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Volltext: Alte und Moderne Kunst XXVI (1981 / Heft 174 und 175)

inschweig, Herzog Anton Ulrich-Museum 
L. Lücke, Poitrone, Terracotta. 1729, Hamburg, 
eum für Kunst und Gewerbe 
inn Joachim Kretzschmar (Modeli)?, Puicinell. 
tgersteinzeug. Um 1715. Frankfurt a. M., Museum 
lunsthandwerk 
L. Lücke, Die Zelt hebt die gesunkene Kunst. Ei- 
ein. 1736. Dresden, Staatl. Kunstsammlungen, 
ies Gewölbe 
L. Lücke, Memento mori. Steinzeug (?). 1732. Ehe- 
. Kunstgewerbemuseum Berlin (Schioß) 
L. Lücke, Kinderkopf mit Haubchen. Elfenbein. 
Jder vor 1730? Dresden, Staatl. Kunstsammlun- 
Grünes Gewölbe 
L. Lucke, Scaramuz und Coiombine. Elfenbein. 
eicht vor 1733. Dresden, Staati. Kunstsammlun- 
Grünes Gewölbe 
.. Lücke zugeschrieben, Straßenhändler. Elfen- 
Dresden, Staatl. Kunstsammlungen, Grünes Ge- 
s 
.. Lücke zugeschrieben, Der Hofnarr Fröhlich. 
eibzeugkasten. Elfenbein, Ebenholz, Silber, Edel- 
e. Um oder vor 1731. Dresden, Staat). Kunst- 
nlungen, Grünes Gewölbe 
_. Lücke, Kopf eines lachenden Mädchens. Elfen- 
Dresden, Staati. Kunstsammlungen, Grünes Ge- 
a 
gin mit Haibmaske. Meißen. Um 1720l25. Das Mo- 
iieiieicht von J.C.L. Lücke nachgearbeitet. Mün- 
, Bayerisches Nationaimuseum 
 
ngen 46 - 64 
rzu c. Trieuerkaull, L.L. Möiier (Anm. 2), Kat. Nr. 100, 
n. - M. Saueriandt (Anm. l), Abo. 2c. - 4.1.. Sponsel, 
ißi (Anm. 1), s. 2a, 5a, Taf. 9a) und n) - J. Rasmussen 
i, unter Kat. Nr. 247. - Hierher gehört vielleicht auch die 
Infigurdes Capitan Zeriino im Kunsthist. Mus. Wien, inv. 
) 
VI, 190, H. 13 0m. - J. L. Sponsei, E. Haenel (Anm. 1), 
11.230). - KunstSCnätZe, ZDriCn (Anm. 3), S. 17H, Nr. 145. 
ieeem Sinne die Ausführungen Rainer Rückens: Meißen 
Schneiderspott. in: Kunst und Antiquitäten lll, 1979, 
37. 
Spezifikation" der Arbeiten Lückes flJr Meißen 1728, un- 
ir-Ein Schmuck Kästgsn als ein Sarg lormiret N0. 7 Be- 
aus drey Schllderen 2 Sirenen welche Ihm tragen und 
i Summa 6 StOCkk. 
1i1969, H. 23,8 Cm, L. 28,3 Cm, B. 16,5 Cm. - Joachim 
usen: Eine bedeutende Flückerwerbung des Grünen G6- 
in: Dresdener Kunsiblätter, 13. Jg„ H81! IV. 1969, 
'., Abb. 11. - Kunstschatze, Zürich (Anm. 3), S. 177, 
- Vgl. die Darstellung Frchilchs mil Eulenkopf, inv. 
3, J.L. SDOHSBI. E. Haenei (Anm. 1), S. 7B, Tal. 19a). 
ii, 222, Dm. etwa 5.5 cm. Der Relietgrund im Tondo ver- 
Segensatz zur Technik des Diana-Fteliefs, lnv. Nr. ll, 224, 
1er "CL" (ligiert) am Armabschnitt. Scherer (Anm. 1), 
181. Köpenick (Anm, 15), Kai. Nr. 52 mit älterer Lli. - 
tausen, Dresdner Kunstblatter (Anm. 5G). S. 114, - Der- 
i: Kunstschalze, Zürich (Anm, 3), S. 177, unter Kai. 
ha (Anm. 27), S. 442, Anm. 37, Nr. 25. 
I. Rasmussen (Anm. 4), KHt. Nr. 2101. genannten Stücke 
bzw. 10,7 cm noch. - Vgl. die Spezifikation von 1728, 
i Waicha (Anm. 27), S. 442 (in Auszügen). 
1.36 und 0. Waicha (Anm. 21), s. 72, 442, Anm. es. 
"r (Anm. 21), s. a2. 
häitnis der hier übernommenen Schreibweise im Vergl. 
ei O. Waicha s. Anm. 2B. 
ert (Anm. 27), S. 99, Kat. Nr. 355, Tal. 50. 
ärt (Anm. 27), S. 124, Kat. Nr. 525, Tal. 133. 
art (Anm. 27), S. 126, KSt. Nr. 545, T31. 137. 
1a (Anm. 27), s. 442, Anm, a7, Nr. 2, 19, besonders Nr. 41 
mckert (Anm. 27), S. 156, Kat. Nr. 795, Taf. 188. 
ten Stichen u.a. Wilhelm Fraenger: Caliots neueinge- 
i Zwergsnkablnett. Erlenbach-Zürlch 1922. - V. Carols- 
imann (Anm. Z7), S. 100, Anm. 1. - Siegfried Ducrei: Ke 
id Graphik des 18. Jahrhunderts. Braunschweig 1973, 
Xnm. 58, Abb. 37511. - Fi. Rückert (Anm, 27), S. 164, un- 
IG 
irtl(Anm, 27), s. 164 Kai. m. s4s, au, a4e, aso, 349, alle 
201. 
u, 24 und VI, a1 (Pilger), - 4.1.. Sponsal. E. Hsenei 
i, S. 75, Tat. 1B!) und b). _ Kunslschatze, Zürich 
S. 179. K31. Nr. 147. 
 
15 
tur geleistet haben kann. Wenn die Maßangaben 
stimmen, wäre die Größe des in der Liste von 1728 
Nr. 25 erwähnten "Pantalion  lang 60 Zoliu 
höchst erstaunlich im Vergleich zur Nr. 41 "Den 
König in voller Positur 16 Zoll hoch N0. 40", der- 
ähnlich wie Nr. 43 "Ein Handtfaß in Maßa gema- 
chet aus Kirchners Form auß zu enlichste mit Eiß 
Zappen Gesimsergen Behangen N0 42a - wohl 
die J.J. Kretzschmar zugeschriebene Komposi- 
tion benutzt, aber größer ist? ist das Terracotta- 
relief des Poitrone (Abb. 10) noch gleich zu Beginn 
des Jahres 1729 entstanden, dann ist es - viel- 
leicht nicht zuletzt wegen der Bindung ans Relief 
- trotz des Themas und der sonst überzeugenden 
Darstellung der Komödiengestait nicht - nicht 
mehr? - zu einer Umsetzung ins Porzellan ge- 
kommen, allein, wie wir sahen, zu einer zahlenmä- 
ßig relativ großen Nachfoige in der Kleinpiastik, 
vor allem in Elfenbein. _ Unter der letzten Num- 
mer, 48, nennt die Spezifikation Lückes von 1728 
"Ein Hundert und eti. neunzig Lection vor die Jun- 
genu, unter Nr. 47 "Eiiff unterschiedliche Zeich- 
nungen von Geschirrenu - Lücke war also wirk- 
lich auch als Zeichner und als Lehrer für den 
Nachwuchs tätig, wie es auch Aufgabe des 1731 
zum Modeiiiermeister ernannten Joh. Gottlieb 
Kirchner warßß Zudem weilte J.C.L. Lücke schon 
1728 auf der Leipziger Messe, um Zeichnungen 
von Augsburger Siibergeschirr für die Manufaktur 
anzufertigen." Zu den Formteiien der Spezifika- 
tion von 1728 gehören u.a. foigendez" Nr. 29 "Ein 
Löwe liegend auf einer Butter Büchsen, vielleicht 
zu vergleichen mit der von Rückert um 1730l35 da- 
17 
 
16 
tierten Dose in der Münchener Residenz," Nr. 1 
"Einen Henckel in Form einer Serena auf einem 
EyßtOpirr, vergleichbar dem Stück der Sammlung 
Dr. ES. von etwa 1730," dazu Nr. 20 "Eine Tiiie in 
Forma einer Frazen Kopf Müze z. einem The Kän- 
genu" und eine ganze Reihe von Messer- und Ga- 
beiheften, Hirschfänger, Futterale und Körbchen, 
Saizfäßchen sowie Nr. 45 "Des Königs Porträt aus 
40 in Massa aus meiner eigenen Forma zweymai 
verfertigetu". Des weiteren, und das ist in Hin- 
blick auf das Schreibzeug mit dem Hofnarren 
Fröhlich (Abb. 17) von Interesse, Nr. 38 "Eine Ca- 
rosse nebst Lavette und Rädern N0. 37 Summa 
drey Stücke" und Nr. 8 "Ein Schmuckkastgen als 
ein Sarg formiret N0. 7 Summa 6 Stücke". Sodann 
hat Lücke 1728 Nr. 44 "16 Kleine Figuren aufs rein- 
ste neu verpuzetrr, höchstwahrscheinlich die nach 
den 1716 in Amsterdam erschienenen Stichvoria- 
gen in Art Jacques Caiiotsßl um 1720l25 entstan- 
denen "Zwerglfigurenu, zu denen wohl die Zwergin 
mit Haibmaske (Abb. 19)", der Zwerg als 
Kavalier," einer mit grüner Weste" sowie ein 
Zwerg als Ungar" und Nathan Hirschl gehören", 
die alle als eine Eigenart gebohrte Pupillen zeigen. 
Hieran werden sich für Lückes Tätigkeit in der 
Wiener Porzeilanfabrik ab 1750 (7) noch Fragen 
knüpfen (s.u.). interessant als mögliches Vorbild 
auch für Lückes spätere Figuren und als Anre- 
gung (neben den Stichen) sind die zum großen Teil 
bemalten, mit Edelsteinen etc. verzierten Elfen- 
beinfigürchen des Nathan Hirschl und eines Pil- 
gers im Grünen Gewölbe," ersterer angeblich 
schon 1715 in Leipzig auf der Messe erworben, 
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