf der Ringstraße 
Schau wÖsterreichische Keramik von 1900 bis 
Dir vorbehalten. Hier wird die von Waltraud 
iwirth erarbeitete und von Ludwig Neustifter 
taltete Schau der durch Leihgaben ergänzten 
tände des Museums zu dieser Epoche darge- 
lt. Sie vermittelt das erstaunliche Phänomen, 
seit 1900 die Qualität der kunstkeramischen 
lLIQHlSSS nicht rrur in der Produktion der Wie- 
Werkstätte eine Fortsetzung gefunden hat, 
dem daB dieses Prinzip auch in den Arbeiten 
der Schule Robert Obsiegers und Kurt Ohn- 
is sowie aus den gegenwärtigen Klassen der 
ner und der Linzer Hochschule weiterlebt. Mit 
en Keramiken kann sich Österreich durchaus 
der internationalen Szene behaupten. Es wird 
lll der Beweis einer beachtlichen Kontinuität 
acht, die nur alein dem Gesichtspunkt "Quali- 
sich verpflichtet fühlt. 
l dritte Ausstellung ist einem Thema gewid- 
 
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Ausstellung "Neues Wohnen - Wiener lrrnenraumge- 
staltung 1918 - 193811. Wohnschlafzimmer mit Einrich- 
tungsgegenständen. Entwurf: J. Frank, um 1925130, 
Ausführung für wHaus und Garterrrr 
Ausstellung "Neues Wohnen i Wiener lnnenraumge- 
staltung 1918-1938u, Rekonstruktion eines Atelier- 
raumes im Hause Gamerith, Entwurf: E.A. Plischke, 
1933 
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Peter Weiersmüller, Einband zu r-Erica Jongs: Angst 
vorm Fliegen-r. Collage aus verschiedenfarbigem 
Holz, Leder, Leinwand und Papier 
Henryk Lewandowski, Einband zu einem Taschenwör- 
terbuch. Schafsleder mit Metallbeschlägen; antiquier- 
te Form mit Buchbeutel 
John M. Field, Oblanges Notizbuch mit Männchen. 
Buchexperiment 
John Hyloft, wGuest Bock-r. Farblithographiertes Pa- 
pier und grünes afrikanisches Ziegenleder 
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met, das einstmals gerade in der Wiener Werl 
te eine besondere Bedeutung hatte, jedoch I 
im Zeitalter der Paperbacks und Wegwerflite 
fast gänzlich verdrängt worden ist, namlici 
Thema "Bucheinbandrr. Bei dieser Ausstellun 
Bibliothek und Kunstblättersammlung, die 
Hanna Egger bearbeitet wurde, soll an ZGL 
sen, die von der Vergangenheit bis zur unmitf 
ren Gegenwart reichen, die Bedeutung und 
schätzung des "Kleides für das Buch-r v 
schaulicht werden, und zwar in einer Weise 
dieser sehr exklusiven Sparte eine besor 
Wichtigkeit für unsere Gegenwart zukomm 
im Buch nur den lnformationswert und keiner 
turfaktor mehr sehen willl. 
Diese Ausstellungen des Österreichischen 
seums für angewandte Kunst haben Bezr 
dem Subthema der Konferenz nDie lntelligen 
menschlichen Hand-x. Sie wollen dazu beitrr 
die Präsenz dieser Thematik in den verschir 
sten Arbeitsmethoden zu veranschaulichen 
damit für die Erarbeitung der "Declaration of 
narr eine konkrete Basis abgeben. 
Dies alles wird nicht nur die weltweite Beder. 
des schöpferischen Handwerks allgemein be 
gen, sondern auch auf dessen Wichtigkeit fi] 
lionen Menschen - und nicht nur fürjene au 
Dritten Welt - als eines Aktes der Selbstbe 
gung durch künstlerisch-handwerkliches S 
fen hinweisenz. 
' Der endgültige Titel der Ausstellung heißt: nDaS Handwi 
Euchbindens in Vergangenheit und Gegenwarta 
t Zu allen drei Ausstellungen erschienen reich bebilderte 
katicrren. 

	        

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