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Volltext: Alte und Moderne Kunst XXVI (1981 / Heft 174 und 175)

Moderne Mäzene 
Im Jahre 1980 war das zehnte Jahr vollendet, in 
dem durch die Salzburger Landes-Hypotheken- 
bank im nFlomanischen Kellern Ausstellungen von 
Werken bildender Kunst veranstaltet wurden. Da- 
mit schied auch Erich K. Gevela, deren Begründer 
und dauernder Motor, von diesem Vorhaben. das 
während dieser Zeit die Salzburger Kunstszene 
wesentlich und wertvoll bereichert hat. DaB dies 
auch in Zukunft so sein wird, ist durch die Bestel- 
lung von Dr. Ftene Herndl als Nachfolger Cevelas 
gesichert. 
Mit einer vom 26. Februar bis zum 20. März 1980 
gezeigten Auswahl aus dem Werk von Franz 
Probst wurde ein lange vergessener Maler der Zwi- 
schenkriegszeit wieder entdeckt. Daran schloß 
sich ein Zyklus mit "Drei Salzburger Kilnstlerpor- 
tratsrr an: Die Reihe begann mit den Bildern der 
1966 verstorbenen Malerin Agnes Muthspiei, mit 
ienen Dokumenten einer wnaivenrt Darstellungs- 
weise der heiteren Salzburger Landschaft, die nun 
in der Welt verstreut sind, die aber (vom 21. April 
bis zum 10. Mai 1980) dank der Initiative der Salz- 
burger Landes-Hypothekenbank einem breiten Pu- 
blikum vorgestellt werden konnten. Vom 28. Mai 
bis zum 20.Juni 1980 gedachte das Landesinstitut 
dem Gründer der Graphischen Versuchswerkstat- 
te und dem Mitbegründer der "Galerie der Kunst 
der Gegenwart" in Salzburg, Prof. Slavi Soucek. 
Die Kleine, aber konzentrierte Schau bot die wert- 
volle Möglichkeit, sich einen kenntnisreichen Ein- 
blick in die geistigen und künstlerischen Entschei- 
dungen Souceks zu verschaffen. Wie Jorg Lampe 
im Katalogvorwort darlegte, gaben Souceks Werk 
nicht gefühlsbetonte Expressivität oder persönli- 
che Entladung, sondern Diszlplin und Konzentra- 
tion die Richtung und das Maß. 
Die Bronzeskulpturen von Josef Zenzmaier, die 
hier vom 7. bis zum 26. Juli 1980 ausgestellt wa- 
ren, schienen wie geschaffen zu sein für den mo- 
numentalen Ausstellungsraum des „Romani- 
schen Kellersrr. Zenzmaier sieht sich jenem wah- 
ren Abendland verpflichtet, dessen Gesetz Wand- 
lung heißt - plastisches Bilden als Verkörperung 
von Materie im Raum und damit als Veränderung 
von Materie, das sind die Fixpunkte seines Schaf- 
fens. Vom 19. September bis zum 17. Oktober war 
Arik Brauer zu Gast mit ausgewählten graphi- 
schen Arbeiten, die einmal mehr die reiche Phan- 
tasie wie die schöpferische Brillanz seiner Bilder 
bewiesen. Die Zeit vom 23. Oktober bis zum 
13. November galt der Präsentation des maleri- 
schen Werks von NELA, der so jung verstorbenen 
Cornelia Fischer - eines Werks von seltener, tie- 
ter Intensität. Das Ausstellungsiahr endet mit 
„Winterbildemir in einer sorgsam gestalteten 
Weihnachtsausstellung. 
Unsere Lähdeibilllk 
 
 
 
 
Franz PrDbSl, 
l-Begegnunga 
192a. Aquarell, 
schwarzweiß 
Franz PIODSt, 
l-Uberfail u", 
1927. Aquarell, 
schwarzweiß 
 
Agnes Muthspiei, 
x-Sallburg - Milla Plaim, 
1956 
Agnes Muthspiei, 
mom - Forum Roma- 
nurm, 1955 
 
5 Slavi Soucek, "Kom- 
positlorw, 1956. Ol 
s Slavi Soucek. -Der 
Spiegel-i, 1967. 
Tempera 
 
7 JOSSI Zenzmaier, -Der Stille 
Tod-t. Flachreliel, E1001! 
8 JtJSel Zenzmaier, wSitlßndßä 
Madcheru. Kupter getrieben 
9 Josef Zenzmaier, -Denkmal 
für einen Außenseiter Im. 
Bronze 
pardt, 191a. Aquatinta-Farb- 
radierung 
11 Nela, x-Selbstporlrat. 
 
SALZBURGER LANDES-HYPOTHEKENBA 

	        

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